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Österreich "sehr beunruhigt" wegen Militäroperation in Rafah

Von nachrichten.at/apa, 11. Februar 2024, 07:26 Uhr
Bombardierung von Rafah Bild: APA/AFP/SAID KHATIB

WIEN/BRÜSSEL. Österreich stimmt ein in die internationale Kritik an den israelischen Angriffen auf die Grenzstadt Rafah im Gazastreifen.

Man sei "sehr beunruhigt über eine mögliche Militäroperation in Rafah ohne einen Ausweg für Zivilisten", schrieb das Außenministerium am späten Samstagabend auf X. "Zivilisten müssen jederzeit geschützt werden", hieß es in dem Post. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnte vor einer "humanitären Krise".

Es brauche "humanitäre Pausen", damit die Geiseln aus dem Gazastreifen heraus kommen und humanitäre Hilfe hinein gelangen könne, forderte das Außenministerium. Die Mitteilung enthielt zugleich ein Bekenntnis zum Selbstverteidigungsrecht Israel gegen den Hamas-Terror.

Rafah ist Zufluchtsort der Zivilisten

Rafah gilt als letzter Zufluchtsort für palästinensische Zivilisten angesichts der israelischen Militäroperation gegen die Terrororganisation Hamas. In dem Ort, der vor dem Krieg rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner hatte, sollen sich inzwischen weit mehr als eine Million Palästinenserinnen und Palästinenser aufhalten. Kritiker werfen Israel vor, eine ethnische Säuberung des Gazastreifens im Sinn zu haben. Namhafte Regierungspolitiker haben sich für eine dauerhafte Besetzung des Palästinensergebiets ausgesprochen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat dies dementiert, zugleich aber einem unabhängigen Palästinenserstaat eine klare Absage erteilt und dafür auch Widerspruch von engen politischen Verbündeten wie Österreich geerntet.

Humanitäre Katastrophe befürchtet

Borrell erklärte laut der Nachrichtenagentur AFP auf X: "Ich schließe mich den von mehreren EU-Mitgliedsstaaten geäußerten Warnungen an. Eine israelische Offensive auf Rafah würde eine unbeschreibliche humanitäre Katastrophe bedeuten." Außerdem würde es "zu starken Spannungen mit Ägypten kommen", das an Rafah grenzt, warnte Borrell.

"Die Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln und eine Einstellung der Feindseligkeiten sind das einzige Mittel, um ein Massaker zu verhindern."

Unter anderem hatte auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock mit Blick auf Netanyahus Vorgehen vor einer "humanitären Katastrophe mit Ansage" gewarnt. Die Not in Rafah sei "schon jetzt unfassbar", erklärte sie. 1,3 Millionen Menschen hätten dort auf engstem Raum Schutz vor den Kämpfen gesucht und könnten sich "nicht in Luft auflösen".

Die den Gazastreifen beherrschende radikalislamische Hamas hatte am 7. Oktober einen beispiellosen, brutalen Überfall auf Israel gestartet. Dabei wurden israelischen Angaben zufolge rund 1.160 Menschen getötet und 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel kündigte daraufhin die Vernichtung der Hamas an und startete einen massiven Militäreinsatz im Gazastreifen. Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dort seitdem mehr als 28.000 Menschen getötet.

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11  Kommentare
11  Kommentare
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hbert (2.236 Kommentare)
am 11.02.2024 22:06

Wenn Ö jetzt auf einmal besorgt sein soll, dann wäre dies eine 180-Wendung, denn am Anfang wurden israelische Flaggen auf Regierungsgebäuden gehisst, dann der Waffenpause abgesagt.
Dass Israel radikal rechts-orthodox ist, ist anscheinend überraschend, nach all dem bisherigen Siedlungsprogramm, ...
Ob hier wirklich überall Hamas-Tunnel gefunden wurden, ist das wirklich unabhängig bestätigt?
Den Aussagen der Israelis ist jedenfalls nicht ungeprüft zu glauben! Der MOSSAD war schon immer die gefürchtetste Geheimdienst, da wird sich nicht viel geändert werden. Israel steht hier RU in nichts nach!
Wenigsten bröckelt jetzt hoffentlich endlich die Unterstützung durch US, dzt. leider nur mit Worten.
Zuerst mit kurzer Vorlaufzeit in den Süden zu zwingen, dann auch den Süden zu räumen (Ziel?), wie Menschen verachtend (sind ja "nur" Palästinenser und somit allesamt HAMAS-Sympathisanten) muss man für solche Aktionen sein?

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Peter2012 (5.929 Kommentare)
am 11.02.2024 20:11

Man fragt sich auch warum kriegsführende Staaten wie Russland und Israel noch bei der UNO sind???

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hbert (2.236 Kommentare)
am 11.02.2024 21:56

Zumindest sollte man ihnen das Stimmrecht enthalten!

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franz.rohrauer (1.013 Kommentare)
am 11.02.2024 18:24

Das offizielle Österreich ist also "sehr beunruhigt". Da kann ich leider nur Kreisky zitieren: "Lernen Sie Geschichte!" Oder anders ausgedrückt: Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu planen.

Zu Israels Vergangenheit und den bereits Anfang des 20. Jahrhunderts aufkeimenden Nahostkonflikt finden sich auf wikipedia.org unter dem Stichwort "Nahostkonflikt" jede Menge Informationen, die die Entwicklung bis zur Gegenwart beschreiben.

Betrachtet man zudem die Missachtung Internationalen Rechts durch Israel, so wird klar, dass dieser "Kessel" immer wieder "explodieren" muss!

Sehr gute und anschauliche Dokumentationen finden sich auf arte.de, unter "Israel im Griff der Rechten", in der Reihe "Mit offenen Karten": "Israel: Auswegloser Konflikt, neue Bündnisse" sowie "Israel/Palästina: Ist eine Zweistaatenlösung jetzt unmöglich?"

Der 7. Oktober ist durch nichts zu rechtfertigen. Israels Reaktion aber auch nicht!

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Zeitungstudierer (5.524 Kommentare)
am 11.02.2024 11:39

Wieso ist die österreichische Regierung besorgt?
Die österreichische Regierung war und ist doch gegen eine humanitäre Feuerpause und für den Verteidigungskrieg der Israelis mit dem ganzen Terror der israelischen Armee gegen die Palästinenser als Folge von diesem Freibrief der westlichen Staaten.
Jetzt kann man das ganze nicht mehr einfangen und kann zusehen, wie der Gazastreifen in Schutt und Asche gelegt wird, mit zehntausenden Toten.
Die Menschen werden wie Vieh im Gazastreifen nach Belieben hin und her getrieben und getötet.
Diese Politik ist für einen neutralen Staat wie Österreich es sein sollte, unwürdig und widerlich!

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Klettermaxe (10.174 Kommentare)
am 11.02.2024 08:29

Das größte Problem ist doch, dass die terroristischen Hamas letztendlich von kaum jemandem kritisiert oder eingebremst werden, also damit sogar unterstützt werden.

Man lässt Israel alleine im Kampf gegen den islamistischen Terror.

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nichtschweiger (5.560 Kommentare)
am 11.02.2024 08:47

Richtig Klettermaxe!

Viel zu wenige kapieren, dass das Problem in dieser Gegend nicht die Israelis sind sondern die Palästinenser die ihren Opferstatus nun seit Jahrzehnten aufrecht erhalten und die Absicht, die Israelis doch noch zu vertreiben, nie aufgegeben haben. Zumindest alle westlichen Länder müssten sich auf die Seite Israels stellen und jegliche Unterstützung an die Palästinenser einstellen. In wie vielen Regionen der Welt hat es ebenfalls Unrecht und Vertreibungen gegeben - in so gut wie allen Fälle ist dort heute trotzdem Frieden weil die Bevölkerung dort in die Zukunft schaut und nicht in die Vergangenheit!

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westham18 (4.240 Kommentare)
am 11.02.2024 08:48

Sie verwechseln was - in dieser Region leben gut 2 Millionen Menschen — unterwandert von der Hamas.
Schlimm, was diese Leute vor Monaten in Israel gemacht haben. Nur — dies gibt Israel KEIN Recht, mittlerweile bereits gut 28.000 palästinensische Zivilisten zu ermorden! Und westliche Verbündete schweigen dazu. Zum Schämen! 🤦‍♂️👎💥

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nichtschweiger (5.560 Kommentare)
am 11.02.2024 09:00

Hast du Artikel den ich gestern für dich verlinkt habe gelesen?

Die Hamas wurde von den Palästinensern gewählt und die Zustimmung zu der Terror-Organisation ist nach dem 7.10. sogar noch angestiegen.

Die Palästinenser verdienen kein Mitleid! Eine freigekommene Israelische Geisel hat festgehalten - es gibt im Gaza-Streifen keine unschuldigen Palästinenser!

....und mein Argument - das Problem sind nicht die Israelis sondern die unversöhnlichen Palästinenser hast du überlesen oder willst es nicht wahrhaben!

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klettermaxl (6.716 Kommentare)
am 11.02.2024 15:09

Absatz drei enthält eine strafbare Verhetzung. Das ergibt sich bereits daraus - neben vielen weiteren Argumenten -, dass sich im Gaza-Streifen palästinensische Kinder aufhalten. Online-Medien, so auch die OÖN, haben die rechtliche Pflicht, solche kriminellen Kommentare zu löschen.

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nichtschweiger (5.560 Kommentare)
am 11.02.2024 15:36

Richtigstellung - das Zitat der israelischen Geisel lautet: "Es gibt keine unschuldigen Zivilisten in Gaza"

....und hier ist der Link:

https://www.focus.de/politik/ausland/hamas-geisel-packt-nach-befreiung-aus-ich-bin-durch-die-hoelle-gegangen-es-gibt-keine-unschuldigen-zivilisten-in-gaza_id_259536259.html

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