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Wasserstoff-Wirtschaft: Rechtsrahmen und Förderungen fehlen

Von Ulrike Rubasch, 28. November 2023, 11:02 Uhr
(Symbolbild) Bild: Antonio Bayer

LINZ. Bei der Wasserstoff-H2-Convention in Linz war der Tenor klar: Bevor groß in H2-Infrastruktur investiert wird, braucht es einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen. Und Förderungen über Jahrzehnte, bis der grüne Wasserstoff wirtschaftlich wird.

Wasserstoff stellt eine der wesentlichen Zukunftstechnologien dar,  die Energiewende und damit die Transformation in eine klimaneutrale Zukunft zu schaffen. Am Montag Abend startete in Linz in der Tabakfabrik die H2 Convention 2023, bei der alle maßgeblichen Player einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft aus Österreich zugegen waren.

Verbund-Chef Michael Strugl sah Österreich "relativ am Anfang, in Deutschland ist man schon weiter". Er nannte zwei Grundvoraussetzungen, damit Österreich eine funktionierende H2-Wirtschaft aufbauen kann: "Erstens brauchen wir zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur einen geeigneten Rechtsrahmen auf europäischer Ebene. Bevor der nicht steht, wird es keine Investitionen in H2-Infrastruktur geben." Und zweitens bräuchte es ein Förderinstrumentarium, wo zig Milliarden Euro flüssig gemacht würden. 

Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) sieht das ähnlich. "Der Staat muss drei oder vier Jahrzehnte überbrücken", um hohe Anfangsinvestitionen in die H2-Infrastruktur und das Leitungssystem  leistbar zu machen, Nachsatz: "Egal welche Regierung die nächste sein wird: Es muss das Startpojekt sein."  Oberösterreich sie mit knapp 70 Unternehmen und mit knapp einer Milliarde Euro Projektvolumen bei der H2-Initiative führend dabei. 

"Lebensstandard absichern"

Linz-AG-Chef Erich Haider sieht in Wasserstoff die zentrale Basis für die mittel- und langfristige Zukunft der Stadt Linz, die Fernwärme klimaneutral zu bewerkstelligen. Von 105.000 Gebäuden sind bereits jetzt 90.000 mit Fernwärme versorgt, die aber nur zu 40 Prozent aus erneuerbaren Quellen kommt. Bis 2035 sollen es 80 Prozent und bis 2040 dann 100 Prozent grüne Wärme sein. Das wird dann vermutlich mit einem Wasserstoff-Kraftwerk und der Abwärme der Linzer Industrie zu schaffen sein, so Haider.

"Wenn Oberösterreich erfolgreich bleiben will, müssen wir Wasserstoff-reich werden", sagte  Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bei der Eröffnung am Montag Abend. Die Politik sei jedenfalls nicht der Verhinderer einer solchen Transformation in Richtung Klimaneutralität des Wirtschaftstandorts Oberösterreich.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bezeichnete die Transformation in Richtung Wasserstoff-Wirtschaft für den Linzer Industrie-Standort als Pflicht. Man müsse  in Linz und Oberösterreich "entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette" agieren und ein System aufbauen, "um unseren Lebensstandard abzusichern". 

Morgen Mittwoch wird aus der Fachtagung ein Publikumstag, bei dem Interessierte ab 10 Uhr in der Tabakfabrik in Vorträgen und Talkrunden über das Thema Wasserstoff informiert werden. Zum Programm kommen Sie hier. 

 

 

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Autorin
Ulrike Rubasch
Redakteurin Wirtschaft
Ulrike Rubasch
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