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Sabotage-Pläne in Deutschland: Zwei russische Spione festgenommen

Von OÖN, 18. April 2024, 15:37 Uhr
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Auch der Transport amerikanischer Panzer aus dem Westen in die Ukraine sollte sabotiert werden. Bild: (APA/AFP/PETRAS MALUKAS)

BERLIN. Sprengstoff- und Brandanschläge gegen zivile und militärische Ziele geplant

Die Polizei hat in Bayern zwei Männer festgenommen, die für Russland spioniert und mögliche Anschlagsziele in Deutschland ausgekundschaftet haben sollen. Den beiden deutsch-russischen Staatsangehörigen ging es nach Angaben des deutschen Generalbundesanwalts um Sabotageaktionen, die insbesondere dazu dienen sollten, "die aus Deutschland der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg geleistete militärische Unterstützung zu unterminieren".

Sie seien dringend verdächtig, in einem besonders schweren Fall für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein, teilte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof am Donnerstag mit. Einem der beiden, Dieter S., wird auch die Verabredung zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und zur Brandstiftung sowie Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und sicherheitsgefährdendes Abbilden militärischer Anlagen vorgeworfen.

Die beiden in Russland geborenen Männer, die am Mittwoch in Bayreuth festgenommen wurden, haben den Angaben zufolge beide die deutsche und die russische Staatsbürgerschaft. Ermittler durchsuchten Wohn- und Arbeitsort der beiden.

Bereit zu Sprengstoffanschlag

Konkret soll sich Dieter S. mit jemandem, der mit einem russischen Geheimdienst in Verbindung steht, seit mindestens Oktober vergangenen Jahres über mögliche Sabotageaktionen ausgetauscht haben. Er soll sich seinem Gesprächspartner gegenüber bereiterklärt haben, Sprengstoff- und Brandanschläge vor allem auf militärisch genutzte Infrastruktur und Industriestandorte in Deutschland zu begehen.

Dieter S. sammelte dem Generalbundesanwalt zufolge Informationen über potenzielle Anschlagsziele, darunter auch Einrichtungen der US-Streitkräfte. Der zweite Beschuldigte, Alexander J., half ihm demnach spätestens ab März 2024.

Zu den ausgekundschafteten Orten gehören nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur der US-Stützpunkt Grafenwöhr sowie andere militärische Einrichtungen in Bayern.

Zuerst hatte der "Spiegel" über die mutmaßliche Spionage berichtet. In Grafenwöhr befindet sich unter anderem ein bedeutender Truppenübungsplatz, auf dem die US-Armee ukrainische Soldaten ausbildet, etwa an Abrams-Kampfpanzern.

Einige der ins Visier genommenen Objekte soll Dieter S. vor Ort ausgespäht und fotografiert haben, etwa Militärtransporte. Ein Angriff auf eines der Objekte soll aber dem Vernehmen nach nicht unmittelbar bevorgestanden sein.

Botschafter einbestellt

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ließ den russischen Botschafter in Berlin einbestellen. Darüber informierte am Donnerstag das Auswärtige Amt. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. "Wir wissen, dass der russische Machtapparat auch unser Land in den Fokus nimmt", sagte der deutsche Justizminister Marco Buschmann. Auf diese Bedrohung müsse Deutschland wehrhaft und entschlossen reagieren.

Innenministerin Nancy Faeser sprach von einem besonders schweren Fall der mutmaßlichen Agententätigkeit für Russland. Sie betonte: "Wir werden die Ukraine weiter massiv unterstützen und uns nicht einschüchtern lassen."

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6  Kommentare
6  Kommentare
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Natscho (4.838 Kommentare)
am 18.04.2024 19:10

Russland ist schon lange, mind seit Georigien 2008, in einem hybriden Krieg gegen den Westen.
Und es wird noch schlimmer werden:

"

Putin approved a plan for a hybrid war with the West

It is important to establish a mechanism for identifying the vulnerable points of their [unfriendly states] foreign and domestic policies with an eye to developing practical steps to weaken Russia’s opponents. Comprehensive containment of unfriendly countries must be carried out through offensive information campaigns and other measures agreed upon in an interdepartmental format and covering military-political, trade-economic, information-psychological, values ​​and other areas.
" (Moskow Times)

Noch mehr Falschinformationen, getrieben durch noch größere Botfarmen und Spenden an Rechtsextreme Parteien, noch mehr Spionage, noch mehr Sabotage.

Der Westen und vor allem Europa sollte endlich aufwachen

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Augustin65 (1.095 Kommentare)
am 18.04.2024 20:42

Bin grad aufgewacht, gäääähn.....
....und leg mich besser wieder schlafen.
Achja, bevor ich's vergesse, sicherlich fürchte ich mich jetzt.....
Gäääääähhhn

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Natscho (4.838 Kommentare)
am 18.04.2024 21:32

Dass dir und den anderen Schlümpfen ein kleptokratisches System wie in Russland nur Recht ist, wissen wir alle, lieber Grüßaugust

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Alfred_E_Neumann (7.341 Kommentare)
am 18.04.2024 17:31

Was erwartet Europa, wenn man europäische Soldaten in der Ukraine auf Militärgerätschaften einschulen und beim Abschuss von Raketen behilflich sind? Zudem werden - von wem auch immer - auch in Russland diverse Sabotageaktionen durchgeführt, dann noch Sprengung der Nord Stream, Krimbrücke etc. alles mit mutmaßlicher Unterstützung des Westens.

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Paul44 (1.002 Kommentare)
am 19.04.2024 08:13

Was wollen Sie damit sagen? Die Ukraine hat Schuld am Krieg? Typische Täter/Opfer-Umkehr im Sinne Putins.

Völkerrechtlich dürften jeder Staat der Welt auch mit eigenen Soldaten der Ukraine zur Hilfe kommen.

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nichtschonwieder (8.990 Kommentare)
am 18.04.2024 16:11

Diese bösen Russen. jetzt spionierens auch schon in Deutschland.
Der Baerbock wird ihnen das schon austreiben, wenns sogar der Schallenberg geschafft hat.

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