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PV-Strom einspeisen rentiert sich immer weniger: Was die Bundesländer derzeit zahlen

Von nachrichten.at/apa, 26. Mai 2024, 08:14 Uhr
MONTAGE EINER SOLARANLAGE
2023 wurden in Oberösterreich 25.600 neue PV-Anlagen montiert. Bild: APA/Robert Jäger

WIEN. Die Photovoltaik wird Opfer ihres eigenen Erfolgs: Landesstromerzeuger bieten nur mehr wenige Cent pro kWh. Ein Überblick, was in den Bundesländern noch gezahlt wird.

Am frühen Nachmittag an sonnigen Tagen wird inzwischen in Österreich so viel Strom erzeugt, dass die Preise stundenweise negativ werden. Wer also mit einem flexiblen Vertrag Strom bezieht, bekommt in diesen Phasen beim Stromverbrauch Geld dazu. Das Interesse der Stromgesellschaften an Sonnenstrom leidet dadurch - wer Strom ins Netz einspeist, bekommt immer weniger dafür. Die Firmen empfehlen, PV-Strom selber zu verbrauchen.

Im April sei "der enorme Zubau von Photovoltaik über das letzte Jahr besonders deutlich" geworden, teilte die Netzbetreibergesellschaft APG unlängst mit. Mit 580 GWh (Millionen kWh) konnte PV zwölf Prozent der Erneuerbaren einspeisen und damit deutlich mehr als doppelt so viel, wie im Vorjahresmonat. Die meisten Stromgesellschaften haben ihre Vergütungen für PV-Strom angesichts des Überschusses inzwischen auf Marktpreise umgestellt, die nur mehr bei einigen Cent liegen und monatlich oder je Quartal angepasst werden.

OeMAG berechnet Marktpreis

Zentraler Maßstab ist der "Marktpreis", der seit Jahresanfang monatlich im Nachhinein von der OeMAG, der Abwicklungsstelle für Ökostrom, berechnet wird. Er ist von 8,14 Cent/kWh im Jänner jeden Monat gefallen und betrug im April nur mehr 4,65 Cent. Grundsätzlich kann jede Photovoltaikanlage bis zu einer maximalen Leistung von 500 kW ihren Strom über die OeMAG und damit zu diesem Preis einspeisen. Stromgesellschaften können mehr - aber auch weniger zahlen.

Viel Aufmerksamkeit hat vor einer Woche die oberösterreichische Energie AG erweckt, weil sie 20.000 Kunden ihre laufenden Verträge kündigt und künftig nur mehr einen Bruchteil für den ins Netz eingespeisten Strom zahlt. Hatten die Kunden bisher garantiert 15,73 Cent erhalten, so bekommen sie künftig nur mehr einen variablen Preis, der im April 3,12 Cent betragen hat. Mindestens garantiert die Energie AG 2 Cent.

Der Tiroler Landesenergieversorger Tiwag hat die Einspeisvergütung bereits Mitte 2023 für Neukunden auf ein "dynamisches", Vergütungsmodell umgestellt. Sie erhalten zur Zeit 4,6 Cent/kWh, im ersten Quartal waren es 7,7 Cent. Kunden mit vor Juli 2023 abgeschlossenem Vertrag erhalten den vollen Marktpreis, das waren zuletzt 7,6 Cent und im ersten Quartal 2024 9,6 Cent/kWh. Kündigungen von alten Verträgen seien derzeit nicht geplant, heißt es bei der Tiwag, in Summe pendle sich die Einspeisvergütung wieder auf das Niveau vor der Energiekrise - also vor 2021 - ein.

Auch bei der Energie Steiermark bekommen Einspeiser seit Anfang 2023 nur mehr einen quartalsmäßig schwankenden Tarif. Aktuell liegt er für das 2. Quartal 2024 bei 4,63 Cent/kWh netto. Davon ist knapp die Hälfte der 25.500 Kunden mit Einspeisvertrag betroffen. 13.000 Kunden, deren Vertrag vor 1.1.2023 abgeschlossen wurde, haben Jahres-Verträge, ihr aktueller Preis beträgt 11,79 Cent/kWh netto. "Wahlweise können Kunden über unseren neuen Tarif 'Smart Community' ihren überschüssigen Sonnenstrom auch österreichweit an Freunde, Verwandte und Bekannte zu Preisen ihrer Wahl verkaufen oder verschenken", erklärte Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik-Lauris.

Beim niederösterreichischen Versorger EVN wird das Angebot für Neukunden monatlich angepasst, im Mai beträgt der Tarif 4,03 Cent pro kWh. Viele Bestandskunden erhalten für den eingespeisten Strom bis zu ihrer aus dem Netz bezogenen Menge noch den Bezugspreis aber mit den von den EVN angebotenen neuen Verträgen werden sie auf den monatlich schwankenden und deutlich niedrigeren Marktpreis umgestellt. In Niederösterreich befindet sich laut EVN rund ein Viertel der in Österreich installierten Photovoltaikanlagen. "Der Ausbaugrad ist inzwischen so groß, dass die Photovoltaik wie jeder andere zu beschaffende Energieträger sehr marktnah bewerten werden muss", wurde betont. "Statt großer PV-Anlagen am Hausdach oder der Garage geht der Trend nun zu kleineren Anlagen, die den eigenen Verbrauch bestmöglich abdecken. In Kombination mit einem leistungsfähigen Speicher kann man sehr gute Ergebnisse bei der Abdeckung des Eigenbedarfs erzielen und damit sehr viel Geld sparen", heißt es von der EVN auf APA-Anfrage.

Bei der Salzburg AG erhalten "Neukunden", die seit 1. Februar 2022 dabei sind, eine Vergütung von rund 3,1 Cent pro kWh, ältere Kunden (Vertragsstart bis 31. Jänner 2022) rund 7,4 Cent pro kWh. Vertragskündigungen hat der Landesenergieversorger am Freitag auf Anfrage der APA ausgeschlossen. Hingegen gibt es ab 15. Juli 2024 ein neues Tarifmodell, das vor allem für die Einspeiser kleiner Mengen attraktiv ist. Der neue Tarif setzt sich aus einer Grundvergütung von vier Cent pro kWh und einem sich jährlich ändernden Sonderbonus zusammen. Dieser beträgt bis Ende Jänner 2025 sechs Cent pro kWh, sprich Kunden bekommen bis dahin zehn Cent pro kWh. Allerdings gilt der Sonderbonus nur für Einspeiser, die auch Kunden der Salzburg AG sind und nur für Anlagen bis 50 kWpeak. Zugleich werden Grundvergütung und Sonderbonus verbrauchsabhängig gestaffelt: Ab 1.000 kWh sinkt die Vergütung schrittweise und liegt ab 3.501 kWh bei zwei Cent (plus vier Cent Bonus). Die aktuell 15.000 Kundinnen und Kunden, die PV-Überschussstrom ins Netz der Salzburg AG einspeisen, können, müssen aber nicht wechseln. "Eine PV-Anlage sollte in erster Linie zur Deckung des Eigenverbrauchs gedacht sein. Dann ist sie auch am rentabelsten", sagte Salzburg AG-Vorstandssprecher Michael Baminger. "Größer dimensionierte Anlagen, die viel Strom einspeisen, werden zunehmend in einer neuen energiewirtschaftlichen Realität ankommen. PV-Strom ist weniger wert, weil er zu einer ungünstigeren Zeit kommt."

Auch die Burgenland Energie pocht darauf, dass Photovoltaik-Betreiber ihren Strom vor allem selber verbrauchen sollen. Der Einspeisetarif liege derzeit bei rund 7,76 Cent pro Kilowattstunde. Dieser sei aus Sicht des Unternehmens bei einer richtig geplanten PV-Anlage, die auf den Eigenverbrauch ausgerichtet ist, aber nicht relevant, hieß es auf APA-Anfrage. Ziel sei es, den produzierten Strom selbst zu verbrauchen oder zu speichern und nicht "unnötig ins Netz einzuspeisen", hielt der burgenländische Landesenergieversorger fest. Damit würden die Kunden Energie-, Netz- und Abgabenkosten sparen. Im Interesse der Haushalte seien folglich nicht hohe Einspeise-, sondern niedrige Marktpreise, damit die Stromrechnung möglichst niedrig ausfalle.

Gute Vergütung in Vorarlberg, Wien und Kärnten

Mehr als den Marktpreis gibt es derzeit noch beim Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw. Dort werden aktuell - abhängig vom gewählten Tarif - 13 oder 15 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Diese Preise sind aber nur bis Jahresende garantiert, dann werden sie neu bestimmt. Die 13 (Standardtarif) bzw. 15 Cent (Öko+-Tarif) für die ersten 3.500 eingespeisten Kilowattstunden setzen sich zusammen aus einem Grundentgelt von 7 bzw. 9 Cent und einem Sonderbonus in Höhe von 6 Cent, den das Energieunternehmen heuer gewährt. Ab der 3.501. Kilowattstunde werden in beiden Tarifen noch 7 Cent an Grundentgelt bezahlt, für jegliche Strommengen jenseits der 10.000 Kilowattstunden 5 Cent. Der Sonderbonus wird unabhängig von der Strommenge ausgeschüttet. Laut illwerke vkw haben in Voralberg zum Jahresende 2023 mehr als 10.700 Photovoltaik-Anlagenbetreiber Strom erzeugt und eingespeist.

Relativ viel bekommt man auch noch in Wien für seinen PV-Strom: Die Wien Energie zahlt sowohl Bestands- als auch Neukundinnen und -kunden aktuell 12,04 Cent/kWh. Der Preis werde immer per 1. April und 1. Oktober nach der Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex angepasst, vor der letzten Anpassung sei er bei 16,05 Cent/kWh gelegen, erklärte ein Wien-Energie-Sprecher auf APA-Anfrage. Vertragskündigungen, wie zuletzt bei der Energie AG in Oberösterreich, seien nicht geplant. Der Einspeistarif gilt für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 25kWpeak.

Die Kelag bietet für Klein-Einspeiser ebenfalls noch vergleichsweise hohe Vergütungen. Der Kärntner Energieversorger hat zwei Tarifmodelle für Stromeinspeisungen. Mit dem klassischen Staffeltarif bekommt man für die ersten 500 eingespeisten kWh 24 Cent, von 501 bis 1.000 kWh 18 Cent, zwischen 1.001 und 5.000 kWh 12 Cent und ab 5.001 kWh 6 Cent. Der variable Einspeisetarif orientiert sich an der Strombörse und richtet sich nach dem jeweiligen Lastprofil. In Kärnten sind bei den Einspeisetarifen derzeit keine Änderungen oder Kündigungen geplant, teilte Kelag-Sprecher Josef Stocker der APA mit.

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105  Kommentare
105  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
wasisdenndas (971 Kommentare)
am 27.05.2024 15:17

Das angebot der energie ag gilt ab dem zeitpunkt angenommen wo man dem netterweise bereits vorbereiteten mail zustimmt. Dh unbedingt warten bis die vertragsbindung mit 15,73 cent ausrennt sonst gibts ab sofort nur noch 3,12 cent, auch das eine nette Geste (falle) der energie ag.

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her (5.663 Kommentare)
am 27.05.2024 10:29

Ein Bomben Geschäft der Oliven dank der explodierenden Strompreise seit Kriegsbeginn

OeMAG nimmt für 4.7 die kWh ab (April)

An die Bürgerinnen verkauft wird um 9.5> (+ Jahresgrundpauschale 6OOO cent)
(Jahresbindung. Suche von heute 27.05 für Verbraucher mit 1800kWh im Jahr)

2 Wochen

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 11:53

Am meisten zu hinterfragen ist der milliardenteuere Netzausbau ohne transparenten Nachweis der Notwendigkeit! Wofür soll das gut sein wenn der Inlandsstromverbrauch doch in den Jahren 2022 und 2023 schon eklatant gesunken ist? Wohin soll der PV Strom hintransportiert werden wenn die Sonne scheint? Ins Ausland?
Zuerst werden mit Steuergeld PV gefördert und dann? Wann kommt endlich eine bessere Speicherförderung für Haushalte?

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Dipol073 (17 Kommentare)
am 27.05.2024 07:44

Kaum jemand montiert sich eine Pv
Anlage aufcsein Eigenheim um Geld zu verdienen .
Sondern um Strom zu sparen und einen gewissen Grad Autark zu werden
Vor den Krisen lag der Einspeisetarif
jahrelang bei 5 Cent
Den Profit Streifen die Energie Versorger seid Jahren ein, mit 32 Cent im Weiterverkauf

Die Politik hat von einer Mio Dächer
geworben!
Wo sind die Lösungen zu r Speicherung bzw zur Transformation der Energie

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betterthantherest (34.950 Kommentare)
am 27.05.2024 07:48

Let's face it:

Speichertechnologie für Strom im Großformat gibt es nicht.

Das ist schon länger bekannt - nur wurde dieses lästige Detail von der Politik ignoriert.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 07:59

Genau und es macht auch gar keinen Sinn weil die Speicher bei den Haushalten installiert werden können!

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betterthantherest (34.950 Kommentare)
am 27.05.2024 08:23

Speicher im Haushalt?

Naja... im Sommer ist er immer voll.
Und im Winter immer leer.

Man kann halt ein paar kw/h von der Tagernte am Abend verbrauchen.
Fürs Laden eines E-Autos ist halt ein 10 kw/h Speicher eher homöpathisch... 20 bis 30 km Reichweite...

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 08:52

betterthantherest: sie schreiben viele gute Kommentare. Aber bei den Speichern: wo der steht ist völlug egal aus technischer Sicht. Wenn man zum Beispiel LiFePo Zellen nimmt, dann kauft man ja Zellen mit bespielsweise 3,7 Volt. Wenn man dann bei einem Umspannwerk einen riesigen Akku baut in einem Container, dann ist das genauso aufwändig wie wenn einige Haushalte einige kleine Akkus bauen. In einem haben sie Recht: Die kleineren Akkus sollten halt teilnehmen an der Energiewirtschaft: das kann man nur sicherstellen wenn die Anreize passen. Das ist aber Aufgabe der Politik und keine technische Frage!

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betterthantherest (34.950 Kommentare)
am 27.05.2024 09:27

Selbstverständlich ist es technisch gesehen egal wo der Speicher steht.
Die Politik verkauft den Leuten jetzt den Speicher im Keller.

Ich sage nur: die MenschInnen im Land sollten nicht zu viel erwarten.

Übrigens: in Arnoldstein steht ein Großspeicher für 20 MWh.
Verlust gut 10 %;
Kosten 15 Mio Euro.

Schon mal ausgerechnet, wie wenige Autos damit geladen werden können oder wie wenige Wärmepumpen damit 1 Nacht lang betrieben werden können?

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 10:13

Naja international gesehen ist Österreich hier wirklich weit hinten. Schon 1986 gab es in Westberlin einen Speicher mit 14 MWh und daher fast so groß wie in Arnoldstein. In Kalifornien steht mittlerweile ein Speicher von 3,3 GWh, also 3287 MWh, das ist 164 mal so groß wie der Speicher in Arnoldstein. International gesehen wachsen die Speicher wie bei uns die Schwammerl. Speicherpreise sind im Sinkflug, fast im freien Fall. Die EU Gesetzgebung geht in Richtung erneuerbare Energie usw. Man kommt fast nicht raus aus dem Thema. Sicher ist nur eines: der milliardenteure Netzausbau muss erst mal transparent bewiesen werden bei 2022 und 2023 sinkendem Inlandsstromverbrauch aus dem öffentlichen Netz. Die E Industrie hinkt bei den Speichern im internationalen Vergleich ziemlich nach und die Haushalte mit PV werden sich einen Speicher kaufen müssen, wenn sie den Strom nicht verschenken wollen wenn die Sonne scheint?

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betterthantherest (34.950 Kommentare)
am 27.05.2024 13:54

Kann man so nicht sagen.

Österreich betreibt halt andere Speicher als andere Länder.

Alle Speicherkraftwerke Österreichs zusammen können den Strombedarf für ca. 5-8 Tage decken.

Damit liegt Österreich im Spitzenfeld.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 15:46

Wie gesagt bei dezentralen chemischen Speicher (Akkus) sind wir leider nicht vorne dabei...

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 15:48

Wie gesagt bei dezentralen chemischen Speicher (Akkus) sind wir leider nicht vorne dabei... Und die wären für PV eine gute Lösung...

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felixh (4.976 Kommentare)
am 27.05.2024 07:06

Einspeisen!!
Man soll sich mit der PV Anlage selber versorgen und nicht etwas verdienen. Sonst müsste man ja ein Gewerbe anmelden

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NeuPaschinger (1.041 Kommentare)
am 27.05.2024 06:42

Immer wenn eine politische Bewegung etwas durchdrücken will gibt es ein böses Erwachen,
die Wahrheit ist wir haben im Sommer zuviel Strom und im Winter zuwenig Strom.
Das erfordert stärkere Netze um diesen Strom irgendwie irgendwohin schicken zu können, das muss bezahlt werden, ergo werden auch die Netzentgelte massiv steigen.
Im Winter werden wir weiter fossilen Strom brauchen, weil diese Kraftwerke aber nurnoch im Winter laufen werden wird deren Strom teuerer werden denn die Betriebskosten bleiben ja gleich und wer nur wenige Monate einschalten darf muss dann teurer verkaufen.
Jetzt marktfähige Einspeisetarife von PV im Sommer quasi nichts sind nur der erste Schritt, der nächste Schritt wird sein jene Kleinkraftwerksbesitzer im Sommer wie im Winter auf einen flexiblen Einspeisetarif nach Marktpreis und flexiblen Bezugspreis zu stellen denn sie verkaufen bei Überschuss und kaufen bei Mangel, nur so ist es fair, es lässt sich kein fairer Durchschnitt bilden gegenüber reinen Kunden

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 07:24

Die Sonne scheint überall zu Mittag, es bringt nichts ihn "irgendwie irgendwohin" zu schicken. Warum nicht einfach vor Ort speichern? Wenn man den Strom nicht "irgendwohin" schickt braucht man dann milliardenteuren Netzausbau?

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NeuPaschinger (1.041 Kommentare)
am 27.05.2024 21:08

Ganz einfach sie bauen sich eine riesige PV Anlage, Batterien im Kelker
.
Sie sind wirklich unabhängig, heizen und Warmwasser per luftwärmepumpe, EAutos in der Garage die brav zuhause geladen werden, topmodernes neues Haus
.
3.000.000 - 6.000.000 € werden sie für die nötigen baterien bezahlen,
Schnäppchen würde ich sagen

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NeuPaschinger (1.041 Kommentare)
am 27.05.2024 21:11

Da wäre ich lieber ein Realist, dieseltank und notstromaggregat , viel billiger und die Gefahr das die Batterie endet hab ich auch nicht, der dieseltank kann locker für mehrere Jahre reichen,
Ist halt nicht grün, aber realistisch

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Kukilein (511 Kommentare)
am 28.05.2024 08:35

Naja genau das ist ja das Problem. Es wird suggeriert man bräuchte alles auf einmal. Ich schlage vor: Holzscheiterheizung, ein normales Auto und dann noch eine schlank dimensionierte PV Anlage mit Speicher. Die Wärmepumpe hat nämlich einen schlechten Wirkungsgrad wenn es kalt ist und das Elektroauto kann man mit der PV zu Mittag nicht laden wenn es in der Arbeit keinen Anschluss gibt. Man bräuchte also 2 Elektroautos? Notstromaggregat ist auch nicht schlecht, am besten mit dem Treibstoff den man auch im Auto hat. Naja übrig bleibt, dass eine schlanke PV eine gute Sache ist wenn man auch eine Speicher hat aus meiner Sicht. Die von Ihnen beschriebene Technologie ist jahrzehntelang erprobt, da gibt es aus technischer Sicht auch keine Nörgeleien von mir.

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LIEWA (119 Kommentare)
am 26.05.2024 20:28

Strom ist die Zukunft, da geht kein Weg vorbei. Strom ist auch nicht sauber, aber sauberer. Ideal wäre, den produzierten Strom auch selber zu verbrauchen. Es gibt so viele Varianten und jeder will möglichst viel verdienen. Oder möglichst bald amortisieren. Wir müssen die Möglichkeit schaffen mit dem überschüssigen Sommerstrom die Speicherseen zu füllen, um im Winter möglichst wenig von fossiler Energie abhängig zu sein. Für die Industrie wird Wasserstoff immer wichtiger. Auch dafür soll Sommerstrom eingesetzt werden. Es geht nicht nur um jeden einzelnen, es geht um das ganze Gefüge, dass auch den nachkommenden Generationen eine möglichst intakte Natur übergeben werden kann. Viele können sich die Anlagen leisten und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 26.05.2024 20:32

Wie gesagt so ein Speichersee hat gar nicht mal soviel Speicherkapazität. Rechnen Sie sich das bitte mal durch. Als saisonaler Speicher ist Wasserstofftechnologie geeignet.

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sergio_eristoff (1.620 Kommentare)
am 27.05.2024 06:40

Wasserstoff hat derzeit noch ziemliche Probleme mit der Lagerung in großer Menge. Wenn das Thema gelöst ist, stimme ich voll zu.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 07:34

Cool! Allein schon ein Wasserstoffnetz ist ein riesiger Speicher bis zu einem gewissen Ausmaß (Druckschwankungen)... Es ist ja nicht so wie beim klassischen Stromnetz, welches keine Speicherfähigkeit besitzt. Ansonsten hätten kleine, dezentrale Wasserstoffspeicher viele Vorteile: Schaden potentiell geringer wenn was passiert, Wasserstoff muss nicht so groß dimensioniert werden
...

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dobisam (966 Kommentare)
am 27.05.2024 08:30

Diese Probleme sind gewaltig und nicht nur für die Lagerung, sondern auch für den Betrieb eines großflächigen Leitungsnetzes.
Wasserstoff hat die Eigenschaft, aufgrund seiner Molekülgröße, selbst durch massiven Stahl zu diffundieren. Der benötigte Druck bei der Lagerung fördert noch dieses Verhalten, Zudem können sich die physikalischen Eigenschaften des verwendeten Materiales verschlechtern. Für die Lagerung von Wasserstoff in flüssiger Form werden Temperaturen von rund -250C benötigt, ebenfalls Gift für Materialfähigkeiten wie Zähigkeit,...

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 09:06

Technisch alles lösbar. Beim Transport könnte man mit Wasserstoff-Blending auch das bestende Gasnetz nutzen...

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 10:35

*bestehende

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her (5.663 Kommentare)
am 27.05.2024 10:35

Das ist doch wirklichkeitsfremd

Die Frage ist doch nicht ob es (theoretisch) machbar ist
sondern

zu welchem Zeitpunkt
zu welchen Kosten

Wo sind den die Speicherseen
oder
die Wasserstoffleitungen - lager?

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 12:17

Naja Speicherseen gibt es ja wohl nur halt haben sie nicht viel Speicherkapazität. Wasserstofftechnologie gibt es. Naturlich muss man Jahre vorab planen und bauen für Großanlagen. Aber es gibt auch sogar schon kommerziell verfügbare Speicher für Haushalte und Energiegemeinschaften! Investionion ist halt mindestens fünfstellig (in Euro). Auch die Übertragung funktioniert, sehen sie mal auf der Homepage der Austrian Gas Grid Management AG nach. Mit Wasserstoff- Blending könnte sogar das bestehende Gasnetz vewendet werden. Die Frage die sich stellt ist aber wer in Zukunft speichern soll: die Bürger selber, dann kann man halt nichts damit verdienen oder halt die Energiewirtschaft steigt ein in das Bussiness, dann werden halt viel zu bequem sein selber aktiv zu werden. Am besten wäre es die Politik würde Speicher technologieoffen fördern und dann wird sich das alles einspielen!

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her (5.663 Kommentare)
am 27.05.2024 13:02

<Naturlich muss man Jahre vorab planen und bauen für Großanlagen>

Ohne Worte

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spoe (14.151 Kommentare)
am 26.05.2024 18:13

Ich habe vor mehr als 20 Jahren in eine kommerzielle PV in DE investiert. Nach 15 Jahren waren die Einnahmen etwa bei der 6-fachen Investitionssumme. Danach wurde der Vertrag umgestellt, aber es wirft immer noch kräftig ab bei genügsamen Wartungsaufwendungen.

So einfach geht’s in Österreich bei größeren Anlagen sowieso nicht.

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analysis (3.713 Kommentare)
am 26.05.2024 18:19

An den Schäden der Energiewende unter Merkel leidet der D Energiemarkt noch heute!
Das gefährdet die gesamte Wirtschaft in der EU

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her (5.663 Kommentare)
am 26.05.2024 18:25

In der Tat

Zahlen
verleumden nicht:
https://www.agenda-austria.at/grafiken/kein-eu-land-waechst-schwaecher-als-oesterreich/

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her (5.663 Kommentare)
am 26.05.2024 18:23

Ja,
persönlich gut gemacht

Ein Rentier eben

Bezahlen (Bezahlt haben) ihre Einnahmen die Konsumenten (gewerbliche wie private)

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betterthantherest (34.950 Kommentare)
am 26.05.2024 20:10

spoe

Raubtierkapitalismus 20.24 halt.

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analysis (3.713 Kommentare)
am 26.05.2024 18:13

Betriebsdaten "optimierte PV-Anlage" für 2023
6,5 kWp mit SW Panele 45 grd geneigt:
Nominal-Kapazität Speicher: 17,8 kWh
Jeweils Gleichstrom (DC):
2641 kWh/a eingespeichert
1863 kWh/a entnommen
Speicherkosten total nach Abzug Förderung: 9600 €
dass entspricht 5,15 €/ jährlich gespeicherten Gleichstrom !
Selbst wenn der Speicher 20 Jahre gleich effizient arbeiten würde: 0,275 €/kWh DC
Noch weitere Fragen ??

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spoe (14.151 Kommentare)
am 26.05.2024 18:20

Die Netzbetreiber wollen sich nur die Investitionen für geregelte Trafostationen sparen.

Ohne diese funktionieren auch die besten Speicherkraftwerke nicht.
Klar wollen die Netzbetreiber das Bummerl den Kunden zuschieben und in teure und „giftige“ dezentrale Speicherbatterien drängen. Völlig überdimensioniert ist damit gemeint.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 26.05.2024 20:34

Glaube sie wollten eher unseren Str ins Ausland verkaufen? Darum Netzausbau? Nur wer kauft jetzt noch Strom wenn die Sonne scheint? Deswegen sollte sich jeder seinen eigenen Speicher machen. Oder gleich Speichergemeinschaften mit Wasserstoff...

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 10:35

*Strom

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referee (35 Kommentare)
am 26.05.2024 17:32

Spannend ist, dass Verkaufspreis bei vielen Anbietern leider nach wie vor 25 Cent und mehr ist. Aber Einspeisetarif sinkt. Warum hier Faktor 5 und mehr nun ist, keine Ahnung. Aber um die Energiegesellschaften mache ich mir keine grossen Sorgen. Wie Faktor 5 und mehr gerechtfertigt wird, soll die Politik mal prüfen. Marktpreis alleine scheint es nicht zu sein.

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spoe (14.151 Kommentare)
am 26.05.2024 17:59

Weil zum Zeitpunkt, wo alle einspeisen, ein Überschuss im Netz vorhanden ist.

Dann kann man Strom entweder nur billigst weiter verkaufen oder sogar noch dafür bezahlen, wenn jemand Strom abnimmt.

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Kukilein (511 Kommentare)
am 26.05.2024 20:36

Wer soll denn noch kaufen wenn die Sonne in Europa überall zu Mittag am meisten scheint (statistisch)? Daher: Wozu Netzausbau bei 2022 und 2023 sinkendem Inlandsstromverbrauch aus dem öffentlichen Netz???

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sergio_eristoff (1.620 Kommentare)
am 27.05.2024 06:46

Das siehst sehr eindimensional. Im Durchschnitt sollte der Strompreis unter 25 Cent, das beweisen Floater.

Wo unsere Bundesregierung, insbesondere das Klimaschutzministerium nur Populismus kann ist ein fairer Strompreis für alle. Nicht mal die Börsenpreise mit Merritorder geben Preise von 25 Cent her.
Dazu müsste wenn man Leistung aus dem Netz nehmen, sprich eine Offensive bei den Stromspeichern und dort ordentliche Förderungen. Das wäre Nachhaltig, aber ja was erwartet man sich schon von einer ehemaligen Klimaaktivistin....

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Kukilein (511 Kommentare)
am 27.05.2024 07:57

Welche Partei könnte mit dem Slogan "unseren Strom für unsere Leut" noch vor der Wahl eine zukunftsträchtige Energiepolitik mit Speichern beim Bürger selbst einfordern und damit beim Wähler noch mehr punkten? Nebenbei würde auch eine Härtung unseres Energiesystems eintreten, wenn man notstromfähige Wechselrichter forcieren würde, welcher Partei liegt den unsere Sicherheit am Herzen?

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groma (1.098 Kommentare)
am 27.05.2024 09:59

Warum? Weil die Regierung (wir alle, bzw die meisten) noch immer bis zu 0,15 ct/kWh dazuzahlt! Daher jammern hier alle nur über „hohe“ Energiepreise, bekommen aber den Ars..nicht hoch um zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Warum auch, sie zahlen im Endeffekt ja eh bloß 10 ct.

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kana (1.794 Kommentare)
am 26.05.2024 16:58

https://www.energieag.at/ueber-uns/kraftwerke/photovoltaik-kraftwerke (kürzlich in den OÖN)
Also die Energie AG hat selber fleißig Grünland mit PV verschandelt und Überschuß produziert, damit sie ihren Jahrelangen Stromkunden nichts auszahlen brauchen. Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis. Auch die Bauern haben sich wieder mal kappen lassen: https://www.tips.at/nachrichten/freistadt/wirtschaft-politik/574888-leader-regionen-entwicklung-einer-photovoltaik-freiflaechenstrategie (Anfang des Jahres)

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analysis (3.713 Kommentare)
am 26.05.2024 16:49

Die neoliberalen Schwätzer und ihre "freie Marktwirtschaft" !
im Sommer Überschuss-PV-Strom ins Netz entsorgen und
a) dafür subventionierten Einspeisetarif erhalten
b) durch Überschussentsorgung zu Engpässen bei Netz-u. Speicherkapazität beitragen, aber die "normalen Stromnutzer" dafür zahlen lassen
c) teuren Winterstrom, speziell auch wegen Wärmepumpe und PV-Loch im Winter, zum Mischpreis für Ganzjahresnutzung beziehen
d) für Wärmepumpe und PV-Anlage hohe Investitionszuschüsse erhalten
e) eventuell noch gepaart mit hoch subventionierten Protz-E-SUV, der auch keine Treibstoffsteuern zum Erhalt des Straßennetz zahlt
Das ist "soziales Verhalten", bevorzugt genutzt vom wohlhabenderen Teil der Bevölkerung,
von dem auch das heftig abschöpfende Installationsgewerbe, die Importeure und Zusammenstecker von China-Importen profitieren....
Kurz: Ökofaschismus,
getrieben von fachlich unbedarften Öko-Freaks und ausgenutzt von verantwortungslosen Lobbisten in der WKO

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dalli18 (2.860 Kommentare)
am 26.05.2024 17:43

@analysis
Echt gut beschrieben!
P.S.: Mache bei dem System auch selbst mit und wundere mich nur......

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spoe (14.151 Kommentare)
am 26.05.2024 18:04

Ist ja nur die Einstiegsdroge.
Wie beim Gratisladen der ersten E-Boliden.

Ist eine kritische Masse erreicht, wird das Geschäftsmodell umgestellt.

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her (5.663 Kommentare)
am 26.05.2024 17:51

<Öko-Freaks & WKO LobbYisten>

Wider die Oliven!

O6-O9 24

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spoe (14.151 Kommentare)
am 26.05.2024 18:02

Zu 90% wird der Ausdruck Neoliberal für Klassenkampf und Hetze verwendet.

Meistens von Personen, die von staatlichen Einkommen oder Mitgliedsgebühren vorzugsweise aus Pflichtmitgliedschaften leben.

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