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Wirtschaft

China und Indien haben den größten Energiehunger

10. November 2010 00:04 Uhr

Öl, Erdöl

BERLIN. Der weltweite Energiebedarf wird bis zum Jahr 2035 stark steigen – vor allem wegen des schier unstillbaren Energiehungers in den Schwellenländern Asiens. Das ist die Kernbotschaft des „World Energy Outlook 2010“ der Weltenergieagentur IEA.

Demnach steigt der weltweite Primärenergieverbrauch zwischen 2008 und 2035 um 36 Prozent auf 16.700 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (MtRÖE). Allerdings nur dann, wenn die in den vergangenen Wochen und Monaten angekündigten Maßnahmen zur Energieeffizienz von den Regierungen auch umgesetzt werden.

Wird hingegen die aktuelle Energiepolitik unverändert fortgesetzt, droht ein Anstieg auf 18.000 MtRÖE, warnt die Weltenergieagentur IEA im gestern veröffentlichten Bericht.

Wenn hingegen das Ziel, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen, verfolgt werde, steige der Energieverbrauch auf 14.900 MtRÖE. 93 Prozent des Anstiegs bis 2035 entfallen laut IEA auf die Schwellen- und Entwicklungsländer.

Getrieben wird der Energieverbrauch vor allem vom Energiehunger Chinas und Indiens. Alleine der Energiebedarf der 1,3 Milliarden Chinesen wird laut IEA bis zum Jahr 2035 um 75 Prozent steigen.

Indien: Verdoppelung

Und Indien wird demnach in 25 Jahren doppelt so viel Strom und Wärme verbrauchen wie heute.

Verantwortlich dafür sei der enorme Nachholbedarf: „Die Chinesen verbrauchen pro Person nur ein Drittel so viel Energie wie die Einwohner der Industriestaaten“, heißt es in dem Bericht.

Ölnachfrage steigt stark

Die Ölnachfrage wird sich laut dem Bericht in einem Vierteljahrhundert bei rund 99 Millionen Barrel (je 159 Liter) einpendeln – um 15 Millionen Barrel pro Tag mehr als heute.

Die klassische Rohölförderung werde den bereits 2006 erreichten Höhepunkt von 70 Millionen Barrel am Tag wohl nicht mehr überschreiten, schreibt die Energieagentur.

Eine wachsende Bedeutung werde daher künftig der Ausbeutung von Ölsand und Ölschiefer zukommen. Dieses so genannte „unkonventionelle Erdöl“ sei zwar reichlich vorhanden, aber sehr teuer.

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