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EZB-Rat: So weit sollen die Zinsen 2024 sinken

Von nachrichten.at/apa, 18. April 2024, 11:44 Uhr
EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheidung
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Bild: Boris Roessler (dpa)

BRÜSSEL. Für die Zinssitzung im Juni sind wichtige Weichen bereits gestellt.

Sloweniens Notenbankchef Bostjan Vasle erwartet Zinssenkungen der EZB bis in die Nähe eines Niveaus von 3 Prozent bis zum Jahresende. Dabei sei vorausgesetzt, dass die Inflation weiter wie erwartet zurückweiche, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Nacht zum Mittwoch am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.

"Wir sollten viel näher bei 3 Prozent sein bis zum Jahresende, wenn alles nach Plan verläuft", sagte er. Der am Finanzmarkt maßgebliche Einlagensatz, den Banken erhalten, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken, liegt aktuell auf dem Rekordniveau von 4,00 Prozent.

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos sieht die Zentralbank noch nicht auf den weiteren Zinspfad festgelegt. Angesichts der aktuellen Lage sei es klar, dass die EZB datenabhängig und von Sitzung zu Sitzung vorgehen müsse, sagte der Stellvertreter von Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag im Europaparlament in Brüssel. "Mit diesem Ausmaß an Unsicherheit ist es sehr schwierig, eine Art Forward Guidance hinsichtlich der Zukunft zu liefern." Unter "Forward Guidance" werden in der Notenbank-Sprache konkrete Zinsprognosen der Währungshüter verstanden.

Wichtige Weichen für Juni bereits gestelt

Für die Zinssitzung im Juni sind dagegen wichtige Weichen bereits gestellt. "Ich denke, wir habe uns sehr klar ausgedrückt," sagte laut de Guindos. "Wenn sich die Dinge so wie sie sich zuletzt entwickelt haben weiterentwickeln, werden wir im Juni bereit sein, die Restriktion zu verringern in unserem geldpolitischen Kurs." Dabei komme auf die Beurteilung der Inflationsaussichten, der Dynamik der zugrundeliegenden Teuerung und der Schlagkraft der Geldpolitik an.

Die Inflation im Euroraum ist inzwischen auf 2,4 Prozent im März gesunken. Damit ist das Ziel der EZB einer Teuerung von 2,0 Prozent in greifbare Nähe gerückt. Eine Reihe von Währungshütern hat bereits auf den Juni als möglichen Termin für eine erste Zinssitzung hingewiesen.

Ein Grund zur Vorsicht ist für Vasle allerdings die Entwicklung im Nahen Osten. Der Iran hatte am vergangenen Wochenende als Reaktion auf den Israel zugeschriebenen Angriff vom 1. April auf sein Botschaftsgelände in Damaskus mehr als 300 Drohnen und Raketen gen Israel geschickt. Nun herrscht Sorge vor einer Eskalation der Spannungen, was auch wirtschaftliche Folgen haben könnte.

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10  Kommentare
10  Kommentare
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teja (5.920 Kommentare)
am 19.04.2024 16:49

Wir Össis sind ja bei der Inflation in einer führenden Position in der EU. Wir haben ja die beste aus zwei Welten Regierung. Mit Basti hätte es das nicht gegeben.

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kirchham (2.279 Kommentare)
am 18.04.2024 19:33

Wegen den wird das Hausbauen oder die Lebensmiitel auch nicht billiger.

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Gugelbua (32.064 Kommentare)
am 18.04.2024 13:24

wie ich gelesen habe, hat China ja Interesse daß die EU samt Euro Schiffbruch erleidet,
bei der Uneinigkeit unter den EU-Ländern………….

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betterthantherest (34.447 Kommentare)
am 18.04.2024 14:38

Der Auftrag der EZB ist es, für Preisstabilität zu sorgen.

stattdessen erfüllt die EZB politische Wünsche diverser Länder.

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fai1 (6.057 Kommentare)
am 19.04.2024 18:11

nicht nur China, auch dir USA. Und das mit größtmöglichen Erfolg.

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Kukilein (398 Kommentare)
am 18.04.2024 12:02

Nachdem eine Zinssenkung im Raum steht ist die österreichische Bundespolitik unter starkem Zugzwang! Leider gehören wir bei der Inflation zu den Schlusslichtern Europas. Wenn die Zinsen nun sinken sollten besteht eine reelle und hohe Gefahr, dass die österr. Inflation weiter steigt und Österreich wirschaftlich noch weiter absackt.

Wann wird darauf endlich reagiert? Warum werden die notwendigen Maßnahmen weder von der ÖVP noch von den Grünen ergriffen?

Wie kann die Politik kurzfristig gegenlenken:
-Strompreise auf ein international konkurrenzfähiges Maß senken. Fossile Energiepreise sind leider nicht so sehr steuerbar. Wie: sofortiger Stopp des Hochspannungs- Netzausbaus bei in der letzten beiden Jahren sinkendem Inlandsstromverbrauch.
-Weniger "Experten", weniger Bürokratie.
-Stopp immer neuer Förderungen

Sofortige Maßnahmen der Bundesregierung sind erforderlich oder ein sofortiger Rücktritt noch vor der Wahl muss erfolgen damit eine fähige Regierung gebildet werden kann.

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Peter1983 (2.312 Kommentare)
am 18.04.2024 14:01

….die dann ein Herr Kickl anführen soll??!!

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.733 Kommentare)
am 18.04.2024 14:54

Aktuell stehen wir vor dem Abgrund, nach den Wahlen sind wir einen Schritt weiter?

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Kukilein (398 Kommentare)
am 18.04.2024 15:41

Wird wohl davon abhängen wer dann konkret an das Ruder kommt. Was denken Sie wer das Zepter übernimmt?

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Kukilein (398 Kommentare)
am 18.04.2024 15:40

Für die FPÖ ist die Tatenlosigkeit der aktuellen Regierung bei obigen Punkten sicherlich ein Vorteil. Wenn man vor allem von Seiten der ÖVP nicht massive Verluste will oder von Seiten der Grünen nicht nahezu in die Bedeutungslosigkeit verschwinden möchte könnte man auch eine andere Wirtschaftspolitik erwägen. Was die konservativen Wähler wollen ist bekannt: Stopp der Transformation zumindest soweit dass die Wirtschaft nicht komplett in die Knie geht und was die Grünen Wähler wollen ist auch klar: wieder ein Bekenntnis der Grünen zu Umweltschutz statt ausschließliche Fokussierung auf Klimarettungsversuche. Beides lässt sich nicht mit den Freileitungs- Netzausbauphantasien der E- Wirtschaft in Einklang zu bringen. Würde man die geplanten Milliardeninvestitionen für Hochspannungsfreileitungs- Netzausbau hingegen in die Bereitstellung von dezentraler grundlastfähiger Generatorleistung investieren und bis dahin die CO2 Bepreisung drastisch reduzieren würde es schon anders aussehen.

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