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Herbstlohnrunde: Weitere Abschlüsse bei knapp zehn Prozent

Von nachrichten.at/apa, 05. Dezember 2023, 14:06 Uhr
Gewerkschafts-Chefverhandlerin Helga Fichtinger
Gewerkschafts-Chefverhandlerin Helga Fichtinger. Bild: EVA MANHART (APA)

WIEN. In der laufenden Herbstlohnrunde hat es in den vergangenen Tagen neben der Metallindustrie noch andere Abschlüsse gegeben.

Im Güterbeförderungsgewerbe erhöhen sich die Mindestgehälter um 9,17 Prozent, jedoch aber mindestens um 165 Euro. Im Glasbläser- und Glasinstrumentenerzeugergewerbe steigen die Einkommen um 9 Prozent. Bei der Raiffeisen Ware Austria steigen die Monatslöhne um 8,7 Prozent. Bei den Straßengesellschaften gibt es ein Plus von 9,3 Prozent.

Holprig verläuft es nach wie vor bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen für die IT-Angestellten. Auch nach drei Gesprächsrunden gibt es noch kein Angebot der Arbeitgeber, kritisiert die Gewerkschaft GPA. Sie fordert bei einer zugrunde gelegten Jahresinflation 2023 von 7,75 Prozent eine KV-Erhöhung um 9,75 Prozent. Am 6. Dezember wird weiter verhandelt, ohne Einigung kommt es zu Betriebsversammlungen, so die GPA.

Handel verhandelt am Donnerstag

Am 7. Dezember soll es nach mehreren Runden in der zweitgrößten KV-Gruppe, den rund 430.000 Beschäftigten im Handel, eine Einigung geben, sonst würden die Warnstreiks fortgesetzt. Zuletzt hatte es Arbeitsniederlegungen bei über 300 Händlern in ganz Österreich gegeben. Boten die Arbeitgeber ursprünglich ein Gehaltsplus von 5 Prozent und eine Einmalzahlung von 800 Euro, so sind es mittlerweile 6 Prozent sowie eine einmalige Prämie von 1.000 Euro. Auch die Gewerkschaft bewegte sich und reduzierte ihre Forderung von 9,5 Prozent und einen Fixbetrag von monatlich 40 Euro auf 9,4 Prozent zuzüglich 15 Euro Fixbetrag.

Ebenfalls keine Einigung gibt es beim Kollektivvertrag 2024 für die Handelsarbeiterinnen und Handelsarbeiter. Die Gespräche für die rund 150.000 Beschäftigten wurden heute nach der ersten Runde unterbrochen. "Es wurde kein Angebot auf den Tisch gelegt", kritisierte am Dienstag die Gewerkschaft vida.

Erste Gespräche zur "Wettbewerbssicherungs-Klausel"

In der Metallindustrie, die traditionell die Herbstlohnrunde einläutet, gab es vergangenen Donnerstag eine Einigung auf 8,6 Prozent Plus, wobei die unteren Einkommensgruppen zehn Prozent Lohn- und Gehaltszuwachs erhalten. Allerdings steht die Einigung unter dem Vorbehalt, dass sich die Sozialpartner auf eine "Wettbewerbssicherungs-Klausel" einigen. Dazu fanden gestern bereits erste Gespräche statt. Details nannten die Verhandlungspartner vorerst keine.

Die Klausel ist für Betriebe mit hoher Personalkostenbelastung, sie soll gegebenenfalls eine Reduktion der IST-Erhöhung - also der zehn Prozent Plus -ermöglichen. Abhängig von den Personalkosten könnte damit auf betrieblicher Ebene eine Kompensation in Form von Einmalzahlungen, Freizeit oder Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vereinbart werden, so der Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI).

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5  Kommentare
5  Kommentare
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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.682 Kommentare)
am 05.12.2023 18:34

Die Herrn Neumann und Dump lassen lieber das arbeitende Volk vor die Hunde gehen...

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Alfred_E_Neumann (6.859 Kommentare)
am 05.12.2023 16:57

Die momentane Situation in Österreich erinnert an eine Wasserknappheit, Hitze und Dürre.

Jeder erhöht sich die Wasserration. Aber man vergisst wieder einmal auf jene, die mit blutigen Fingern nach Wasser graben (Exportwirtschaft).

Da braucht sich niemand wundern, wenn immer weniger Wasser (Geld, Devisen) verfügbar ist und immer weniger graben, dafür fast alle im sicheren Hafen der Inlandsverwaltung und Systembewirtschaftung arbeiten wollen.

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sergio_eristoff (907 Kommentare)
am 06.12.2023 07:25

Stimmt im Ausland gibt es sowas wie Inflation nicht und ist eine rein österreichische Erfindung....

Sorry JEDES Unternehmen hat die Hände aufgehalten bei der Regierung wie es um den Energiekostenzuschuss ging und der Pöbel war egal. Die Wunschliste an die Regierung war auch immer prall gefüllt und wurde auch erfüllt.
Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, die arme arme Wirtschaft das ist einfach klassisches "nur bis zur Nasenspitze denken" und purer Egoismus.

Man sieht ja recht deutlich im Einzelhandel das die Leute nicht sehr kauffreudig sind, woher wird das wohl kommen....

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HumpDump (4.618 Kommentare)
am 05.12.2023 14:35

Es werden sehr schwere Jahre für alle jene, die ihre Leistungen exportieren müssen oder sonst wie im internationalen Wettbewerb stehen.

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Natscho (3.660 Kommentare)
am 06.12.2023 09:07

Arbeitgeber (zb vor allem in der IT) stehen auch um Arbeitnehmer im Wettbewerb. Noch halten mich persönliche Bande in Österreich. Aber das Lohnumfeld im Ausland ist attraktiver, und viele meiner HTL- und Studienkollegen sind schon im Ausland.

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