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Bitcoin: Das geheimnisvolle Geschäft mit der virtuellen Währung

Von Alexander Zens, 11. Februar 2017, 00:05 Uhr
Bitcoin
Die virtuelle Währung Bitcoin Bild: Reuters

LINZ/WIEN. Derzeit ist sie mehr Spekulationsobjekt als Zahlungsmittel – Erste "Filiale" in Wien eröffnet.

Die virtuelle Währung Bitcoin ist ein globales Phänomen, für viele Bürger geheimnisvoll und bei Konsumentenschützern und Aufsichtsbehörden umstritten. Auch in Österreich greift Bitcoin langsam um sich: Gestern, Freitag, wurde in Wien das erste Bitcoin-Geschäft mit Info-Zentrum und Bankomat eröffnet ("Bit-Trust-Store").

Erst wenige Betriebe akzeptieren Bitcoin als Zahlungsmittel. Laut offizieller Statistik sind es 43 in Wien und zehn in Oberösterreich, etwa die Bäckerei Wahlmüller in Obernberg am Inn und die Linzer Immobilienfirma GMK. Beide berichten aber, dass bisher noch kein Kunde damit gezahlt habe. Hier werde Pionierarbeit geleistet, sagt der Unternehmer Johannes Grill, Präsident des Vereins Bitcoin Österreich.

Kursabsturz wegen China

Die virtuelle Währung ist weltweit ein Spekulationsobjekt. Nach einem steilen Anstieg stürzte der Bitcoin-Kurs Anfang Jänner in einer Woche um ein Drittel ab. Diesen Donnerstag verlor Bitcoin in wenigen Stunden knapp 100 Euro an Wert. Grund war die Ankündigung der chinesischen Staatsführung, Bitcoin streng regulieren zu wollen. Investoren schreckte das ab.

Das Prinzip von Bitcoin ist, dass Banken als Abwickler von Überweisungen ausgeschaltet werden und Notenbanken nicht mit Geldpolitik steuernd eingreifen können. Entstanden ist die virtuelle Währung 2009. Wer der Erfinder ist, ist noch nicht restlos geklärt. Heute steht die "Bitcoin Foundation" dahinter. Der Bitcoin-Markt ist derzeit rund 16 Milliarden US-Dollar schwer.

Es sei gut, dass sich das System entwickelt habe, weil es zeige, was in diesem Bereich möglich sei, sagt Jürgen Fuß, Professor an der FH Hagenberg: "Man kann Bitcoin aber auch kritisch sehen, weil sich die Währung weitgehend staatlicher Aufsicht und Steuerung entzieht."

Grill sagt hingegen, dass Bitcoin im Gegensatz zu "Staatsgeld" völlig frei von willkürlichen Einflüssen sei. Es kann maximal 21 Millionen Bitcoins geben. Dieses Mengenlimit, kombiniert mit "absoluter Transparenz des Regelwerks", mache Bitcoin besonders für Leute in Ländern attraktiv, deren Geld- und Bankensystem nicht funktioniere oder die unter hoher Inflation leiden. Grill warnt aber auch Kleinanleger: "Bitcoin ist ein Hochrisiko-Investment." Man sollte es grundsätzlich verstanden haben, bevor man größere Beträge investiere.

"Mit Bitcoin kann man von überall auf der Welt, rasch und ohne dritte Partei oder Bank Transaktionen tätigen", sagt Magdalena Isbrandt, Chefin eines deutschen Beratungsunternehmens und des Bitcoin-Stores in Wien. Man wolle Bitcoin in die "reale Welt" bringen und die Bürger, die sich darunter wenig vorstellen können, informieren.

In den USA und Asien ist Bitcoin als Zahlungsmittel schon üblicher als in Europa. Umstritten bleibt, ob Bitcoin mit seinen anonymen Transaktionen kriminelle Handlungen begünstigt oder erschwert.

 

Bitcoin - Euro Chart (PDF):

Download zum Artikel

Kurs Bitcoin

PDF-Datei vom 10.02.2017 (1.388,67 KB)

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So funktioniert Bitcoin

Bitcoins kann man bei Handelsplattformen im Internet erwerben (mit Kreditkarte oder einem Bon, den es in 3000 stationären Geschäften in Österreich, v. a. Trafiken, zu kaufen gibt). Der Nutzer bekommt eine Nummer, die seine Bitcoin-Adresse ist. Man braucht die entsprechende Software. Bitcoins werden in komplexen Rechen-Prozessen erzeugt. Das System nutzt die „Blockchain“-Technologie. Es ist eine globale dezentrale Datenbank, in der die virtuellen Finanzströme abgewickelt und aufgezeichnet werden. Keine Einzelperson hat Kontrolle über das Netzwerk. Alle Transaktionen werden in einem Protokoll gespeichert. Darum kümmern sich „Miner“, die dafür Gebühren kassieren. Jeder kann ein Miner werden. Das ist aber aufwendig. Firmen haben sich hier spezialisiert.

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41  Kommentare
41  Kommentare
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blasner (1.987 Kommentare)
am 12.02.2017 20:18

die erste bitcoinbank ist gerader erst in wien eröffnet worden:

https://bitcoin-austria.at/de

onlinebanking: https://www.bitcoin.de/de

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jamei (25.456 Kommentare)
am 12.02.2017 10:00

Ich versteh das leider nicht :-/ - wer kann mir helfen?

Der Artikel leider nicht traurig

Was bekomme ich für einen Bitcoin > Umrechnungskurs?

Der Bitcoin-Markt ist derzeit rund 16 Milliarden US-Dollar schwer. > Es kann maximal 21 Millionen Bitcoins geben. WIESO?

Nach dem es einen Bäcker gibt > was kostet eine Semmel oder 1l Milch in Bitcoin?

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jamei (25.456 Kommentare)
am 12.02.2017 10:12

Jetzt habe ich einen Bitcoin Um-Rechner gefunden:

http://de.coinmill.com/BTC_EUR.html#BTC=1

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Discostew (1.042 Kommentare)
am 11.02.2017 18:59

Also ich bin ja kein Eggsberte. Ich bin nicht mal bereit mich mit digitalen Kaurimuscheln auseinanderzusetzen.

Aber: wenn das nicht alle Zutaten für eine ordentliche Blase hat weis ichs auch nicht.

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 22:09

Spielen ist keine Kunst, aber aufhören.

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Superheld (13.112 Kommentare)
am 12.02.2017 08:31

Der wahre Künstler ist jener, der die Spielregeln vorgibt.

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prinz_von_linz (4.794 Kommentare)
am 12.02.2017 09:26

Immer diese Seitenhiebe gegen die Onlineredaktion grinsen zwinkern

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kritiker999 (203 Kommentare)
am 11.02.2017 18:43

"So funktioniert Bitcoin". Ich verstehe es nicht. Kann es bitte wer so erklären, dass man sich auskennt?

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Superheld (13.112 Kommentare)
am 12.02.2017 08:35

Beschränkte Grundgesamtheit der Währung, wo sich der Wert aus Angebot und Nachfrage einstellt.

Ein Hype verursacht massive Kurssteigerungen, ein kleines Nachlassen der Nachfrage sogleich einen Sturz.

Eine geniale Erfindung, welche die Gründer stinkreich gemacht hat. In den erste Jahren gab es vorhersehbar hohe Kursanstiege, Schneeballeffekt, Pyramidenspiel.

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 11.02.2017 15:30

Anonym im Net bezahlen, das ist es, sonst nichts.
Man bekommt damit alles.

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 22:10

Im darknet auch?

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 11.02.2017 23:11

Keine Ahnung, das kenne ich nicht.
Das Prinzip ist aber sehr einfach. Du bezahlst ein paar € und bekommst eine Nummer zum Weitergeben und das wars.

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 23:21

Es war einmal schwierig bitcoins zu kaufen, das war mal eklusiv,
gibt es jetzt mehr davon?
Ah, wenns eh nur Zahlen sind, davon gibt es unendlich viele...

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 11.02.2017 23:29

Ein Versuch wars mir wert, ich bekam die Nr. an einer Tankstelle .. grinsen)

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 23:42

Gratuliere zur Beute. Jetzt noch die Fantasie auswachsen lassen, was man sich damit alles besorgen kann zwinkern

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Superheld (13.112 Kommentare)
am 12.02.2017 08:37

Es gibt immer die gleiche Anzahl, ums gleiche Geld bekommt man halt nur mehr kleinste Einheiten davon.

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watergate2000 (1.462 Kommentare)
am 12.02.2017 06:20

Ja gerade dort!

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trollpower (784 Kommentare)
am 11.02.2017 14:40

Bitcoin ist kein Geschaeft.

Das "Geschaeft" mit Bitcoin ist nur Spekulation.

Bitcoin moechte ein Zahlungsmittel werden.
Das wird aber nicht funktionieren weil die Bitcoinmenge beschraenkt
ist und nicht mit der Wirtschaft mitwachsen kann.

Bitcoin ist ein schoenes Spielzueg fuer uns Techniker,
sonst nix.

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meisteral (11.451 Kommentare)
am 12.02.2017 20:42

Blödsinn, darauf beruht ja das System. Ein endlicher Betrag, dessen Wert der Einheit gänzlich durch die Nachfrage bestimmt wird. Kein EZB-Geld, das nach Belieben gedruckt werden kann!

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herzmensch (873 Kommentare)
am 11.02.2017 14:19

Alternative Finanzsysteme wie Bitcoins mindern die Macht der EZB, der Weltbank und von Goldmann Sachs, was eigentlich gut wäre, wenn es nicht eine neue gänzlich unkontrollierbare Macht, wie etwa die der Bitcoingruppe, wäre.

Im Prinzip lässt die Erfindung der Bitcoins ahnen, was alles in Zukunft noch virtuell möglich sein wird. Wenn die Politik keine Regulierungen und Grenzen setzt, wird die Demokratie geschwächt.

Es steht außer Zweifel, dass mit Bitcoins kriminelle Machenschaften und illegale Finanztransaktionen einfacher durchgeführt werden können, dabei sind die seltsamen Versickerungswege der normalen Geldflüsse bereits kaum nachweisbar.

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( Kommentare)
am 11.02.2017 12:25

Soll man das verstehen (können)? - Wohl eher nicht!

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herzmensch (873 Kommentare)
am 11.02.2017 14:21

Es sind nur "erfundene" Kaurimuscheln, Tauschobjekte, von denen man "glauben" muss, wie viel Wert sie besitzen.

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NichtBlind (1.886 Kommentare)
am 11.02.2017 15:30

"Tauschobjekte"

Was glauben Sie was Geld ist, Geld ist auch nur ein Tauschmittel?

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 23:48

Geld?.... ist viel mehr, Sorglosigkeit, Macht, Sicherheit, Druck- und Lockmittel, ein Grund zum Töten, zu Neid und Gier, und für große Ungleichheiten unter den Menschen.

Nur das letzte Hemd eines jeden ist wieder gleich... gerecht...

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Istehwurst (13.376 Kommentare)
am 11.02.2017 11:30

Bald, oder vielleicht später, werden wir wieder von "armen" Menschen lesen, welche viel Gekd verloren haben und voll frustriert sind ob der vielen Gauner weltweit!
Darum schon heute : Hahahahahahahahahahahaha ihr Trotteln !

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.02.2017 12:27

Solang die Leute mit dieser Währung nur einkaufen und sonst nichts kann nicht allzuviel Schaden entstehen.

Denn mit jeder Transaktion erhalten sie einen Waren-Gegenwert. Das Lager der Kaufleute muss ohnedies, für die Finanz, in der Landeswährung auf dem Konto mit der einheimischen Währung geführt werden.

Die BitCoins sind ungeeignet für Spar- und "Investitions"zwecke, also für den Kapitalismus. Da darf sich halt niemand verführen lassen.

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( Kommentare)
am 11.02.2017 11:22

Es gibt halt Leute,
denen reicht der ganz normale Währungsbetrug
noch immer nicht.

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lawandorder (1.001 Kommentare)
am 11.02.2017 10:43

Öffnet der Geldwäscherei Tür und Tor...........

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.02.2017 12:20

Das mit der Geldwäscherei stimmt freilich.

Allerdings ist das staatliche Geldsystem auch nur ein Galgen, der die Bürger völlig und heuchlerisch von der Demokratie wegzerrt und an die Nationalbanken hängt.

Die Reichen ebenso wie die Armen. Allerdings hat der Sozialstaat den Armen 30 Jahre lang ein auskömmliches Leben ermöglicht und ihnen damit das Maul verstopft für den Protest gegen die wirklichen Schmarotzer.

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.02.2017 10:03

Und ich habe schon gehofft, dass diese Währung nicht für Investitionen verwendbar ist, also für den Kapitalismus.

Nur für den ganz gewöhnlichen Handel, für die Marktwirtschaft.

Aber sobald solche Gauner daran beteiligt sind, ist der Teufel mit dabei.

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( Kommentare)
am 11.02.2017 12:24

Du sprichst wirr, mein Freund!

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.02.2017 13:37

Das kommt dir nur so vor, weil du nicht damit gerechnet hast, mein Feind grinsen

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herzmensch (873 Kommentare)
am 11.02.2017 14:23

Ach, mit bitcoins wird schon seit Jahren spekuliert, fast ausschließlich sogar.

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jago (57.723 Kommentare)
am 13.02.2017 00:13

Das kann nicht sein, denn ich habe nicht spekuliert grinsen

Im Ernst: ich gehe davon aus, dass die Leute, die die Freistaatler mit allen gesetzlichen Möglichkeiten bekämpfen, selber fleißig auch mit Bitcoins spekulieren.

Diesen Wahnsinn traue ich den Etatisten ohne Wimpernzucken zu.

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Einheizer (5.397 Kommentare)
am 11.02.2017 09:38

So weit kommt es wenn die Politik die Kontrolle über die "Wirtschaft" verliert, sich zum Vollzugsorgan der Finanzkonzerne degradieren lässt.
Demokratie ist in der (Finanz)Wirtschaft unerwünscht, es lebe die Diktatur des Geldes !
Die wahren Machtzentren auf diesem Globus : Wallstreet, City of London, Frankfurt, Hongkong.

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mitreden (28.669 Kommentare)
am 11.02.2017 09:27

da bleib ich lieber beim echten, guten alten schilling.... grinsen

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( Kommentare)
am 11.02.2017 12:26

Und was machen sie damit?
Bei ser Nationalbank in Euro tauschen, oder was?

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gegenstrom (16.154 Kommentare)
am 11.02.2017 08:37

Ja das Pyramidenspiel hätte eine neue Facette - spekulieren ohne reale Werte, darauf ist die kapitalistische Welt aus und vergisst dabei völlig die Normalsterblichen, die sich der Diktatur der Kapitalisten ergeben müssen.
Mit der Loslösung des Geldes von der Golddeckung hat man den ersten Schritt dazu gemacht.

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herzmensch (873 Kommentare)
am 11.02.2017 14:26

... hat eine erste neue Facette, wahrscheinliche sind Nachahmermodelle, gegen das kann sich keine Regierung der Welt wehren. Die Macht fließt immer mehr weg von der Politik.

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Selten (13.716 Kommentare)
am 11.02.2017 08:09

Jedenfalls könnte Bitcoin bei entsprechender Verbreitung die Aktionen der EZB erschweren und die zwangsweise Verteilung privater Werte durch die öffentliche Hand – in letzter Konsequenz würde es damit aber auch den Sozialstaat zerstören und einer anonymen Miner-Meute zu viel unkontrollierbarer Macht verhelfen.

So weit kommt es, wenn die Politik dermaßen unverantwortlich agiert wie in den letzten Jahrzehnten.

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sholey (1.360 Kommentare)
am 11.02.2017 23:23

Dem kann ich teilweise etwas abgewinnen.

Vermutlich ist es nicht gescheit, dem freien Markt aber auch alles zu überlassen.

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