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Bahn-Streik: Warum der Verkehr über Deutsches Eck trotzdem läuft

Von nachrichten.at/apa, 07. Dezember 2023, 10:24 Uhr
Während des Ausstands gilt ein Notfahrplan Bild: (APA/dpa/Sebastian Kahnert)

WIEN/BERLIN. Reisende und Pendler nach und in Deutschland müssen sich auf den heuer mittlerweile vierten Bahnstreik einstellen.

Die deutsche Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. ÖBB-Züge, die übers Deutsche Eck, also von Salzburg weiter nach Tirol oder Vorarlberg, fahren, seien nicht betroffen, sagte ein ÖBB-Sprecher auf Anfrage. Fernzüge nach München oder Frankfurt fahren nur bis Salzburg bzw. Passau. Westbahn-Züge bis München verkehren.

Streik beginnt um 22 Uhr

Der Ausstand bei der Deutschen Bahn (DB) soll im Personenverkehr am heutigen Donnerstagabend um 22.00 Uhr beginnen und an diesem Freitagabend um 22.00 Uhr enden. Auch in Österreich spürt man die Arbeitsniederlegung - aber nicht so sehr wie zuletzt schon bei Bahnstreiks in Deutschland.

Dass der Verkehr übers Deutsche Eck wie auch der Nahverkehr im Grenzgebiet bei Salzburg und Tirol aufrechterhalten bleibt, liege diesmal daran, dass nicht die Infrastruktur der Deutschen Bahn bestreikt wird, sondern alleine die Lokführer einen Ausstand durchführten, erläuterte der ÖBB-Sprecher. Beim Fernverkehr werden die Austro-Lokführer allerdings in Salzburg bzw. Passau von deutschen Kollegen abgelöst - normalerweise, nicht aber bei Streik.

Westbahn nicht betroffen

Züge der mehrheitlich privaten Westbahn, die im Streikzeitraum nach München fahren, sind laut Unternehmensangaben nicht vom Ausstand der deutscher Lokführer betroffen. Unter der Woche sind es fünf Züge die in die bayerische Landeshauptstadt fahren, an Sonn- oder Feiertagen wie dem morgigen Freitag vier. Jeder Zug habe rund 500 Sitzplätze, die bis drei Stunden vor Abfahrt kostenlos reservierbar seien, sagte ein Westbahn-Sprecher auf Anfrage.

Beeinträchtigungen werden von der Deutschen Bahn schon vor Beginn des Warnstreiks erwartet, ebenso danach. Während des Ausstands gilt ein Notfahrplan mit stark reduziertem Angebot. In Österreich sind Reisende nach Deutschland just am langen Wochenende wegen des Marienfeiertags besonders betroffen. Die Zugbindung sei aufgehoben, teilte die Bahn mit. Reservierungen könnten kostenfrei storniert werden.

Streik im Güterverkehr ab 18 Uhr

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten der Deutschen Bahn einschließlich der S-Bahn-Betriebe in Berlin und Hamburg sowie der Eisenbahnunternehmen Transdev, AKN und City-Bahn Chemnitz sowie weiterer Unternehmen. Im Güterverkehr soll der Streik laut Mitteilung bereits um 18.00 Uhr am Donnerstagabend beginnen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit der Aktion den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Sie will so unter anderem der Forderung nach einer Arbeitszeitsenkung für Schichtarbeiter Nachdruck verleihen. "Die Arbeitgeberseite mauert allerorten und ist nicht bereit, den Beschäftigten die ihnen zustehende Wertschätzung und Anerkennung für die geleistete Arbeit zukommen zu lassen", kritisierte die Gewerkschaft.

Alle Informationen über Zugausfälle finden Sie hier:

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8  Kommentare
8  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
il-capone (10.273 Kommentare)
am 07.12.2023 14:30

Aus einem Gleis überdachte Radlstrecke draus machen und die Streiks sind Geschichte.
E-Radln und Anhänger wurden schon erfunden. Oxn und D'Ros ah scho ...

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DonMartin (7.263 Kommentare)
am 07.12.2023 12:15

Glücklicherweise haben wir mehr als genug Autos zur Verfügung.

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nangpu (1.628 Kommentare)
am 07.12.2023 11:20

Bahnfahren glich diese Woche eher einem Lottospiel!
Die Westbahnstrecke ist schon lange überlastet.

Eine Kleinigkeit und der ganze Laden steht.
Was denken sich eigentlich die Verantwortlichen dabei?

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betterthantherest (33.441 Kommentare)
am 07.12.2023 13:39

noch größer war das Chaos auf der Südbahn.

Da hat die ÖBB mehrere Hundert Menschen nach Mitternacht aus dem Zug geworfen - mit dem Hinweis sie sollten sich gefälligst selbst ein Hotel suchen. Um 1 Uhr früh.... .

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reibungslos (14.293 Kommentare)
am 07.12.2023 17:53

Neue Bahnlinien sind sehr teuer, der Bau dauert lange und künftige Anwohner prozessieren gerne dagegen.

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betterthantherest (33.441 Kommentare)
am 07.12.2023 10:42

Das deutsche Eck war kürzlich fast 2 Monate lang dicht - Baustelle.
alles Schienenersatzverkehr oder über Zell am See. Und das schon zum 2. Mal in diesem Jahr.

Zwischendurch ist den Deutschen ein Zug abgebrannt - wieder dicht für ein paar Wochen. Und dann noch mehrmals Oberleitungsschäden ... .

Diese Bahnverbindung nach Tirol / Vbg bzw. nach Italien ist mittlerweile ein kompletter Witz.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.657 Kommentare)
am 07.12.2023 15:56

Immerhin investiert die DB inzwischen mal in diese Strecke...
Wäre mal gut, sich an Ausbau der Brenner-Zulaufstrecke zu machen.

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reibungslos (14.293 Kommentare)
am 07.12.2023 17:59

Das Schienennetz in Deutschland ist bekanntermaßen in einem insgesamt sehr schlechten Zustand und viele Strecken sind schwer überlastet. Die Verkehrsleistung der Bahn in Deutschland hat sich seit 1995 verdoppelt. Die notwendigen Ausbauten wurden aber nicht vorgenommen, abgesehen von ein paar Hochgeschwindigkeitsstrecken. Bei den Prokopf-Investitionen in die Bahn liegt Deutschland am unteren Ende. Nur Spanien und Frankreich geben noch weniger aus, Österreich dagegen liegt nach der Schweiz und Norwegen an der Spitze.

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