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"Weiß, was ich tue": Biden wehrt sich gegen Zweifel an seinem Gedächtnis

Von nachrichten.at/apa, 09. Februar 2024, 08:05 Uhr
US-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden Bild: (APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/ANNA MONEYMAKER)

WASHINGTON. US-Präsident Joe Biden reagierte mit scharfer Kritik auf den Bericht des Sonderermittlers Robert Hur in der Dokumentenaffäre.

Die Affäre um den Fund geheimer Regierungsunterlagen in Privaträumen von US-Präsident Joe Biden hat kein juristisches Nachspiel für den Demokraten. Sonderermittler Robert Hur hat in seinem Bericht festgestellt, dass "keine strafrechtliche Anklage gerechtfertigt ist". Er hat Biden aber mit wenig schmeichelhaften Anmerkungen zu seinem Gedächtnis bedacht - was der Präsident in einer eilig einberufenen Pressekonferenz scharf zurückwies. "Mein Gedächtnis ist gut", versicherte er.

  • ZIB 1: Debatte um Bidens geistige Fitness

"Ich meine, ich bin ein älterer Mann, und ich weiß, was zum Teufel ich tue. Ich bin Präsident und ich habe dieses Land wieder auf die Beine gebracht", sagte der 81-jährige Biden sichtlich aufgebracht. Er verwies darauf, dass er kurz nach Beginn des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober zur Dokumentenaffäre befragt worden war. Er sei damals damit beschäftigt gewesen, sich mit einer "internationalen Krise" auseinanderzusetzen.

"Was zum Teufel geht die das an?"

Besonders empörte den Demokraten die Passage aus dem Bericht, dass er sich bei einer Befragung nicht an das Datum des Krebstodes seines Sohnes Beau im Jahr 2015 erinnern habe können. "Wie zum Teufel wagt er es, das anzubringen?" sagte Biden dazu. Als er von Ermittlern dazu befragt worden sei, habe er gedacht: "Was zum Teufel geht die das an?"

Gleichzeitig wies Biden Anschuldigen aus dem Bericht vehement zurück. Er beteuerte etwa, keine geheimen Informationen mit seinem Ghostwriter für ein Buch geteilt zu haben. Mit Blick auf den Fund zahlreicher Verschlusssachen in Kisten in seinem Haus gestand er aber ein, dass er besser darauf hätte achten sollen, wie die Dokumente gelagert werden.

Verwechslungen

Biden sorgt schon seit langer Zeit mit Verwechslungen und Versprechern für Aufsehen. Zuletzt verwechselte er den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl mit der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel, außerdem den verstorbenen französischen Staatschef François Mitterrand mit Amtsinhaber Emmanuel Macron. Bei der Pressekonferenz am Donnerstagabend unterlief Biden ein weiterer Schnitzer: Er bezeichnete den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi als "mexikanischen Präsidenten".

Wähler sehen Bidens hohes Alter - er ist 81 Jahre alt - als eine große Schwäche des Präsidenten an, der sich im November für eine zweite Amtszeit wiederwählen lassen will. Die oppositionellen Republikaner schlachten Bidens verbale Fehltritte genüsslich aus - obwohl Ex-Präsident Donald Trump, der Biden bei der Wahl im November voraussichtlich herausfordern wird, ebenfalls immer wieder mit bizarren Äußerungen für Stirnrunzeln sorgt. So nahmen die Republikaner den Bericht Hurs umgehend zum Anlass für Feststellung, dass Biden offensichtlich "untauglich" für das Weiße Haus sei - und kritisierten, dass mit zweierlei Maß gemessen werde.

Trump muss sich nämlich wegen seiner Dokumentenaffäre vor Gericht verantworten. Der Biden-Sonderermittler verwies in seinem Bericht auf erhebliche Unterschiede zwischen den beiden: Biden habe die Geheimdokumente freiwillig dem Nationalarchiv übergeben und während der Ermittlungen kooperiert - während Trump sich "über viele Monate" geweigert habe, die Dokumente zurückzugeben und laut Anklage "Dritte damit beauftragt" habe, "Dokumente zu vernichten und dann darüber zu lügen".

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16  Kommentare
16  Kommentare
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Tebasa1781 (230 Kommentare)
am 10.02.2024 08:06

Sleepy Joe

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Maireder (2.427 Kommentare)
am 09.02.2024 20:10

Alle AT Medien berichten über den letzten Versprecher von Präsident Biden in dem er den Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi als "mexikanischen Präsidenten" bezeichnete. Nur der Zwangsgebühren finanzierte ORF brachte, obwohl eine Sendung über seine Vergesslichkeit lief, nichts von seinem letzten Fauxpas.

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0x00 (2.017 Kommentare)
am 09.02.2024 18:55

Bidens Behauptung, er sei geistig noch ganz fit hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Man stelle sich nur vor, Biden erreicht eines Tages wirklich den Punkt, an dem selbst er sich einen bedenklichen Geisteszustand attestiert. Großes Kino. Hoppalas ohne Ende. Scharen von arbeitslosen Komikern, Satirikern vor den Jobagenturen. Nicht nur in den US sondern weltweit

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delano (62 Kommentare)
am 09.02.2024 14:31

Kann mir nicht vorstellen, dass Biden als im November wiedergewählter Präsident dann weitere 4 Jahre im Amt durchhalten soll. Er wäre dann am Ende der Präsidentschaft 86 Jahre alt. Ohne ihm nahetreten zu wollen, sind die Zeichen einer beginnenden Demenz unübersehbar.

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Peter2012 (5.911 Kommentare)
am 09.02.2024 10:55

"Biden nennt Israels Vorgehen in Gaza überzogen"

https://www.nachrichten.at/politik/aussenpolitik/biden-nennt-israels-vorgehen-in-gaza-ueberzogen;art391,3920943

Dann dürfte Amerika Israel nicht mehr unterstützen!!!

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Paul44 (758 Kommentare)
am 09.02.2024 11:56

@Peter2012, Ihre Forderung klingt nachvollziehbar, aber was wäre, wenn Israel den Schutz der USA und Europas verlieren würden?

Israel würde vom Iran ausgelöscht werden.

Die Welt ist nicht Schwarz/Weiß. Leider muss man bei Außenpolitik Kompromisse eingehen. Der Westen drängt Israel aber sehr glaubwürdig, bei den Reaktionen auf die Hamas-Terrorangriffe behutsamer vorzugehen.

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Peter2012 (5.911 Kommentare)
am 09.02.2024 17:32

@ Paul44:

Man kann nicht ein palästinensische Volk einsperren und bombardieren sowie die Tunnelsysteme überfluten und somit den Gazastreifen für Jahrzehnte unbewohnbar machen. Das ist meines Erachtens Völkermord. Solch ein Staat darf weder von Amerika noch von Europa unterstützt werden!!!

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Tebasa1781 (230 Kommentare)
am 10.02.2024 08:07

Oh, ein Terroristenfreund!

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Peter2012 (5.911 Kommentare)
am 11.02.2024 20:15

@ Tebasa1781:

Eigenartige Folgerung wenn man das friedliche Leben schätzt!!!

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metschertom (7.998 Kommentare)
am 09.02.2024 09:58

Biden kann man mit unserm VdB vergleichen. Nur dass Biden Atomraketen hat und Bello seine Zigaretten. Eine Gemeinsamkeit haben sie - massive Defizite beim Denken..

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.514 Kommentare)
am 09.02.2024 10:34

Und Sie haben massive Defizite bei der Nettiquette. #Altersdiskriminierung!

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betterthantherest (33.355 Kommentare)
am 09.02.2024 10:51

Vorhandene Defizite aufzuzeigen ist keine Altersdiskriminierung.

Es ist interessant dass dieselben Leute die Eignungstests ab 60 oder noch früher fürs Autofahren fordern, allerdings kein Problem damit haben dass Menschen die nachweislich massive Aussetzer in ihrem Denken (Mitterand und Kohl sind seit vielen Jahren tot und seit Jahrzehnten nicht mehr im Amt) bzw, wieder mal vor laufender Kamera auf der Bühne stürzen den Atomknopf in ihren Händen halten.

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Paul44 (758 Kommentare)
am 09.02.2024 11:58

@betterthantherest, Biden ist ein sehr besonnener Politiker. Er drückt nicht so einfach den Atomknopf.

Können Sie sich noch an die Trump-Regierung erinnern. Da hat sich der oberste General veranlasst gesehen, China mitzuteilen, dass immer noch er zwischen Trump und einem Krieg stehe.

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betterthantherest (33.355 Kommentare)
am 09.02.2024 18:14

Biden hat sich zwischenzeitlich den nächsten Totalaussetzer geleistet.

Würde eine ottonormalbürgerin so reden würde man von Altersdemenz sprechen.

Für die Demokraten ist er die Zukunft.

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Paul44 (758 Kommentare)
am 09.02.2024 11:54

@metschertom, ja die Versprecher von Biden sind bekannt. Ähnliche Fälle, wenn auch (noch) nicht so viele sind von Trump dokumentiert.

Biden hat gestern auf den Vorwurf sehr glaubwürdig gekontert:

https://www.washingtonpost.com/politics/2024/02/08/biden-hur-response/?itid=hp-top-table-main_p001_f002

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betterthantherest (33.355 Kommentare)
am 09.02.2024 08:54

Mit seinem Freund Francois Mitterand hatte er kürzlich gesprochen.
Auch mit Helmut Kohl hat er sich ausgetauscht.
usw. usf.

Die Demokraten sind absolut up to date!

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