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Auf Matschiner warten viele offene Fragen

30. März 2009 00:04 Uhr

Bisher fand der Laakirchner Doping-Vorwürfe lachhaft.

Morgen soll Stefan Matschiner von seiner Dienstreise aus Florida zurückkehren. Der Laakirchner Sportmanager sah sich in den letzten Tagen (wieder einmal) Doping-Vorwürfen konfrontiert. „Ich werde mit den zuständigen Behörden sprechen“, kündigte Matschiner – für den die Unschuldsvermutung gilt – an. Die OÖN haben für die Ermittler bereits eine umfassende Fragenliste vorbereitet.

Was hat es mit dem Doping-Kalender auf sich? Die Triathletin Lisa Hütthaler belastete den ehemaligen Mittelstreckenläufer im Interview mit dem „Kurier“ nicht nur mit Aussagen schwer, zwei Tage später legte sie auch Beweisstücke vor, die Matschiner noch mehr in die Enge treiben könnten. In einem für sie von Matschiner angefertigten Doping-Kalender sind Substanzen eingezeichnet, die Hütthaler zu nehmen hätte. Sollte das laut Matschiner nur eine Erfindung sein, könnte eine einfache Handschrift-Prüfung wohl schnell Aufschluss geben.

Warum kommen Athleten aus der ganzen Welt ins Salzkammergut? Auffallend oft fanden sich in der Vergangenheit Spitzensportler, die sich eigentlich gar nicht auf dessen offizieller Betreuungsliste befanden, bei Matschiner ein. Die Trainingsbedingungen, die in dieser Gegend nicht wirklich gegeben sind, dürften es nicht sein. Hütthaler lieferte in ihren Aussagen eine andere Erklärung. Sie sprach von einer Blutzentrifuge in einem Haus in Steyrermühl, wo ihr Matschiner Blut abzapfte und später wieder zuführte.

Fragezeichen wirft auch die Aussage einer der OÖN bekannten Person auf. Er traf Matschiner mit der bulgarischen Leichtathletin Ivet Lalova in einem Gasthaus in Gmunden. Auf die Frage, ob er für eine Lokalzeitung ein Foto mit der sechstschnellsten 100-Meter-Läuferin aller Zeiten haben könne, soll der Manager geantwortet haben: „Lieber nicht, denn wir haben der WADA einen anderen Aufenthaltsort angegeben.“ Einen ähnlichen Schmäh wandte auch ein anderer Schützling Matschiners schon einmal an. Radsportler Michael Rasmussen gab in der Vorbereitung zur Tour de France 2007 ein Trainingslager in Mexiko an, das jedoch nie stattfand. War er stattdessen in Laakirchen? Rasmussen wurde später als Führender von der Tour ausgeschlossen.

Warum schweigt sein engeres Umfeld? Gernot Winterauer, ein Laufkollege Matschiners aus Obertraun, ist in dessen Management-Firma, wo übrigens die Homepage seit kurzem nicht mehr funktioniert, für die sportliche Betreuung zuständig. Was das genau ist, wollte er auf OÖN-Anfrage nicht mitteilen.

Wie war das mit den EPO-Präparaten im Kühlschrank? Zu eidesstaatlichen Vorwürfen eines ehemaligen Sportlers, der im Leistungszentrum Südstadt EPO-Präparate in Matschiners Zimmerkühlschrank fand, reagierte der Laakirchner bisher nur unzureichend.

Was ist mit dem weiteren Kronzeugen? Weiteren Zündstoff liefern auch die Aussagen von Michael Dimmel, dem Ex-Freund von Lisa Hütthaler. Er bestätigte in der Tiroler Tageszeitung die Rolle von Matschiner als Doping-Lieferanten.

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