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Pariser Hexenkessel: Ofners Gegner hätte disqualifiziert werden müssen

Von Alexander Zambarloukos, 27. Mai 2024, 00:15 Uhr
TENNIS-ATP-SUI
Sebastian Ofner Bild: AFP/Fabrice Coffrini

Tennis: Österreichs Nummer 1 besiegte den französischen Rüpel Terence Atmane nach 0:2-Satzrückstand

Was für ein Spiel auf Court 12 der schmucken Anlage in Roland Garros, wo in den Pariser Nachtstunden Davis-Cup-Atmosphäre herrschte. Der Platz war bis auf den letzten Platz gefüllt, nahezu jeder wollte den französischen "Tennis-Rüpel" Terence Atmane, die Nummer 120 der Welt, siegen sehen. Und zwar gegen Österreichs Topspieler Sebastian Ofner, für den nicht nur der Matchverlauf, sondern auch die aufgeheizte Atmosphäre zur mentalen Herkulesaufgabe wurden. In so einem Hexenkessel musst du erst einmal die Nerven bewahren.

Ofner tat das vor den Augen seiner Eltern, obwohl das dem 28-Jährigen nicht leicht fiel. Der Weltranglisten-45. aus Bruck an der Mur war bereits mit 0:2-Sätzen zurückgelegen und auch im dritten Durchgang beim Score von 2:4 mit dem Rücken zur Wand gestanden.

Doch dann drehte der Favorit auf und verwandelte um exakt 23.57 Uhr seinen ersten Matchball zum 3:6, 4:6, 7:6 (2), 6:2, 7:5-Sieg. Die Spieldauer? 3:35 Stunden.

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"Es gibt Regeln"

Dabei hätte die Angelegenheit deutlich schneller vorbei sein müssen. Und das lag am Atmanes nicht zu zügelndem Temperament. Beim Stand von 1:4 im vierten Satz hatte der 22-Jährige aus Frust den Ball auf die Tribüne gedroschen und eine Frau getroffen. Die logische Folge wäre die sofortige Disqualifikation gewesen. War aber nicht so. Nennt man das Heimvorteil?

"Der (Ball, Anm.) war mit 250 km/h kerzengerade ins Publikum. Bei den Challengern bekommst du für Lächerlichkeiten 10.000, 15.000 Euro Geldstrafe", berichtete Ofner im Servus-TV-Interview: "Jetzt sind wir bei einem Grand Slam, so etwas ist schwierig für mich zu verstehen. Es gibt Regeln, aber anscheinend kann man hier machen, was man will. Ich war schon verärgert. Wenn man so eine Aktion liefert, muss man betraft werden." Deutliche Worte. Atmane hat sich übrigens für seine Entgleisung nicht einmal entschuldigt.

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"Die Stimmung war mega"

Und wie war die Partie? "Ich weiß grad selber nicht, wie ich das Match gewonnen habe. Zweieinhalb Sätze hab ich vielleicht mein schlechtestes Tennis in diesem Jahr gespielt. Dann war ich aber drinnen, da hab ich nur noch an das Fighten gedacht", sagte Ofner, der 2023 aus der Qualifikation das Achtelfinale erreicht hatte: "Es sind viele Punkte zu verteidigen. Ich hab mir Druck gemacht, war am Anfang nervös. Am Ende war es eines meiner größten Matches, die ich noch gedreht habe."

Der Eindruck der Kulisse war enorm: "Die Stimmung war mega, ich muss sagen, dass war richtig fair. Ich habe das aufgesaugt, auch wenn es für ihn war. Ich wollte zeigen, ich bin noch da, ihr seht mich hier noch länger. Jetzt bin ich megahappy." Aber auch erschöpft.

Jetzt gilt es, sich zu erholen und auf die nächste Aufgabe einzustimmen. Voraussichtlich am Mittwoch wird der Sieger des Duells Sebastian Baez (Arg) gegen Gustavo Heide (Bra) auf Ofner zukommen. Baez ist kein Geringerer als die Nummer 20 der Welt und der amtierende Kitzbühel-Sieger, der 2023 im Endspiel Dominic Thiem geschlagen hat. 

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos

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