Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Betriebe: Corona bereitet vielen Nachfolgern schlaflose Nächte

Von Elisabeth Prechtl, 27. November 2020, 00:04 Uhr
Betriebe: Corona bereitet vielen Nachfolgern schlaflose Nächte
Josef Rumpl, Partner bei Uniconsult Bild: HANNESRESCH.AT

LINZ/SCHÄRDING. Worauf es jetzt bei Firmenübergaben und Verkäufen ankommt.

Die Coronakrise bewirkt, dass viele Übernehmer von Betrieben kalte Füße bekommen: "Die Menschen sind verunsichert: Bei uns gibt es jede Woche mehrere Anrufe von Kunden, die sich die Übernahme nicht mehr zutrauen", sagt Josef Rumpl, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (Uniconsult). In einigen Handelsunternehmen sei die Übergabe heuer bereits abgeblasen worden.

"Der Prozess dauert üblicherweise zwei Jahre: Momentan kommt es zur Unterbrechung von Übergaben, die noch vor Ausbruch der Krise begonnen haben", sagt Sandra Thaler. Sie ist Wirtschaftsmediatorin, Autorin ("Erfolgreiche Unternehmensnachfolge") und hat diese Woche auch beim Symposium Wirtschaftsmediation über das Thema Nachfolge gesprochen.

Betriebe: Corona bereitet vielen Nachfolgern schlaflose Nächte
Sandra Thaler, Mediatorin Bild: Belinda Thaler

Rumpl nennt als Beispiel einen Schlosser, der an seinen Sohn übergeben wolle. Der Betrieb werde mit einer Million Euro bewertet. Die zwei Töchter müssten ausgezahlt werden, für den Übergeber wird eine Leibrente festgesetzt. Das Unternehmen schreibe 2020 Verluste, durch Corona drohe 2021 Ähnliches. In einem solchen Fall sei es die Aufgabe, die Leute zu beruhigen und zu motivieren: "Man muss wieder vor Augen führen, was 30 Jahre gut funktioniert hat", sagt Rumpl. Für die jüngere Generation sei es auch eine Chance, den Betrieb zu restrukturieren und Kosten zu reduzieren.

Verkäufer in der Pflicht

Die Zeiten seien unsicher, von einer Übergabe rät Mediatorin Thaler aber nicht ab. Um erfolgreich zu sein, seien zwei Dinge wichtig: einerseits die finanzielle Bewertung, andererseits das Ausverhandeln der Einzelheiten, bis hin zur künftigen Rolle des Übergebers. Hier sei ein persönliches Gespräch der Parteien und eines neutralen Dritten wichtig.

Weil die Kinder den Betrieb nicht übernehmen wollen, werden laut Rumpl Unternehmensverkäufe häufiger. Hier drücke Corona auf den Kaufpreis. Die Verkäufer würden zunehmend in die Pflicht genommen: So werde etwa geregelt, dass der Kaufpreis sinkt, wenn der Betrieb sich in den nächsten Jahren nicht wie geplant entwickelt. Auch Ratenzahlungen seien üblich.

Rumpl sieht auch hier Chancen: "Die Möglichkeit, so günstig einen Mitbewerber und dessen Fachkräfte zu übernehmen, wird es so schnell nicht wieder geben."

mehr aus Wirtschaftsraum OÖ

Tabula rasa bei Abschreibungen beschert Lenzing 600 Millionen Verlust

Umkämpfter Modehandel: "Manchmal musst du das Gegenteil tun"

Energie AG Oberösterreich erweiterte Führung im Erzeugungsbereich

Was das Mühlviertel erfolgreich macht: Tourismus, IT und auch Bier

Autorin
Elisabeth Prechtl
Redakteurin Wirtschaft
Elisabeth Prechtl

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen