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"Nieder mit der FPÖ": Schülerproteste nach Eklat um Waldhäusl

Von nachrichten.at/apa, 06. Februar 2023, 14:38 Uhr
AKTION SJ WIEN, AKS WIEN "WIEN BLEIBT WIEN! SCHLUSS MIT RASSISMUS!?
SJ und AKS protestierten in Wien Bild: ROLAND SCHLAGER (APA)

WIEN. Mit einer Fotoaktion vor der FPÖ-Zentrale in Wien haben Jugendliche am Montag gegen die Aussage des niederösterreichischen FPÖ-Landesrats Gottfried Waldhäusl protestiert.

Die SPÖ-nahe Aktion kritischer Schüler_innen Wien (AKS) und die Sozialistische Jugend Wien (SJ) haben am Montag mit einer Fotoaktion vor der FPÖ-Zentrale in der Nähe des Wiener Rathauses gegen die Asylpolitik-Aussage des niederösterreichischen FPÖ-Landesrats Gottfried Waldhäusl protestiert. Rund 30 Mitglieder postierten sich vor der FPÖ-Zentrale und hielten Schilder in die Höhe, auf denen Parolen wie "Nieder mit der FPÖ" und "Kein Platz für Rassismus" zu lesen waren.

"Wir wollten die Aussage von Gottfried Waldhäusl nicht unbeantwortet lassen", sagte SJ-Wien-Vorsitzende Rihab Toumi. Es sei wichtig, dass sich viele dagegen zu Wort gemeldet hätten, man habe aber auch ein aktionistisches Zeichen setzen wollen. Menschen mit Migrationshintergrund seien eine Bereicherung für die ganze Gesellschaft, betonte Toumi - "während die FPÖ definitiv keine Bereicherung ist", so die Vorsitzende.

"Dann wäre Wien noch Wien"

Anlass für die Kritik an Waldhäusl sind Aussagen, die er vergangene Woche in der Puls 4-Sendung "Pro und Contra" getätigt hat. Eine Schülerin eines Gymnasiums in Wien-Favoriten hatte auf den Migrationshintergrund von sich und Personen aus ihrer Klasse verwiesen und betont, dass sie nicht in Wien wären, wenn Waldhäusls Vorstellungen zum Thema Asyl umgesetzt worden wären. Die Antwort des Freiheitlichen: "Auf die Frage, wenn das schon geschehen wäre, dass hier sehr viele nicht in der Schule wären: Dann wäre Wien noch Wien."

Der Elternverein des Gymnasiums veröffentlichte laut "Standard" und "Heute" ein Statement, in dem er Waldhäusls Aussage als "untragbar" bezeichnet und unter anderem darauf hinweist, dass dieser "sich sein Erwerbsleben lang üppigst auch von den Steuern der Eltern dieser Kinder bezahlen" lasse, und "jene Kinder, die er eben erst brüskiert hat, ihm auch noch seine Pension mitfinanzieren".

OÖNplus Innenpolitik

Wienerherz

Wolfgang Braun

Gottfried Waldhäusl und sein Wien

von Wolfgang Braun

Parteiübergreifende Kundgebung

Für Montagabend wurde eine parteiübergreifende Kundgebung am Reumannplatz in Wien-Favoriten angekündigt. Die Bezirksorganisationen von Grünen, SPÖ, NEOS, SÖZ, Bierpartei, KPÖ und Links veranstalten um 19 Uhr eine "Solidaritätskundgebung für Vielfalt und Zusammenhalt" unter dem Motto "Wien sind wir alle". Geplant sind Redebeiträge von Daniel Landau, Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger, Kid Pex von der NGO "SOS Balkanroute", SPÖ-Nationalratsabgeordneter Petra Bayr und dem Grünen Wiener Gemeinderat Niki Kunrath. Die ÖVP wollte nicht als Mitveranstalter einer Kundgebung mit "extrem linken Gruppierungen wie Links oder KPÖ" auftreten, sagte ein Sprecher der ÖVP Wien auf APA-Anfrage. Man werde aber "personell dabei" sein und zeige sich solidarisch mit den Schülerinnen und Schülern, die von Waldhäusl beschimpft worden seien.

Haimbuchner auf Distanz

In der FPÖ sorgte Waldhäusls Aussage für geteilte Reaktionen. Während etwa Salzburgs FPÖ-Chefin Marlene Svazek, der Tiroler Landesparteichef Markus Abwerzger und der oberösterreichische Landeschef Manfred Haimbuchner am Wochenende auf Distanz gingen, stellte sich Niederösterreichs Landesparteichef Udo Landbauer hinter den Landesrat. Es sei eine "scheinheilige Diskussion, die da geführt wird", sagte Landbauer im Interview mit der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe). Er verstehe, "was er sagen wollte". Auf die Frage, ob Waldhäusl Landesrat bleibt, antwortete Landbauer, dass Personalentscheidungen zum gegebenen Zeitpunkt bekannt gegeben werden, aber "die linke Jagdgesellschaft sollte sich nicht zu viele Hoffnungen machen, dass sie ihr Ziel erreicht". FPÖ-Chef Herbert Kickl bezeichnete die Debatte laut "Kronen Zeitung" als "aufgeregtes Herumgegackere".

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20  Kommentare
20  Kommentare
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hbert (2.295 Kommentare)
am 08.02.2023 20:55

Und da wird von den sogenannten Liberalen in aller Öffentlichkeit eine Kollektivstrafe verlangt!
So sieht deren Toleranz anderer Meinungen gegenüber aus - schämt´s Euch!
Anscheinend gibt es nichts Intoleranteres wie viele Grüninnen und deren Gefolge.

Aussage mag deplatziert und unnötig gewesen sein, aber wurde gerade wieder ein Afghane als Messerstecher überführt?
Oder schaut Euch mal an, wie viele Ausländer und Personen mit Migrationshintergrund in unseren Gefängnissen sitzen - ein X-Faches gemessen am Bevölkerungsanteil.
Ich verstehe die ganzen Grüninnen nicht, die Personen, die die Frauen und westliche Grundwerte so missachten, so chauffieren können.
Es ist auch unverständlich, wie eine Glaubensgemeinschaft, die den Staat als obersten Rechtsgeber nicht akzeptiert, eine anerkannte Glaubensgemeinschaft sein kann - und auch noch staatliche Förderungen bekommt.
Wir sägen doch am eigenen Ast!

Wacht endlich auf, liebe Grüninnen und Willkommensklatscher!

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hbert (2.295 Kommentare)
am 08.02.2023 20:59

Und kapiert endlich, dass sogar das (über-) soziale Schweden zurückrudert, was deren liberale Flüchtlingspolitik betrifft.
Die haben schon genug nicht-betretbare Areale und Krawalle, nur hört / liest man davon nichts in unseren Medien, denn das ist ja nicht "opportun"
- zum Thema korrekte und unabhängige Berichterstattung

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0x00 (2.048 Kommentare)
am 07.02.2023 13:52

Hiermit fordere ich die Demonstranten auf, den Beweis zu erbringen, dass Waldhäusl unrecht hat.

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hbert (2.295 Kommentare)
am 08.02.2023 21:04

In diesem Rahmen war die Meldung sicher nicht angebracht, denn das waren junge Personen mit Bildungs- und Integrationswunsch und der deutschen Sprache mächtig.

Und Wien wäre nicht Wien, wenn es nicht dieser Schmelztiegel der Kulturen wäre!

Nur die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft durch die "Traumatisierten", aber nicht Integrierbaren, da auch Nicht-Integrierwilligen, die man einfach unkontrolliert hereinlässt und nicht mehr los wird, sind das wirkliche Problem.

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0x00 (2.048 Kommentare)
am 07.02.2023 13:23

Warum sollen wir uns von Kindern vorschreiben lassen, wen wir zu wählen haben? Mein Stimmrecht gehört mir! Abgesehen davon sind alle Parlamentsparteien in Österreich unwählbar.

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Gugelbua (31.906 Kommentare)
am 07.02.2023 13:07

frag mich wer manipuliert da?
der heutigen TikTok Generation fällt sowas ja nicht von selber ein🥺

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Utopia (2.531 Kommentare)
am 07.02.2023 10:32

Die Aussage Waldhäusls war wirklich dumm.
Die total überzogenen Reaktionen sind es auch.

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Federspiel (3.495 Kommentare)
am 07.02.2023 09:21

Wir sollten uns generell mehr entschuldigen. Selbst für Dinge, die gar nicht
passiert sind. Denn nur durch konsequentes Entschuldigen kann man sich
moralisch über andere stellen.
Gell SJ?
Gell Standard?
Was zählt schon Demokratie?

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KritischerGeist01 (4.923 Kommentare)
am 07.02.2023 11:49

@Feder....:
Dein Verständnis von Demokratie ist also, wenn knapp 25 % dem Rest der Bevölkerung ihr Weltbild vorschreiben.

Beim verdrehten Geist von Kickl kann ich Aussagen wie "Das Recht hat der Politik zu folgen." ja noch verstehen. Die Auswirkungen derartiger geistigen Ergüsse findet man dann an total sinnbefreiten Aussagen wie deinen wieder.

Peinlich.

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Federspiel (3.495 Kommentare)
am 07.02.2023 15:09

Ist hier also von Kickl die Rede? Oder davon, dass ein paar Leute, die - ebenso wie die Klima Kleber - noch nie was für den Erhalt unserer Gesellschaft geleistet haben, meinen, sie haben die Deutungshoheit.
Frage: wie viele Morde, Vergewaltigungen, Schwerstverletzte, Terroranschläge,...,
hätten nicht stattgefunden, wenn die Buntgesellschaft endlich einsähe, dass sie falsch liegen und Integration zum Großteil nicht funktioniert?

Ich habe leider am Wochenende ein Video aus dem schwedischen Malmö gesehen. Aktuell.
Bravo.

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westham18 (4.406 Kommentare)
am 06.02.2023 21:57

Hat keiner der FPÖ "Heiligen" den Mut, die Aussages deren Landesrates aufs Schärfste zurückzuweisen? Können sich diese Leute überhaupt noch in den Spiegel sehen? 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️👎👎👎

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christmit (142 Kommentare)
am 06.02.2023 19:51

Kicklerikiii

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gutmensch (16.669 Kommentare)
am 06.02.2023 17:30

Es hat zwar nur indirekt mit diesem Artikel zu tun, aber es muss einmal gesagt werden: Die heutige Karikatur ist einfach köstlich und so zutreffend.

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meisteral (11.718 Kommentare)
am 06.02.2023 14:58

Gut so, lasst euch nicht zu unüberlegten Handlungen und Äußerungen à la Waldhäusl hinreißen.

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DonMartin (7.488 Kommentare)
am 06.02.2023 16:23

Das eigentliche Problem ist, dass Waldhäusl und FPÖ so etwas nicht unbewusst, sondern wohl überlegt sagen.

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rprader (308 Kommentare)
am 07.02.2023 08:01

Noch problematischer: zu viele finden solche Aussagen gut

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.218 Kommentare)
am 06.02.2023 14:57

Wie lange müssen wir uns die FP wirklich noch gefallen lassen müssen?

Wo bleibt der Verfassungsschutz wie bei der teutschen Schwesterpartei AFD?

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( Kommentare)
am 06.02.2023 15:29

Die fpö hat in Polizei und Justiz erwiesenermaßen gute Beziehungen bis in höchste Kreise.

Wie kann es sonst wohl sein, das jegliche braune Grausluchkeit seitens fpö oder ihrer Vorfeldorganisstionen wie bspw. jene der Identitären ungeahndet bleiben?

Wenn bei einem Martin Sellner eine Hausdurchsuchung ansteht, wartet die Polizei geduldig vor der Türe bis alles Belastende gut versteckt ist, bei wem sonst wird so gehandelt???

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Flachmann (7.158 Kommentare)
am 06.02.2023 16:02

Da unterstellen sie den Behörden was.

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bvb22 (1.225 Kommentare)
am 06.02.2023 18:03

Habens für die Behauptung auch beweise . wenn ja einfach melden

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