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Außenpolitik

Papst Franziskus soll bei Ungarn-Reise Treffen mit Orban ablehnen

Von nachrichten.at/apa   04. Juni 2021 19:38 Uhr

RELIGION-VATICAN-POPE
Papst Franziskus

ROM/BUDAPEST. Medienberichten zufolge will sich Papst Franziskus bei seinem Ungarn-Besuch im September weder mit Regierungschef Viktor Orban noch mit Staatspräsident Janos Ader treffen.

Das berichteten ungarische Medien am Freitag unter Berufung auf die US-amerikanische Zeitschrift "National Catholic Register". Diese Ablehnung könnte zu ernsthaften diplomatischen Spannungen führen.

Laut der Zeitschrift wolle der Vatikan jegliche Treffen mit politischem Charakter vermeiden, die politische Spannungen generierten.

Vergangene Woche seien der ungarische Kardinal-Erzbischof Peter Erdö und der ungarische stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjen nach Rom gereist, um den Papst für die Höflichkeitsbesuche zu gewinnen, berichtete das ungarische Onlineportal "444.hu". Die ungarische Seite sei besonders deshalb empört, weil der Papst nach seinem Kurzbesuch in Budapest in die Slowakei weiterreisen und dort mehrere Tage verbringen wolle, schrieb die US-amerikanische Zeitschrift. Es sei eindeutig, dass sich der Papst aus politischen Gründen nicht mit Orban und Ader treffen wolle, da es zwischen ihnen Meinungsunterschiede hinsichtlich der Anti-Einwanderungspolitik der ungarischen Regierung gebe. Die Reise im September findet anlässlich des Eucharistischen Weltkongresses statt. 

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