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Lebensmittel: Kontrollen statt noch mehr Gütesiegeln

Von Josef Lehner, 11. März 2013, 00:05 Uhr
Lebensmittel: Kontrollen statt noch mehr Gütesiegeln
Berlakovich Bild: APA

LINZ. Minister sieht „Durchbruch“ in EU für Herkunftskennzeichnung.

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich sieht bei der Lebensmittelkontrolle den „Durchbruch“ zugunsten transparenter Angebote. Bei einer US-EU-Freihandelszone will er Gentechnikprodukte ausgespart wissen.

OÖN: Die Lebensmittelskandale zeigen, dass es eine starke EU-Behörde braucht, weil es um internationale Warenströme geht. Geschieht da jetzt etwas?
Berlakovich: Ja. Erstens muss kontrolliert werden, und dazu hat die EU einen koordinierten Prüfplan beschlossen, den die Länder nun umsetzen müssen. Zweiter wichtiger Schritt ist die Herkunftskennzeichnung, die nicht nur für Rohstoffe, sondern auch für verarbeitete Lebensmittel kommen wird. Das ist der Reisepass für Produkte, den ich verlangt habe. Da ist beim jüngsten EU-Ministerrat der Durchbruch gelungen. Deutschland hat sich ja lange gewehrt, und die Industrie hat jahrelang gebremst.

Betrug wie mit dem Pferdefleisch lässt sich aber auch damit nicht verhindern?
Wir erschweren ihn aber, weil wir die Herkunft von Produkten rückverfolgen können. Wir können den Betrügern das Handwerk legen. Außerdem erhalten die Konsumenten die Möglichkeit, bei Fertigprodukten auf heimische Herkunft der Inhaltsstoffe zu schauen. Das wollen ja viele.

Gesundheitsminister Stöger möchte ein staatliches Gütesiegel. Warum sind Sie dagegen?
Weil es bereits rund 100 Gütesiegel gibt, die alle viel Geld und Bürokratie erfordern. Eines mehr würde nicht mehr Sicherheit bringen. Ich forciere das AMA-Gütesiegel, weil das hat 100 Prozent Bekanntheitsgrad. 75 Prozent der Konsumenten sagen laut Market-Umfrage, dass sie kein neues Siegel brauchen. Wir können ja die Wünsche des Gesundheitsministers, die in Richtung Tierschutz-Gütesiegel, GVO-Freiheit oder Nachhaltigkeit gehen, beim AMA-Siegel berücksichtigen. Die GVO-Freiheit haben wir beim AMA-Siegel schon für Milch, Eier, Geflügel.

USA und EU wollen über eine Freihandelszone reden. Öffnet das den Import von gentechnisch veränderten Produkten?
Eine Freihandelszone ist grundsätzlich positiv. Dabei darf aber unsere hochwertige, gentechnikfreie Landwirtschaft nicht unter die Räder kommen. In den Verhandlungen muss der Agrarsektor ausgeklammert werden, oder es gibt Gentechnik-Auflagen.

Sie haben eine Aktion für den ländlichen Raum gestartet und vergangene Woche präsentiert. Wollen Sie vorpreschen, damit nicht andere Gruppen die EU-Fördertöpfe anknabbern?
Wir haben einen Strategiedialog für den ländlichen Raum gestartet, in dem wir in einem offenen Prozess die Meinungen aller Akteure einholen wollen. Es tagen schon 20 Arbeitsgruppen. Vorerst bin ich froh, dass es gelungen ist, bei der EU die vier Milliarden Euro für die ländliche Entwicklung von 2014 bis 2020 zu sichern. Das ist nur ein Minus von 2,8 Prozent. Die Bayern verlieren 20. Die EU hatte mit Kürzungen bis zu 50 Prozent gedroht. Da sieht man, dass wir uns auf die Verhandlungen gut vorbereitet hatten. Außerdem gibt es die Zusage von Bundeskanzler Faymann, dass Österreich in derselben Höhe kofinanzieren wird.

In SPÖ und Arbeiterkammer gibt es Stimmen, die das Geld für alle Menschen einfordern, die am Land leben?
Wir kennen diese Meinungen. Man darf das Programm für ländliche Entwicklung nicht überfordern. Es ist keine Wundertüte, aus der alles und jedes bezahlt wird. Es ist ein Programm für die Bauern, in dem aber auch mit den anderen Sektoren, Gewerbe, Tourismus, Industrie, zusammengearbeitet wird, um Arbeit und Wohlstand zu schaffen.

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15  Kommentare
15  Kommentare
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thor42 (1.500 Kommentare)
am 11.03.2013 15:42

exemplarische Strafen der Übertäter. Mit den üblichen Sanktionen können die Täter ohneweiters ruhig schlafen. Es sei denn, der Übeltäter befindet sich im Ort, der wird natürlich bestraft, die multinationalen Konzerne lachen nur.

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pepone (60.622 Kommentare)
am 11.03.2013 17:46

ja klaro ..
aber nicht mit geldstrafen denn diese werden wiederum auf die produkte die die konsumenten kaufen geschlagen .
es müsste so streng gehandhabt werden wie gegenstrom geschrieben hat ... ENTZIEHUNG DER LIZENZ BZW: KONZESSION !

ABER WER VON DEN POLITIKER TRAUT SICH SOWAS ?
wer hat so viel eier ? zwinkern

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coralreef (86 Kommentare)
am 11.03.2013 10:53

kann mir nicht helfen, aber für mich hat dieser Mann so ein typisches Politikerunehrlichengesicht!

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Ameise (45.683 Kommentare)
am 11.03.2013 10:27

und die EU hat keinerlei Interesse an Qualität...

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mitreden (28.669 Kommentare)
am 11.03.2013 10:06

die gütesiegel werden schon inflationär vergeben.
echte kontrollen bei den transporten wären wichtiger, genau so wie z.b einfärbung von gammelfleisch, aber anscheinend will das nicht einmal die politik.

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milli34 (3.636 Kommentare)
am 11.03.2013 08:48

ernähren kann man sich immer aber man soll halt auch selber kochen,aber das erlaubt ja die frauenministerin nicht mehr grinsen

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( Kommentare)
am 11.03.2013 08:34

ja ja und in holland wird das ama guetesiegel schon direkt an ort und stelle aufgedruckt! super 100% oesterreichisches fleisch?

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zappo1410 (18.016 Kommentare)
am 11.03.2013 08:31

herr minister !

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Gugelbua (32.056 Kommentare)
am 11.03.2013 08:24

die Kontrollen durchführen? Und wer bitte kontrolliert die Kontrolleure?
Und bitte, wer bezahlt daß ? der Konsument?

In Vorwahlzeiten kommt immer viel Humbug aufs Tablett. So ein Ministerchen wie Berlakovich findet doch bei den globalen Konzernen kein gehör.
Ich würde vorschlagen mittels Webcam kann jeder Konsument zu jeder Zeit zuschauen was so in den Nahrungsmittel Konzernen produziert wird. Ob sich der eine oder andere auch die Hände wäscht.

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Brido (1.912 Kommentare)
am 11.03.2013 07:14

wären billiger

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max1 (11.582 Kommentare)
am 11.03.2013 07:12

43% aller Sojafelder weltweit sind mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellt. Auch dieses Soja kommt als Tierfutter nach Österreich.
Ist das der Grund das auch schon Minister verblöden?
>Apache: Hoffentlich gehst du nicht wählen!

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gegenstrom (16.154 Kommentare)
am 11.03.2013 07:06

Das sind doch alles Märchen und leere Versprechen, dass es bei öfteren Kontrollen besser werden würde.

Die Kontrolllore werden bestochen und die Konzerne (das sind ja die Betrüger) viel zu wenig bestraft, wenn etwas offenbar wird.
Wie wäre es wenn man einem Konzern der betrogen hat, sofort die Konzession entzieht? Aber das machen die Gesetzgeber nicht, weil sie ja auch bestochen werden und bestechlich sind!

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.03.2013 01:48

Das artet alles in zu viel Arbeit aus und dort wo sie gemacht werden, dort arten sie in Schikanen aus.

Am End gibts Planwirtschaft und leere Regale wie in der DDR.

Die haben keinen Durchblick, die Staatswurschtln! Sie können ja sonst nicht als §§§§§§§§§§§§§§§§§§§.

Die Arbeit tun die anderen. Schelsky.

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( Kommentare)
am 11.03.2013 00:20

kaputt gefördert ... und dann sollen genau die kaputtmacher DAS kontrollieren??? fällt da wem was auf?

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( Kommentare)
am 11.03.2013 00:40

ein problem!

die globalität hat uns bisher meist nur mistprodukte beschert ...
sowas gehört ja unbedingt gefördert?

wer sich von der werbung, gütesiegeln und preisen total einlullen lässt, soll halt das zeugs fressen, aber "gesunden" wird daran auf dauer kein konsument ... in jedweder hinsicht!

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