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Frauenquote in Aufsichtsräten kommt – als Kompromiss ohne Biss

Von Jasmin Bürger, 16. März 2011, 00:04 Uhr
Frauenquote in Aufsichtsräten kommt – als Kompromiss ohne Biss
Es ist vielleicht ein österreichischer Weg, aber es ist ein guter erster Schritt. Gabriele Heinisch-Hosek, Frauenministerin (SP) Bild: apa

WIEN. Bis 2018 soll der Frauenanteil in den Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe bei 35 Prozent liegen. Darauf hat sich die Regierung gestern geeinigt. Für die Privatwirtschaft setzen SPÖ und ÖVP auf die Vorbildwirkung ihrer Maßnahme.

Der Kompromiss liegt in der Mitte: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP) hatte eine Frauenquote von 40 Prozent gefordert, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (VP) wollte lediglich 30 Prozent fixieren. Geeinigt haben sich die beiden nun – nach einer zusätzlichen Verhandlungswoche – auf 35 Prozent.

Knapp mehr als jeder dritte Aufsichtsratsposten soll also bis 2018 weiblich besetzt werden, bis 2013 soll der Frauenanteil auf ein Viertel gesteigert werden. Gültigkeit hat diese Vorgabe vorerst freilich nur für jene Betriebe, die mehrheitlich in staatlicher Hand sind: Das sind insgesamt 55 Unternehmen, darunter etwa die ÖBB, der Verbund, die Nationalbank oder die Bundesforste.

Für Heinisch-Hosek ist mit dieser Regelung dennoch „eine Tür aufgestoßen“. Dass sie ihr Ziel, 40 Prozent zu fixieren, nicht erreicht hat, sah sie gelassen: „Es ist ein guter Kompromiss.“ Einen solchen konstatierte auch Mitterlehner. Dass bei Nichterfüllung der Quote keine Sanktionen vorgesehen seien, kommentierte er trocken: „Wir können uns ja nicht selbst be-strafen.“ Für Heinisch-Hosek sind die verpflichtend vorgesehenen jährlichen Berichte, in denen die Unternehmen ihren Fortschritt bei der Frauenquote darlegen, als Druckmittel ausreichend.

In der Privatwirtschaft hoffen Mitterlehner und Heinisch-Hosek auf Nachahmer: „Es geht um eine kulturelle Änderung. Der Druck wird da sein“, sagte Mitterlehner. Für Heinisch-Hosek ist „der nächste logische Schritt“, dass börsenotierte Unternehmen die Quote in ihren Corporate Governance Kodex aufnehmen.

Wenn die Quote in sieben Jahren nicht erfüllt ist, dann soll über Sanktionen diskutiert werden. Das freilich von der nächsten Regierung.

Weitere Verhandlungen

Lehrerdienstrecht

Auf eine gemeinsame Vorgehensweise hat sich die Regierung gestern beim neuen Lehrer-Dienstrecht geeinigt. Sechs Arbeitspakete sollen in den Verhandlungen mit der Lehrergewerkschaft einzeln abgehandelt werden: Berufsbild, Funktionslaufbahn, Besoldungsmodell, mittleres Management und Schulleitung, Verwaltungspersonal sowie Übergangsbestimmungen. Regierungsintern ist laut Unterrichtsministerium ein Gesamtmodell akkordiert, dieses werde aber zunächst der Gewerkschaft präsentiert. Die Gespräche sollen „vor Ostern“ starten.

Wehrpflicht

„Intensiver“ will die Regierung ab sofort über das künftige Bundesheer-Modell verhandeln: In einer ersten Runde zwischen Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) und Innenministerin Maria Fekter sowie Außenminister Michael Spindelegger (beide VP) gab es zwar gestern kein inhaltliches Ergebnis, aber die Festlegung darauf, sich künftig wöchentlich zu treffen. Auch auf Beamtenebene werden mögliche Modelle im Wochenrhythmus analysiert. Wie lange man versuchen wird, ein gemeinsames Modell zu finden, blieb offen.


 

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20  Kommentare
20  Kommentare
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stanley_beamish (1.198 Kommentare)
am 16.03.2011 20:11

als gemeinderat hab ich bei den weiblichen "rätinnen" grossteils bösartige exemplare ihrer art kennengelernt, natürlich parteiübergreifend.......hab allerdings bis heute nicht herausgefunden warum das so war :kopfkratz:

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atmos99 (1.063 Kommentare)
am 16.03.2011 19:23

... zu den parteibegünstigten, alten Knackern, per Gesetz, ein paar parteibegünstigte Quotenfrauen empor gehievt.

Das nennt man dann Qualitätsmanagement zwinkern

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( Kommentare)
am 16.03.2011 16:29

lassts in gotts namen die damen halt bissal mitquaken.
geht ja meist eh um nix, und der quote wird genüge getan...

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2good4U (17.934 Kommentare)
am 16.03.2011 12:57

das der Job als Aufsichtsrat ein Vollzeit-Job ist.

Die Frauenquote soll hier 35% betragen. Da drängt sich mir die Frage auf, ob denn Frauen überhaupt 35% der Vollzeitangestellten/arbeiter ausmachen, da viele Frauen "nur" Teilzeit arbeiten.

Wenn nämlich unter den Vollzeitbeschäftigten die Frauenquote unter 35% liegt, stellt sich die Frage, warum dann 35% der Aufsichtsräte weiblich sein müssen.

Wie hoch ist der Frauenarbeitsanteil (von den Gesamtstunden her) eigentlich?

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runforfun (675 Kommentare)
am 16.03.2011 12:37

Das wir aber alle Frauen freuen, dass sie endlich in dei Aufsichtsräte einziehen dürfen.
Nur Vorteile:
- Die Frauenarbeitslosigkeit wird dadurch enorm sinken
- Keine Sorgen mehr für ausrangierte Politikerinnen, ein AR-Posten findet sich immer!
- Ein Frauenproblem, das alle betrifft und wofür alle Frauen gekämpft haben, erledigt!

Ein Hoch auf unsere Ministerin!

Wo lebt diese Frau?

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Wirtschaftsrechner (748 Kommentare)
am 16.03.2011 10:53

Scheint so, als hätten die Sonderschullehrerin Heinisch-H. und die Zahnarzthelferin D. Bures noch kein solch sicheres Ausgedinge wie dereinst die Ederer Gitti?

Und sichern sich so die ParteibonzInnen ihr ihnen ihrer Meinung nach zustehendes absurdes Salär (für das, was sie können und leisten, man denke nur an die schon von vorne herein verweigerte Reform bei den Beamten durch Fr. HaHa).

Aber gegen Fukushima sind die Quotenfrauen ein geringes Problem.

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lee (58 Kommentare)
am 16.03.2011 09:48

ich würde eher die gehaltsdifferenz ausgleichen, ich glaube dass man jemanden nur nach leistung und nicht nach geschlecht einstellen sollte! d.h. nicht vorurteilshaft wählen, die bessere oder den besseren nehmen jeden gleich bezahlen! solange
das nicht geschieht kann man wohl kaum von gleichberechtigung reden, für mich ist das nur ein schritt, mit dem vorhaben frau
zu beruhigen.

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Marvin42 (20 Kommentare)
am 16.03.2011 09:37

Prinzipiell löblich, dass für die Verbesserung der Frauen Maßnahmen gesetzt werden. Jetzt kommt aber das ABER. In den Medien wird dieses Thema seit Wochen aufgebauscht, wie wenn es sich um ein Jahrhundertereignis handels würde. Im Klartext:

Wir reden hier von 35% von Aufsichtsräten aus staatlich nahen Unternehmen. In Zahlen sind das 55 Unternehmen. Wenn man davon ausgeht, dass ein Aufsichtsrat im Schnitt aus 10 Personen besteht sind wir bei ca. 600 Aufsichtsräten. Im Grunde reden wir hier über 200-250 Frauen, die in staatsnahmen Betrieben im Aufsichtsrat sitzen sollen (wo nachwievor das Parteibuch bestimmt). Im Grunde ist das mediale Theater um diese Entscheidung für den Output lächerlich. Es wäre gescheiter gewesen, man hätte die Zeit und Energie darauf verwendet, sich zu überlegen, wie man mehr und bessere Kinderbetreuungsplätze schaffen könnte.

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Marie-Luise (2.228 Kommentare)
am 16.03.2011 08:54

Auf jeden Fall haben die Politikerinnen eine verbesserte Chance auf einen guten Job, wenn sie in der Politik niemand mehr haben will. Das ist natürlich sehr wichtig. Stellvertretend für 4 Millionen Frauen demonstrieren sie, dass auch Frauen es zu etwas bringen können. Dass wird die Frauen mit Mindestlohn und Doppelbelastung ungeheuer trösten und mit stolz erfüllen.

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stanley_beamish (1.198 Kommentare)
am 16.03.2011 09:25

wir Männer können lesen, du brauchst es nicht 2 x posten......

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Marie-Luise (2.228 Kommentare)
am 16.03.2011 10:25

Alle Menschen machen Fehler, manchmal sogar ich.

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Wirtschaftsrechner (748 Kommentare)
am 16.03.2011 10:54

Glauben Sie, dass Sie weniger, gleich viel oder mehr Fehler als die Anderen machen?

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Marie-Luise (2.228 Kommentare)
am 16.03.2011 13:50

Ich mache mehr Fehler. Weil:

Wer viel macht, macht viele Fehler.
Wer wenig macht, macht wenig Fehler.
Wer nichts macht, macht keine Fehler.
Wer keine Fehler macht, wird befördert.

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sozialarbeiter (153 Kommentare)
am 16.03.2011 08:26

das ist der neue sozialismus - nur für die reichen fühlen sich nunmehr die volks- und die sozialistische partei zuständig.
haben sie jemals für höhere löhne und bessere arbeitsplatzbedignungen für reinigungskräfte und friseure gekämpft?? da gäbe es eine sehr hohe frauenquote - diese hart arbeitetenden frauen sind der lieben FM aber egal.
was die männerquote bei volksschulen und kindergärten betrifft, sehe ich es so wie bei den aufsichtsräten: wenn ein geschlecht andere berufe bevorzugt, dann ist es eben so! und es liegt nicht nur an der erziehung sondern auch an der genetik.

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stanley_beamish (1.198 Kommentare)
am 16.03.2011 08:05

für eine höhere Männerquote in Kindergärten und Volksschulen,
denn dort haben die Frauen scheinbar versagt.......

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Internerdhoernchen (4.967 Kommentare)
am 16.03.2011 15:35

Die ÖVP arbeitet eh schon an einer Männerquote.
Du darfst nicht vergessen, dass ab Mai die Grenzen geöffnet werden und dann viele Migranten und Ausländer Jobs benötigen.
Die Hierarchie in der Arbeitswelt funktioniert so
1.) Österreicher
2.) Österreicherinnen
3.) Ausländer und Migranten
4.) Ausländerinnen und Migrantinnen
5.) dunkelhäutige Ausländer und Migranten
6.) dunkelhäutige Ausländerinnen und Migrantinnen

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Marie-Luise (2.228 Kommentare)
am 16.03.2011 17:42

Ich bin gegen eine höhere Männerquote in Kindergärten und Volksschulen. Weil die Gefahr zu groß ist, dass solche Jobs Männer anzieht, welche die Kinder auf eine Art lieben, die nicht gut für Kinder ist.

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( Kommentare)
am 16.03.2011 07:04

ist das die folge einer höheren frauenquote ?? - siehe foto...

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Marie-Luise (2.228 Kommentare)
am 16.03.2011 08:52

Auf jeden Fall haben die Politikerinnen eine verbesserte Chance auf einen guten Job, wenn sie in der Politik niemand mehr haben will. Das ist natürlich sehr wichtig. Stellvertretend für 4 Millionen Frauen demonstrieren sie, dass auch Frauen es zu etwas bringen können. Dass wird die Frauen mit Mindestlohn und Doppelbelastung ungeheuer trösten und mit stolz erfüllen.

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oeggoe (17.926 Kommentare)
am 16.03.2011 16:46

Egal, ob Mann, Männin oder Frau!!

Wie kommt man überhaupt in die Politik, um nach kurzer zeit nicht meh geliebt zu werden????

Sollte man nicht schon VORHER aussieben??

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