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Schwere Geschütze und Klagen gegen Glücksspiel-Mafia in Oberösterreich

Von Dietmar Mascher, 18. Dezember 2018, 00:04 Uhr
Schwere Geschütze und Klagen gegen Glücksspiel-Mafia in Oberösterreich
Das Automaten-Glücksspiel ist in Oberösterreich und vier anderen Bundesländern streng geregelt, im übrigen Bundesgebiet ist es verboten. Bild: dpa/Daniel Bockwoldt

LINZ. Legaler Anbieter Admiral klagt illegale Konkurrenz und will eigenes Image polieren.

Wer in Oberösterreich an einem Spielautomaten spielen will, muss sich dafür beim Betreiber registrieren lassen und darf maximal drei Stunden pro Tag spielen. Das sieht das restriktive oberösterreichische Glücksspielgesetz vor. Es soll verhindern, dass Menschen spielsüchtig werden und dass Spielsüchtige erst gar nicht an die Automaten dürfen. "Das ist ein gutes Gesetz, denn Glücksspiel ist nur dann sinnvoll, wenn es streng geregelt ist. In der Praxis gehen aber jene, die bei uns abgewiesen werden, zu den illegalen Anbietern", sagt Monika Racek, Vorsitzende der Novomatic-Gesellschaft Admiral, die neben zwei anderen Anbietern die Lizenz für Spielautomaten in Oberösterreich bis zum Jahr 2023 innehat und 363 Automaten betreibt.

Den illegalen Betreibern den Garaus zu machen, erweist sich allerdings als gar nicht einfach. 355 Automaten an 63 Standorten sind derzeit laut Experten-Recherche in Oberösterreich in Betrieb. Ein illegaler Automat wirft im Monat rund 10.000 Euro Umsatz steuerfrei ab.

Admiral hat 380 Anzeigen gegen illegale Betreiber eingebracht, klagt regelmäßig wegen unlauteren Wettbewerbs gegen die illegale Konkurrenz und gewinnt die Prozesse auch. Das begrüßt der für das Glücksspiel zuständige Landesrat Elmar Podgorschek (FP) grundsätzlich, räumt aber ein, dass eine Gesetzeslücke das konsequente Vorgehen der Behörden gegen die illegalen Betreiber vorerst noch erschwert. "Wir können zwar einen Betrieb zusperren. Aber am nächsten Tag sperrt dieser mit neuem Namen, neuem Geschäftsführer und neuen Geräten wieder auf", sagt Podgorschek. Daher sei es höchste Zeit, dass im Nationalrat eine Novelle zum Bundesgesetz beschlossen werde, damit das endgültige Schließen eines Standorts erleichtert wird. "Das Gesetz ist schon in der Pipeline. Ich gehe davon aus, dass das Anfang nächsten Jahres passiert", sagt Podgorschek.

Admiral, das seit 1991 Automaten betreibt, will nach Klagen von ehemaligen Kunden, die spielsüchtig wurden, sein Image glaubwürdig verbessern. "Wir überprüfen jeden Kunden auf Bonität und arbeiten daran, dass es auch biometrische Überprüfungen beim Automateneinstieg gibt. Es soll niemand spielen, der es sich nicht leisten kann oder schon einmal Probleme hatte", sagt Admiral-Vorstandschefin Racek.

Teil von Novomatic

Admiral gehört zum Novomatic-Konzern, der 1980 von Johann Graf in Niederösterreich gegründet worden ist, Automaten selbst produziert, aber auch betreibt, insgesamt 3300 Mitarbeiter beschäftigt und Tochterfirmen in 50 Ländern unterhält.

Die Gesellschaft ist für den Betrieb der Automaten und Sportcafés zuständig, in denen auch Sportwetten angeboten werden. In fünf Bundesländern ist das kleine Glücksspiel legal. Dort hat Admiral auch entsprechende Lizenzen. Admiral Österreich hat 1500 Mitarbeiter.

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16  Kommentare
16  Kommentare
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Flachmann (7.306 Kommentare)
am 19.12.2018 17:35

Ist da nicht das Eva`l sozial tätig?

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pepone (60.622 Kommentare)
am 18.12.2018 08:57

es ist einzig und alleine die Verantwortung der Politik die die regeln vorgeben SOLL .

Automaten sollten so gebaut werden dass es nicht mehr möglich ist mehr als für eine 2 euro münze zu spielen , statt geldscheine.

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tofu (6.986 Kommentare)
am 18.12.2018 08:33

Novomatic ist ein redlicher Komzern.

Ansonsten würde die ehemals schöne Eva nicht ihre Dienste anbieten

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rotkraut (4.043 Kommentare)
am 18.12.2018 11:23

Nachhaltig nicht vergessen, gell.

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tofu (6.986 Kommentare)
am 18.12.2018 13:40

Danke.
Dann auch noch menschlich.
Denn man spielt nur mit Novomatic-Herzen gut.

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jamei (25.531 Kommentare)
am 18.12.2018 13:43

Ist das nicht Gesund auch? - da kann man doch mit Kirschen / Weintrauben oder Zitronen gewinnen - oder? bin nicht vom Fach,
da müsste man herzeigbar fragen... grinsen

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tofu (6.986 Kommentare)
am 18.12.2018 14:10

😀😀😀
Herzeigbar erklärt uns dann auch warum Rabl dafür verantwortlich ist, dass Zitronen sauer sind.

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gamwol (1.255 Kommentare)
am 18.12.2018 15:15

SCHÖNE Eva, der is guad

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PinkyFloyd (1.240 Kommentare)
am 18.12.2018 07:31

Bei drei Srunden Beschränkung TÄGLICH kann man nicht süchtig werden? Welche Politiker sind so deppert und glauben das? Oder wurde diese Überzeugung gar...... (darf ich nicht schreiben)

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spoe (13.835 Kommentare)
am 18.12.2018 06:59

Welchem Umstand verdankt man diese dezente Werbeeinschaltung?

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alleswisser (18.463 Kommentare)
am 18.12.2018 03:17

Ach wie fürsorglich der Novomatic-Konzern doch ist und sich Sorgen um das Wohlergehen der Spielsüchtigen macht. Das ist sicherlich die Handschrift der Eva G.

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ohmolly (497 Kommentare)
am 18.12.2018 05:45

Eva G sagte ja nach der Wahlniederlage der Dumme geht arbeiten und wählt ....

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hochhaus (1.821 Kommentare)
am 18.12.2018 23:24

Nur hat nichteinmal der Dumme, geschweige denn der Gescheite, die Eva gewählt.

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( Kommentare)
am 18.12.2018 01:38

Glücksspiel-Mafia in Oberösterreich ja einer sitzt schon der Herr M.M Liebe grüße hehehe hat mir lokalverbot erteilt weil ich immer gewonnen habe.

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( Kommentare)
am 18.12.2018 03:59

War blos ein Missverständnis von dir. Der Automat soll Geld in die Kassen von Admiral spülen und nicht in Deine.

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max1 (11.582 Kommentare)
am 18.12.2018 05:17

Ob etwas legal ist oder illegal bestimmen die Lobbys sonst niemand.
Eine lästige Konkurrenz wegzuklagen ist ja in allen Branchen üblich.

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