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Kultur

Akademische Strenge versus die Leidenschaft

20. November 2017 00:04 Uhr

Johann Nepomuk David, dessen Todestag sich im Dezember zum 40. Mal jährt, ist in Eferding geboren und hat in Oberösterreich – musikalische Spuren hinterlassen, bevor er 1936 nach Leipzig und nach einem Intermezzo in Salzburg weiter nach Stuttgart zog, wo er sich einen Namen machte.

Am Samstag widmete sich das Oö. Davidorchester unter Peter Aigner Davids Streichorchesterwerken, die in der Form von Variationen gestaltet sind. Speziell in der IV. Variation geht die Musik aus sich heraus und begeistert mit emotionalem Esprit, versinkt aber dann wieder in eine grüblerisch akademische Strenge, die die zuvor aufgebaute Leidenschaft zum Verdorren bringt.

Spannende Klangfarben

Intensiver, aber nicht weniger schwierig umzusetzen waren da die "Variationen über ein Thema von Josquin des Prés für Flöte, Horn und Streichorchester, die vor allem durch die Soloinstrumente – hervorragend von den jungen Solisten Lea Zach (Flöte) und Simon Aigelstorfer (Horn) musiziert – spannende Klangfarben erzielen.

Doch auch hier steht sich manchmal der Theoretiker im Weg. Dass Johann Nepomuk David auch anders kann, bewies das David Trio – Sabine Reiter (Violine), Peter Aig–ner (Viola) und Andreas Pözlberger (Cello) – mit dem ersten Streichtrio aus op. 33. Umrahmt hat man das David-Programm mit zwei Streichersymphonien des 13-jährigen Felix Mendelssohn-Bartholdy, der nicht bloß theoretisch experimentiert, sondern auch emotional zu bewegen weiß. (wruss)

David-Tage: Oö. Davidorchester, Evangelische Kirche Eferding, 19. November

OÖN Bewertung:

 

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