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Lehre

Zwei neue Lehrberufe und viele modernisierte Ausbildungskonzepte

Von Susanna Sailer   15. Februar 2020 00:04 Uhr

Zwei neue Lehrberufe und viele modernisierte Ausbildungskonzepte
Die künftige Doppellehre Hotel- und Restaurantfachmann/-frau wird Rezeption mit Service verbinden. (Colourbox)

Kaufmännisch-administrative Berufsbilder orientieren sich nun mehr an Digitalisierung.

Wer im kommenden Ausbildungsjahr 2020/21 eine Lehre beginnen will, dem stehen nun zwei weitere Lehrberufe zur Verfügung. Denn der Ministerrat hat diese Woche ein adaptiertes Lehrberufspaket auf den Weg gebracht, das ab 1. Mai gelten soll.

Jugendliche können sich dann erstmals zum Eventkaufmann bzw. zur Eventkauffrau ausbilden lassen. Die dreijährige praxisnahe Lehre ist auf die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen ausgerichtet. Lehrausbildner sind Event-, Veranstaltungs- und Werbeagenturen sowie Kulturorganisationen und Messeveranstalter.

Die zweite neue dreijährige Lehre soll einen Einstieg in die Berufslaufbahn im Polizeidienst ermöglichen. Ein "Assistent bzw. eine Assistentin in der Sicherheitsverwaltung" lernt unter anderem, wie Schriftstücke in der öffentlichen Verwaltung gesetzeskonform zu verfassen sind.

31 Lehrberufe wurden adaptiert

Das neue Ausbildungspaket enthält 30 Büroberufe. Deren Lehrinhalte wurden an die sich verändernde Arbeitswelt angepasst. Projektmanagement und digitale Kompetenzen gewinnen an Bedeutung, während etwa das Rechnungswesen in den Hintergrund tritt. Unter den adaptierten Lehrberufen befinden sich beispielsweise Bankkaufmann/-frau, Einkäufer/Einkäuferin, Finanz- und Rechnungswesenassistenz oder Betriebslogistikkaufmann/-frau. Auch das Ausbildungsprofil Masseur/Masseurin wurde modernisiert und die Lehrzeit von zwei auf drei Jahre verlängert. Künftig sollen auch Kompetenzen im Bereich Beratung und verkaufsfördernde Maßnahmen gelehrt werden.

Neuerungen für Hotellerie

Neu hinzu kommt eine zu einem Lehrberuf zusammengefasste Doppellehre in der Hotellerie, die Rezeption und Service verbindet. Der Beruf nennt sich "Hotel- und Restaurantfachmann/-frau". Eine solche Doppellehre war schon bisher möglich. Der Vorteil dieser Zusammenfassung besteht in einem eigenen Lehrplan für die Berufsschule. Auch im Lehrberuf Hotel- und Gastgewerbeassistent werden künftig geringfügig Servicekenntnisse vermittelt, sodass klassische Bereiche wie Frühstücks- oder Seminarservice im neuen Berufsbild Eingang finden.

Insgesamt sollen von den neuen Lehrberufsverordnungen österreichweit knapp 15.000 Lehrlinge profitieren können. 

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