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Handel: Bis Samstag Streiks in 300 Geschäften

Von nachrichten.at/apa, 30. November 2023, 11:33 Uhr

WIEN. Die heurigen Kollektivvertragsverhandlungen bergen viel Zündstoff. Von heute bis inklusive Samstag finden österreichweit in mehr als 300 Handelsgeschäften Warnstreiks statt, in denen die Beschäftigten einige Stunden ihre Arbeit niederlegen.

Bestreikt werden alle Branchen vom Buchhandel über große Modeketten bis hin zu Supermärkten, sagte GPA-Chefverhandlerin Helga Fichtinger am Donnerstag. Damit fallen die Warnstreiks mitten in den Start der Adventzeit.

Am Donnerstag in der Früh legten die Handelsangestellten etwa bei Interspar sowie bei Thalia im Wiener Donauzentrum ihre Arbeit für einige Stunden nieder. Ein Warnstreik ist im Unterschied zu einem Streik zeitlich befristet. Eine Liste der bestreikten Unternehmen will die Gewerkschaft nicht veröffentlichen - einerseits wegen des Überraschungseffekts, andererseits, weil die Arbeitgeber versuchen würden, Beschäftigte einzuschüchtern und aufzufordern, dass sie sich am Streik nicht beteiligen sollen, sagte Fichtinger im Ö1-"Morgenjournal" des ORF.

Handels-KV einer der größten Kollektivverträge in Österreich

Arbeitgeber-Chefverhandler Rainer Trefelik widerspricht dem: "Wenn es ein Fehlverhalten geben sollte, bitte klar sagen, hier gibt es ein Problem. Aber einen Generalverdacht einfach nur in den Raum stellen nach der Methode, es wird schon was hängenbleiben, das ist entschieden zurückzuweisen."

Am Dienstag waren die Gespräche über einen neuen Gehaltsabschluss im Handel in der vierten Runde erneut gescheitert. Zuerst hatte es noch ganz gut ausgesehen, aber letztlich lagen die Vorstellungen der Sozialpartner noch zu weit auseinander. Boten die Arbeitgeber ursprünglich ein Gehaltsplus von 5 Prozent und eine Einmalzahlung von 800 Euro, so sind es mittlerweile 6 Prozent sowie eine einmalige Prämie von 1.000 Euro. Auch die Gewerkschaft bewegte sich und reduzierte ihre Forderung von 9,5 Prozent und einen Fixbetrag von monatlich 40 Euro auf 9,4 Prozent zuzüglich 15 Euro Fixbetrag. Einmalzahlungen lehnen die Arbeitnehmervertreter aber ab.

Der Handels-KV ist einer der größten Kollektivverträge in Österreich und betrifft rund 430.000 Angestellte und Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. 70 Prozent aller Beschäftigten im Handel sind Frauen. Mehr als ein Drittel davon arbeitet Teilzeit.

Ein neuer Gesprächstermin wurde noch nicht fixiert.

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13  Kommentare
13  Kommentare
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Gugelbua (32.132 Kommentare)
am 30.11.2023 15:14

abgesehen von den kleinen Geschäftsbetreiber,
die es schwer treffen wird,
haben doch die Giganten unter den Handelsketten kräftig abgesahnt,
nun wollen sie nichts weitergeben, Geiz ist eben geil

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KeineSorgenMann (59 Kommentare)
am 30.11.2023 14:57

Und der Gewinner ist:
Wieder mal der Online Handel..
Bravo😏

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betterthantherest (34.760 Kommentare)
am 30.11.2023 14:29

habe vollstes Verständnis für die Streiks.

Die Helden des Alltags werden mittels fairer Löhne satt. Und nicht durch klatschen.

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Nursogsogt (1.160 Kommentare)
am 30.11.2023 14:02

Da werde ich besser alles was geht übers Internet bestellen... Das habts jetzt davon Genossen!

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kulesfak (2.776 Kommentare)
am 30.11.2023 14:37

Jetzt hast es den Genossen aber gegeben!
Glaubens wirklich, daß die paar Netsch, die Sie in Internetbestellungen investieren, wirklich jemanden abgehen?

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2good4U (18.149 Kommentare)
am 30.11.2023 15:04

Jetzt mal ehrlich. Das hättest du doch sowieso gemacht, oder?

Im übrigen ist ein Umsatzentgang ja genau der gewünschte Effekt eines Streiks.

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14140107 (108 Kommentare)
am 30.11.2023 16:42

arbeite selber mal für wenig Geld am Wochenende in einem Kaufhaus
im Internet kaufe ich nur was ich so nicht bekomme und dann bei österreichischen Shops
mir sind die Menschen wichtig
den Amerikanischen Ausbeuter Konzern unterstütze ich nicht

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betterthantherest (34.760 Kommentare)
am 30.11.2023 17:04

Zahlenreihe

je schlimmer die politisch verursachte Inflationsrate (und je schlechter die Lohnabschlüsse in Österreich) - desto mehr müssen die Menschen jeden Cent 2 und 3x umdrehen. Desto mehr müssen die Menschen die günstigste Einkaufsquelle wählen. Und das ist nun mal der amerikanische Riese.

Letztendlich ruiniert die türkis-grüne Teuerungspolitik die Wirtschaft in Österreich bei gleichzeitig riesigem Geldabfluss ins Ausland.

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2good4U (18.149 Kommentare)
am 30.11.2023 13:24

Der Handel hat jetzt in der Vorweihnachtszeit das beste Druckmittel überhaupt.
Nächster Freitag ist der 8.12. Üblicherweise ein ertragreicher Tag für den Handel und bestens geeignet für einen Streik.

Gerade der Einzelhandel bezahlt ohnehin eher wenig. Da unter der Inflation zu erhöhen ist nicht drinnen.

Beamte, Pensionisten, Bäcker, Brauer, usw.
Alle haben 9,x% bekommen.
Das muss im Handel auch drinnen sein.

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kpader (11.506 Kommentare)
am 30.11.2023 12:57

Streik, jetzt. Lasst euch das nicht gefallen.

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il-capone (10.485 Kommentare)
am 30.11.2023 12:43

Nur die FP als Schutzmacht der kleinen Arbeitgeber garantiert guten Verdienst.
An deren Unternehmen bestens dokumentiert.
Deshalb immer Kickl & Landbauer ankreuzeln.

IMMER !!! 🤪

Österrrrrreich muss eine blühende Oase werden.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.951 Kommentare)
am 30.11.2023 13:04

äh... Ironie oder glauben Sie wirklich dran?

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il-capone (10.485 Kommentare)
am 30.11.2023 13:41

Das passende Smiley ist ja ohnehin dabei 😉

Wegen der bekannt guten Löhne 🤪 manch flächendeckender Branchen haben die R-Wähler trotzdem ein gestörtes Verhältnis zu den Gewerkschaften.
Und letztere sind NICHT bei den Rechtspopulisten oder Repuplikanern angesiedelt.
Warum wohl 🙄😬

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