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Sheinbaum wird erste Präsidentin Mexikos

Von nachrichten.at/apa, 03. Juni 2024, 07:29 Uhr
Die erste Frau an der Spitze Mexikos.
Claudia Sheinbaum kam laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Enkoll auf 57,8 Prozent der Stimmen. Bild: RODRIGO OROPEZA CARL DE SOUZA (AFP)

MEXIKO-STADT. Mexiko bekommt erstmals eine Frau als Präsidentin. Bei der Wahl in dem zentralamerikanischen Land hat sich offenbar die Kandidatin aus dem Regierungslager, Claudia Sheinbaum, klar durchgesetzt.

Noch in der Nacht auf Montag (Ortszeit) erklärte sich die 61-Jährige zur Siegerin. Ihre schärfste Konkurrentin, die indigene Unternehmerin Xóchitl Gálvez vom oppositionellen Rechtsbündnis, gestand ihre Niederlage ein.

Sheinbaum kündigte an, sich für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, Unabhängigkeit in der Energieversorgung und ein freundschaftliches Verhältnis zu den USA einzusetzen. Mexikaner in den USA würden von ihrer Regierung aber immer verteidigt, betonte die promovierte Klimaforscherin, die in den USA Physik studiert hat. Das Verhältnis zwischen den USA und Mexiko ist wegen des Zustroms von Migranten aus Lateinamerika über Mexiko in die USA angespannt.

Sheinbaum, Kandidatin der regierenden linken Morena-Partei, dürfte laut einer Hochrechnung der Wahlbehörde INE insgesamt auf 58 bis 60 Prozent der Stimmen kommen. Demnach lag die Oppositionskandidatin Xóchitl Gálvez auf dem zweiten Platz mit 26,6 bis 28,6 Prozent der Stimmen.

Bei einem Auszählungsstand von 56 Prozent lag Sheinbaum laut den Daten der Wahlbehörde bei rund 58 Prozent der Stimmen, ihre konservative Konkurrentin Gálvez bei 29 Prozent. Der einzige Mann unter den Bewerbern, Jorge Álvarez Máynez, erhielt demnach rund 10 Prozent.

Sheinbaum stammt aus einer Familie jüdischer Abstammung mit Wurzeln in Litauen und Bulgarien. Im Dezember 2018 war sie Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt geworden. Vor rund einem Jahr legte sie das Amt nieder, um Präsidentschaftskandidatin zu werden. Sheinbaum ist eine enge Vertraute des linkspopulistischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der laut Verfassung nach seiner sechsjährigen Amtszeit nicht erneut antreten durfte.

Ihre Konkurrentin Gálvez, ebenfalls 61, ist eine Tech-Unternehmerin und parteilose Ex-Senatorin, die der bürgerlichen Partei PAN nahesteht. Ihre politische Karriere begann im Jahr 2000, als sie nationale Beauftragte für indigene Völker wurde.

Neben dem Präsidentenamt wurden mit diesem größten Wahltag in der Geschichte des lateinamerikanischen Landes auch der Kongress, die Regierungen mehrerer Bundesstaaten sowie mehr als 20.000 öffentliche Ämter neu besetzt. Fast 100 Millionen stimmberechtigte Bürger waren zu dem Urnengang aufgerufen. Schon am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen. Das Staatsoberhaupt tritt das Amt am 1. Oktober an.

Sowohl der Wahlkampf als auch die Stimmabgabe waren von gewaltsamen Zwischenfällen geprägt. Medien berichteten über Gewalt vor einigen Wahllokalen. In den zentralen Bundesstaaten Puebla und México sowie in einem Vorort der nordöstlichen Großstadt Monterrey gab es nach örtlichen Medienberichten jeweils einen Vorfall, bei dem Schüsse fielen - demnach kam es dabei zu je mindestens einem Todesfall. In Puebla konnte nach Angaben der Wahlbehörde des Bundesstaates, IEE, ein Wahllokal in der Gemeinde Tlapanalá nicht öffnen, weil die Wahlzettel gestohlen wurden. Demnach musste außerdem im Ort Coyomeapan die Stimmabgabe wegen Gewalt unterbrochen werden.

In den Städten Chicomuselo und Pantelhó im südlichen Bundesstaat Chiapas wurden die Wahlen wegen der Gewalt der Drogenkartelle in der Region komplett ausgesetzt. Auch der Wahlkampf war von Gewalt überschattet gewesen. Dutzende Kandidaten wurden getötet. Hinter den Anschlägen werden meist kriminelle Gruppen vermutet, die um Einfluss in bestimmten Regionen kämpfen. Die tödliche Gewalt hat Befürchtungen über eine Bedrohung der Demokratie durch rivalisierende Drogenkartelle genährt.

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