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Vier Lamas, zwei Esel, 15 Kinder und jede Menge Spaß auf der Weide

Fröhlich spazieren 15 Buben und Mädchen der Volksschule solarCity in Pichling über die Wiese. "So, jetzt müsst ihr leise sein, denn die Lamas kommen nur zu uns, wenn wir ruhig sind und sie nicht erschrecken", sagt Ruth Mauhart, Betreiberin eines pädagogischen Hofes im Linzer Süden. Durch einen schmalen Spalt lässt Mauhart jedes Kind einzeln durch das Holztor in die eingezäunte Weidefläche ihrer vier Lamas. Die Kinder halten sich brav an die Anweisung der Pädagogin – und so sind Pedro, Semi, Ignaz und Vasili ganz und gar nicht furchtsam. Im Gegenteil, die vier Tiere kommen schnurstracks auf die Schülergruppe zu und betrachten die Kinder neugierig mit ihren großen Kulleraugen unter den langen, geschwungenen Wimpern. Schließlich wagen sie sich sogar in den Kreis vor, den die Schüler gebildet haben. "Wow, Lamas sind aber coole Tiere und so groß", sagt ein Bub staunend.

Lamas sind genügsame Tiere

Auf dem Weg zu einem Holzverschlag, der den Lamas als Unterkunft dient, erzählt Mauhart den Kindern, dass Lamas sehr freundliche und saubere Tiere sind. "Sie verrichten ihre Notdurft immer an ein und derselben Stelle", sagt die Pädagogin. Niemand müsse sich fürchten, von ihren Lamas angespuckt zu werden. Ihre Tiere würden das nicht tun, weil sie noch nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hätten und stets liebevoll behandelt worden seien.

Wichtig ist für diese Herdentiere laut Mauhart, dass sie mit Artgenossen zusammenleben können. "Neben genügend Auslauf ist dies ein wichtiges Kriterium für sie, um zufrieden zu sein", erklärt die Pädagogin. Ihr gefalle an ihren Lamas unter anderem, dass sie so genügsam seien. "Man kann von ihnen lernen, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein – viel weniger als wir Menschen oft glauben", so die Linzerin.

Ganz anders als das Wesen von Lamas sei jenes von Eseln. "Zwar seien auch diese Tiere genügsam, aber viel anhänglicher als Lamas, sie knuddeln sehr gern mit Menschen, die sie gut kennen", erzählt Mauhart den Schülern, während sie diese zu den beiden Esel-Halbbrüdern Jeronimo und Willi in den Stall führt. "Als ich die beiden vor acht Jahren zu mir geholt habe, dauerte es einige Zeit, bis wir Vertrauen zu einander gefasst haben, aber jetzt sind wir gute Freunde", sagt die Linzerin und krault Jeronimo und Willi abwechselnd den Hals. "Aber machen die vielen Tiere, die Sie auf Ihrem Hof halten, nicht extrem viel Arbeit?", will eine Schülerin wissen. "Ja, da hast du ganz Recht, es ist eine große Verpflichtung, Tiere zu halten, sie kosten Zeit und Mühe", antwortet die Pädagogin. Dafür bekomme sie aber auch viel von ihnen zurück: "Sie schenken mir Lebensfreude, außerdem bleibe ich durch die Arbeit fit", sagt Mauhart. Denn alle Tiere zu versorgen, die Ställe auszumisten und frisches Heu und Äste als Futter herbeizuschaffen, sei harte körperliche Arbeit. Zwei Stunden würde sie täglich bei und mit ihren Tieren verbringen.

"Aber so ist das eben, wer sich ein Haustier nimmt, egal ob Hamster, Hund oder Esel, der hat auch große Verantwortung und mehr Arbeit als zuvor", so die Linzerin. Doch dieser Hinweis mindert die Begeisterung der Schüler für Tiere nicht. Sie sind beeindruckt von den Lamas und Eseln, die sie soeben von Angesicht zu Angesicht kennengelernt haben, und brennen darauf, Ruth Mauhart und ihren Tieren bald wieder einen Besuch abstatten zu dürfen.

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Artikel Ulrike Griessl 17. November 2018 - 00:04 Uhr
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