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Wirtschaft

Sportartikelhandel bangt erneut um Wintersaison

Von nachrichten.at/apa   23. November 2021 10:55 Uhr

Sporthandel
(Symbolbild)

WIEN. Die österreichische Sportartikelbranche fürchtet erneut einen Totalausfall der Wintersaison.

Schon im vergangenen Winter 2020/21 habe der Lockdown den Sportartikelhandel, der teilweise stark vom Tourismus abhängt, bis zu 95 Prozent des Umsatzes gekostet. Die Branche habe gehofft, einen solchen Verlust im heurigen Winter verhindern zu können, "doch die Saison hängt schon am seidenen Faden, bevor sie überhaupt begonnen hat", so Branchenvertreter Gernot Kellermayr am Dienstag. 

Mit dem Teil-Lockdown für Ungeimpfte, der am 15. November gestartet ist, seien dem Sporthandel bereits rund 35 Prozent der Kundschaft und zumindest 30 Prozent des Umsatzes weggefallen. Mit dem harten Lockdown für alle, der bis zum 13. Dezember gilt, müssen Sportartikelhändler nun komplett schließen. "Die Umsätze, die jetzt verloren werden, können nicht wieder aufgeholt werden", denn Kundinnen und Kunden würden die Sportartikel nun stattdessen im Lebensmitteleinzelhandel oder online kaufen, so Kellermayer, Präsident des Verbands der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster in einer Aussendung.

Mit der Corona-Impfung gebe es nun ein "geeignetes Instrument, die Reisefreiheit auf EU-Ebene und den damit zusammenhängenden Wintertourismus zu gewährleisten", so Michael Nendwich, Sprecher des Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer. Dennoch dominiere mit den von Land zu Land unterschiedlichen Coronaregel die Unsicherheit. "Ohne ein konsequentes, internationales Vorgehen in Kooperation mit den Nachbarländern" stehe der Wintertourismus auf der Kippe.

Die Skiindustrie fürchtet unterdessen bereits um die Wintersaison 2022/23. Das Ausbleiben des Wintertourismus in der vergangen Saison habe dazu geführt, dass für heuer wenig neue Ware bestellt wurde. "Wenn der Wintertourismus heuer aber erneut ausfällt, steht für die Skiindustrie die Saison 2022/23 auf dem Spiel", sagte Kellermayr.

Die Branchenvertreter fordern Planungssicherheit durch eine klare Kommunikation über ein möglichst rasches Lockdown-Ende. Darüber hinaus müsse die Sortimentsabgrenzung klar geregelt werden. Wenn Lebensmittelgeschäfte weiterhin Sportartikel verkaufen dürfen, müsse das im Umsatzersatz für Sportartikelfachhändler berücksichtigt werden.

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