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Basketball: Wels riss das 113. Derby spät an sich

Von Alexander Zambarloukos, 01. April 2024, 21:35 Uhr
950 Fans verwandelten die Raiffeisen-Arena in Wels in einen Hexenkessel. Am Ende siegten die Flyers. Bild: BSL/Pictorial/U. Winter

Die Flyers drehten nach einem kapitalen Fehlstart im Finish mächtig auf und zwangen die enttäuschten Swans aus Gmunden vor 950 Besuchern mit 81:80 in die Knie

Die Raiffeisen Flyers Wels haben sich für ein imposantes Finish belohnt und das 113. Oberösterreich-Derby gegen den amtierenden Basketballmeister OCS Swans Gmunden vor 950 Besuchern knapp mit 81:80 (44:50) für sich entschieden. In der Ewigen Bilanz führen die "Korbjäger" vom Traunsee, für die 30 Punkte von Kapitän und Topscorer Daniel Friedrich zu wenig waren, "nur" noch mit 81:32-Siegen.

62 Minuten Verzögerung: Wer die Abwesenheit zweier Referees für einen schlechten Aprilscherz hielt, dem sei versichert, dass sie im Osterreiseverkehr – aus Graz kommend – auf der Pyhrn-Autobahn im Stau gesteckt sind. Trotzdem wirft so ein verspäteter Spielbeginn natürlich den Rhythmus der Matchvorbereitung der beiden Lokalrivalen über den Haufen.

"Wir sind noch zu instabil"

"Wir haben es erst spät erfahren und waren schon um 15.30 Uhr hier – also letztlich drei Stunden vorher", berichtete Harald Stelzer, der Finanzvorstand der Gäste aus Gmunden. Als es dann doch losging, waren die Swans, bei denen sich Toni Blazan nach seiner Erkrankung fit meldete, hellwach.

Nach fünf Minuten führten sie 19:4, Wels (ohne Youngster Dejan Kovacevic) geriet früh in Foulprobleme. Kein Grund, die Nerven wegzuschmeißen. Es braucht eine gewisse Coolness, wenngleich auf den Schultern beider Teams nach den jüngsten Niederlagen eine ordentliche Portion Druck lastete. Immerhin steht das Play-off-Heimrecht auf dem Spiel. "Am Samstag gegen Traiskirchen (61:72, Anm.) haben wir unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Wir sind noch zu instabil", sagte Stelzer.

Eine Reaktion war gefordert – und die kam. Zur Pause führte Gmunden 50:44, nach dem dritten Viertel 66:59. "Uns war klar, dass wir physisch und mental absolut bereit sein müssen, über 40 Minuten aggressiv zu spielen", betonte Friedrich. 40 waren nicht drinnen, nach rund 33 schwanden die Kräfte. Wels blies mit viel Energie zur Aufholjagd, drehte den Spieß um. und fand nach den glücklosen Auftritten in Traiskirchen und Klosterneuburg auf die Siegerstraße zurück. Erst in der 35. Minute brachte Arvydas Gydra die Messestädter mit einem Dreier erstmals in Führung (72:71) und blieb bis zum Schluss auf dem Fahrersitz.

Der Kampf um das Heimrecht spitzt sich zu

"Ein Derby in diesem Hexenkessel ist ein echtes Highlight. Unsere Fans sind wirklich großartig", sagte Gavrilo Tepic. Ohrenbetäubender Lärm, Trommelwirbel, eine Tombola für den guten Zweck (Krebshilfe), hohe Intensität, aber nie über das Ziel hinausschießend – die Flyers haben eine echte Party aufgezogen, zu der aus ihrer Sicht sogar das Resultat passte. Wels-Coach Sebastian Waser, der zum feinen Anzug rote Socken (passend zu den Klubfarben) übergestreift hatte, sprach von einer "Extra-Brisanz durch die Tabellenkonstellation".

Zwei Runden vor Ende der regular season sind Gmunden (3.), Wels (4.) und Graz (5.) mit jeweils 24 Punkten gleichauf. Sie alle haben ein Ziel: zumindest Platz vier und Viertelfinal-Heimvorteil.

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Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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1  Kommentar
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Fisch101 (236 Kommentare)
am 02.04.2024 12:13

das ist Sport: ein Derby um die Top-Tabellenplätze, spannend bis zur letzten Sekunde, keine Randale trotz enger Halle und klasse Stimmung, Sportler, die bis zum letzten kämpfen. Im Vergleich dazu der Fussball, da werde nach 90-100 min 1:0 oder 0:0 Ergebnisse geliefert und dabei randalieren regelmäßig Zuschauer, dass man die Lust am Ereignis verlieren kann.

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