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Schaller: Was die Leitzins-Erhöhung für Sparer und Häuslbauer bedeutet

Von OÖN, 28. Oktober 2022, 09:32 Uhr
Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen Landesbank, im "ZiB 2"-Interview. Bild: Screenshot ORF

LINZ/WIEN.  "Viel zu spät" habe die EZB mit Zinserhöhungen reagiert, kritisierte RLB-Chef Heinrich Schaller am Donnerstagabend in der "ZiB 2".

Europas Währungshüter ziehen im Kampf gegen die Rekordinflation die Zügel kräftig an. Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der Notenbank leihen können, steigt auf 2,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Der Einlagensatz wurde im selben Umfang auf 1,50 Prozent erhöht. Mit ihren Zinserhöhungen will die Europäische Zentralbank Kredite verteuern, um die Nachfrage zu bremsen und so hohen Teuerungsraten entgegenzuwirken. 

"Jetzt ist man nervös geworden"

In der "ZiB 2" sprach Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen Landesbank (RLB), mit Moderator Armin Wolf über die Auswirkungen der jüngsten EZB-Entscheidung. Seiner Meinung nach habe die Zentralbank "viel zu spät" mit Zinserhöhungen begonnen. "Jetzt ist man sehr nervös geworden, denn die Höhe dieser Zinsschritte ist schon sehr beachtlich. Damit wird es mit großer Wahrscheinlichkeit gelingen, die Inflation zu bremsen, aber es wird, glaube ich, noch lange dauern."

Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen bereits auf vier Prozent angehoben. "Die EZB hinkt immer sechs bis acht Monate nach", sagte Schaller, "ich glaube schon, dass wir in diese Richtung gehen müssen."

Das Instrument der Zinserhöhung sei gedacht, um die Nachfrage auf den Märkten zu senken: "Daher ist fest davon auszugehen, dass in den nächsten Monaten, wenn nicht sogar Jahren, das Wirtschaftswachstum zurückgehen wird. Einige fürchten sogar eine Rezession."

Das Interview mit Heinrich Schaller in voller Länge:

Sparzinsen gehen massiv nach oben

Sparern stellte der RLB-Direktor eine kräftige Erhöhung der Sparzinsen - aktuell bei 0,01 Prozent - in Aussicht. "Die Anpassungen im Sparbereich werden rasch erfolgen. Das wird nicht mehr lange dauern", kündigte Schaller an. "Wir werden beim Einlagenzins hinkommen, dieser liegt derzeit bei 1,5 Prozent." Sollte die EZB die Zinsen weiter erhöhen, würden auch die Zinsen für täglich fällige Einlagen nachfolgen. "Je länger man bereit ist, sein Geld zu binden, desto höher werden die Zinsen sein."

Die Bereitschaft zum Sparen sei aktuell allerdings gering. "Die Teuerung nimmt den Menschen die Möglichkeit, etwas anzusparen. Die Leute brauchen das Geld für das tägliche Leben", so Schaller. 

Problem für Kreditnehmer

Mit ihren Zinserhöhungen will die Europäische Zentralbank Kredite verteuern, um die Nachfrage zu bremsen und so hohen Teuerungsraten entgegenzuwirken. Besonders davon betroffen sind Kreditnehmer, die variable Kreditraten vereinbart haben - das betrifft in Österreich rund 40 Prozent der Wohnbaukredite. "Das kann für Häuslbauer schon ein größeres Problem werden", befürchtet der RLB-Chef. "Wenn die Zinsen zu stark steigen, muss man sich mit den Kunden überlegen, wie man diese kurz- oder mittelfristige Enge überbrücken kann."

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35  Kommentare
35  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
kirchham (2.317 Kommentare)
am 28.10.2022 14:57

Hausbauen wird ein Luxus werden, normalverdienende werden es sich kaum noch leisten können oder sie haben Unterstützung durch Oma, Eltern.

Andererseits werden die Firmen die auf Häuslbauer sich ausgerichtet haben nicht mehr lange auf den Markt sein. Somit haben wir wieder mehr Arbeitslose.

Natürlich haben sie sich in den letzten 15 Jahren eine goldene Nase verdient das ist auch klar.

Tja mal schauen was der Frühjahr bringt.

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groma (1.092 Kommentare)
am 28.10.2022 18:05

Oh, welch Helden waren meine Eltern, haben sie doch ein Haus erbaut zu Zeiten von Kreditzinsen mit 7% und mehr!

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BamBam1987 (4.141 Kommentare)
am 28.10.2022 18:28

Aber die Materialkosten waren im Verhältnis zum damaligen Verdienst um einiges geringer!!! Darf man nicht vergessen…

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hipo23 (940 Kommentare)
am 28.10.2022 19:30

Eruieren sie was ein 50kg Zementsack 1970 gekostet hat, das Durchschnittseinkommen von damals und vergleichen sie mit heute! Sie werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

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willie_macmoran (2.900 Kommentare)
am 29.10.2022 09:30

Nee, der Unterschied liegt hier:

Hausbauen damals: Ein Lebensprojekt, ein paar Jahre mal nix als Baustelle und Arbeit. Möglichst viel Eigenleistung. Dann ein paar Jahre leben auf einer halbfertigen Baustelle da für Fassade, Pflasterung ... noch kein Geld da war.

Hausbauen heute: Unterschreiben und einziehen, aber bitte gleich mit Pool und Sauna im Keller & Rasenmähroboter.

Das ist der Unterschied.

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teja (5.944 Kommentare)
am 28.10.2022 14:24

Wer sein Geld rechtzeitig in Sicherheit CH gebracht hat ist gut gefahren. Aber von der Abfertigung oder den Ersparten sich ein dickes Auto auf Schulden gekauft hat schaut eben dumm.

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Zonne1 (3.702 Kommentare)
am 28.10.2022 14:30

Das Geld liegt schön auf dem Dach und produziert Sonnenstrom

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RobertReason (3.014 Kommentare)
am 28.10.2022 13:56

Ca. 25%-30% an Wertverlust von Bargeld in den nächsten 3 Jahren.

Respekt EZB und FED, der Raubzug ist gelungen.

Am Ende eures Lebens werdet ihr feststellen: Anstand kann man sich nicht "kaufen".

Dann ist es zu spät.

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hipo23 (940 Kommentare)
am 28.10.2022 12:38

Herr Schaller soll schauen wie er die Performance des Kepler Fonds wieder in positive Richtung bringt.

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Aumoa (7 Kommentare)
am 28.10.2022 12:46

Bin mit meinen recht zufrieden - hast vielleicht net die richtigen Fonds in Zeiten wie diesen….

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Gugelbua (32.158 Kommentare)
am 28.10.2022 12:52

Lustig😉
aber ich kenne keinen unter den „Normalos“
die mit solchen Geld-Spielchen reich wurden🤑

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Gamundianer (660 Kommentare)
am 28.10.2022 13:56

mit dem Sparbuch aber auch nicht. Von reich werden ist keine Rede, probiers mal mit Kaufkraft erhalten und da brauchst über dein geliebtes Sparbuch nicht mal gedanken machen. Da helfen nur Wertpapiere zwinkern

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hipo23 (940 Kommentare)
am 28.10.2022 19:32

Was hab ich geschrieben, haben sie das verstanden? Es ging um Schaller und den Keplerfonds von Raiffeisen um nichts anderes.

Wie und wo ich meine Anlagen mache gebe ich hier nicht preis.

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pprader (1.661 Kommentare)
am 28.10.2022 12:34

Klimaziele weit weg
Land zubetonieren sind wir Europameister
Schlechte öffentliche Verkehrsmittel am Land

Vielleicht könnte man nachdenken, ob etwas kürzer treten und verdichteter wohnen eine Möglichkeit wäre

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Ybbstaler (1.039 Kommentare)
am 28.10.2022 20:38

Ich für meinen Teil habe mein halbes Leben verdichtet gewohnt und weiß, dass so ich es mir irgendwie leisten kann in keinen Wohnblock zurück will.

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Berkeley_1972 (2.330 Kommentare)
am 28.10.2022 12:22

2,25 % auf 18 M wird momentan geboten

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Gugelbua (32.158 Kommentare)
am 28.10.2022 12:28

auch muß die KEST auf Minimalsparbücher endlich fallen,
ich hab ein solches für mein Ableben,
lustig finde ich daß fürs Sterben eine Mehrwertsteuer kassiert wird🥺😥🤑

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hipo23 (940 Kommentare)
am 28.10.2022 12:39

Wenn sie gestorben sind brauchen sie kein Geld.

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Gugelbua (32.158 Kommentare)
am 28.10.2022 12:44

doch, Grab Grabstein und Pflege kostet und der Staat kassiert auch mit😉

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user_0815 (1.797 Kommentare)
am 28.10.2022 12:51

es gibt Alternativen die wenig kosten

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Gugelbua (32.158 Kommentare)
am 28.10.2022 14:24

Ja so wie in Indien, von Geiern fressen lassen🤣

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Zonne1 (3.702 Kommentare)
am 28.10.2022 14:28

und die armen Tieren sterben an den Medikamentenrückständen !

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Peter2012 (6.379 Kommentare)
am 28.10.2022 11:41

Es müsste wieder gute Bausparbücher um die 5 bis 6 % geben und die Sparzinsen müssten viel schneller steigen so wie die Kreditzinsen!!!

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Gugelbua (32.158 Kommentare)
am 28.10.2022 12:19

schöne Träume 😍

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betterthantherest (34.832 Kommentare)
am 28.10.2022 10:44

Die Finanzierung von Staaten ist der EZB klar verboten.
Trotzdem wurde es jahrelang in riesigem Ausmaß gemacht.
Weil die EZB nicht ihrem Auftrag sondern den Forderungen der Politik gefolgt ist.

Jahrelang hat die Politik die private Pensionsvorsorge von den hart arbeitenden Bürgern gefordert. Dann hat die Politik die EZB hat eine geradezu perverse Minuszinspolitik fahren lassen und die Bürger wurde die Pensionsvorsorge regelrecht geraubt....

Wie lange geht dieser Wahnsinn noch weiter?

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dalli18 (2.858 Kommentare)
am 28.10.2022 10:52

Solange wir den Euro haben geht´s wahrscheinlich noch länger so weiter. Ich bin mir jetzt nicht mal sicher ob langfristig die Teilnehme am Euro für die Südländer so positiv ist. Kurzfristig konnten sie sich gut verschulden - aber wer zahlt die Zeche? Da wird es noch große Streitereien geben - darum wundert es mich ja, dass die Kroaten teilnehmen werden. Wobei sie als "Südländer" wohl eher profitieren - zumindest kurzfristig.

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betterthantherest (34.832 Kommentare)
am 28.10.2022 11:38

Dalli18

Vor dem Euro haben die Südländer mehr oder weniger regelmäßig abgewertet.
Im Binnenverhältnis kein wesentliches Problem. Und im Außenhandel haben die Unternehmen das Risiko getragen.

Mit der Einführung des Euros trägt das Risiko der Bürger.

Woher kommt eigentlich der Begriff Bürger?

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nixnutz (4.311 Kommentare)
am 28.10.2022 11:58

Ursprünglich "Bewohner einer Burg"

https://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/portal/einfuehrung/aspekte/buerger.html

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hipo23 (940 Kommentare)
am 28.10.2022 12:40

Wem gehört die EZB? Deren Eigentümer verdienen an den Staatsschulden!

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nodemo (2.314 Kommentare)
am 28.10.2022 10:03

Ja, die Staatsanleihen für die EU Kriegsbeihilfen und variablen Kredite gehen massiv nach oben, für die Kontoinhaber die Bearbeitungsspesen und für die Sparbuchsparer ein Sparschwein zum Weltspartag..

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pomml2 (601 Kommentare)
am 28.10.2022 09:57

In den 90er Jahren (in meiner Jugendzeit) haben wir jeden Einzelnen gekannt, der sich für sein Auto einen Kredit aufgenommen hat.. 90% der Leute in meinem Bekanntenkreis hätte sich dafür geschämt - keine Kohle - kein Auto
Nun ja das hat sich geändert in den letzten 20 Jahren wurde hald eine riesen Party gefeiert - die Jahrzehnte des billigen Geldes !
Nach der Bankenkrise 2008 ohnehin im Partymodus - billiges Geld - grosse Party !
Jeder wusste, das geht garantiert ewig gut !
Nun hatten wir mit Corona und Vladimir aber zwei echte Partycrasher ! Eine durch nicht beeinflussbare Tatsachen verursachte Inflation plus die Gelddruckorgien des letzten Jahrzehntes !
Mir tun die Leute doch etwas leid die sich jetzt zum erstem Mal in ihrem Leben mit Zinsrechnung beschäftigen müssen - 300.000 Eur Schulden und 3% Zins bedeutet hald das du jährlich 9000 Euro Zinsen zahlst - nach diesem Jahr hast du immer noch 300.000 Schulden...

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Melinac (3.139 Kommentare)
am 28.10.2022 10:38

Die Insolvenzen steigen stark! Nicht nur bei den privaten, auch bei den Unternehmer!
Und die Rezession läßt nicht mehr lange auf sich warten! In Deutschland wird sie für den kommenden Winter schon vorraus gesagt!

Die guten fetten Jahre werden schmale Jahre heißen! Haben wir auch großteils diesen Krieg zu verdanken!!🙈🙈

Ein solch ve......., kann ein solches Elend verursachen!☠️👺

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dalli18 (2.858 Kommentare)
am 28.10.2022 10:48

Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen gab es aber schon lange vor dem Krieg. Auf Pump zu leben hat bereits vor ca. 20 Jahren stark begonnen um sich zu greifen - aber nicht nur Private sondern auch viele Staaten haben zu hohe Schulden - und das ist mindestens genau so ein Problem.
Jetzt kommen noch die extrahhohen Energiepreise hinzu - die kommen kurzfristig vom Krieg.

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user_0815 (1.797 Kommentare)
am 28.10.2022 11:52

"In den 90er Jahren (in meiner Jugendzeit) haben wir jeden Einzelnen gekannt, der sich für sein Auto einen Kredit aufgenommen hat.. 90% der Leute in meinem Bekanntenkreis hätte sich dafür geschämt - keine Kohle - kein Auto"

Ich bin in den 80ern (auf dem Land) aufgewachsen.
Mitte gegen Ende der 90er wars bei uns schon ganz normal einen Neuwagen per Leasing zu finanzieren.

da hat sich keiner geschämt.

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RobertReason (3.014 Kommentare)
am 28.10.2022 09:41

Die Menschen haben sehr genau verstanden, was die EZB und die FED gemacht haben.

Unmengen an neuem Geld gedruckt.

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