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China schickte mehr als 60 Kampfflugzeuge in Richtung Taiwan

Von nachrichten.at/apa, 25. Mai 2024, 06:59 Uhr
CHINA-TAIWAN-MILITARY-DRILLS
China schickt Kampfjets Richtung Taiwan. Bild: - (EASTERN THEATER COMMAND OF THE P)

TAIPEH/PEKING. Die Situation zwischen China und Taiwan spitzt sich weiter zu: China hat 62 Kampfflugzeuge in Richtung der ostasiatischen Inselrepublik Taiwan geschickt - so viele binnen eines Tages wie nie zuvor in diesem Jahr.

Das teilte das Verteidigungsministerium in Taipeh am Samstag mit und bekräftigte, man sei abwehrbereit. 47 der Flugzeuge seien in Taiwans Luftverteidigungszone eingedrungen. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, obwohl dort seit Jahrzehnten unabhängige und demokratisch gewählte Regierungen an der Macht sind.

Am 15. Mai war mit 45 Flugzeugen der bisherige Höchstwert registriert worden war. China schickt fast täglich Militärflieger Richtung Taiwan. Nach Angaben des taiwanischen Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 111 chinesische Flugzeuge und Dutzende Marineschiffe während der Militärübungen um die selbstverwaltete Insel registriert.

Umfassendes Militärmanöver

Nach dem Amtsantritt des neuen taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te hatte China mit einem umfassenden Militärmanöver erneut seinen Anspruch auf die Insel bekundet. Lais Antrittsrede war in China als "Bekenntnis zur Unabhängigkeit" gewertet worden. Darin hatte Lai eine "glorreiche Ära" für Taiwans Demokratie angekündigt. Der chinesische Verteidigungsministeriumssprecher Wu Qian sagte am Freitag, Lai bedrohe das Ein-China-Prinzip, dies bringe "unsere Mitbürger in Taiwan in eine gefährliche Situation von Krieg und Gefahr".

Am Donnerstag hatte Chinas Volksbefreiungsarmee eine zweitägige Militärübung rund um Taiwan gestartet, während der offenbar auch eine Blockade der Insel simuliert werden sollte. Die Militärübung fand drei Tage nach der Amtseinführung von Taiwans neuem Präsidenten Lai Ching-te statt. Seine Demokratische Fortschrittspartei (DPP) hatte im Januar die Präsidentschaftswahl gewonnen und tritt für einen Peking-kritischen Kurs ein. Die regierende Kommunistische Partei in Peking wirft der DPP Separatismus vor.

Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll, notfalls mit militärischer Gewalt. Die Führung in Peking hat bereits mehrmals damit gedroht, die mehr als 23 Millionen Einwohner zählende Insel und das Festland mit militärischen Zwangsmitteln zu vereinen. Neben regelmäßigen Übungen der Streitkräfte fliegen beinahe täglich Kampfflugzeuge in Richtung Taiwan, um die militärische Macht der Volksbefreiungsarmee zu demonstrieren. Peking schließt auch nicht aus, Gewalt anzuwenden, um Taiwan unter ihre Kontrolle zu bringen.

Übung beendet

Chinesischen Staatsmedien zufolge wurden die zweitägigen Militärübungen mittlerweile beendet. Sie seien "erfolgreich abgeschlossen" worden, sagte ein Moderator des Fernsehsenders CCTV-7, Chinas staatlichem Militärnachrichtensender, am Freitagabend.

Auf dem chinesischen Festland hatten die Kommunisten am Ende eines Bürgerkriegs 1949 die Macht übernommen, während sich auf Taiwan damals die vorherige Regierung hielt. Taiwan wird von den USA und anderen Staaten unterstützt, die allerdings mit Rücksicht auf China von einer offiziellen diplomatischen Anerkennung des Landes absehen. Das Schicksal der Insel ist auch wegen ihrer Rolle in der Halbleiterindustrie von großer Bedeutung für die Weltwirtschaft. In Taiwan ist unter anderem der weltgrößte Auftragschiphersteller ansässig.

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9  Kommentare
9  Kommentare
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Ybbstaler (1.038 Kommentare)
am 25.05.2024 19:00

62 Flugzeuge würde ich als Drohung interpretieren. Wenn sie es ernst meinen kommen mindestens 620.

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Paul44 (1.015 Kommentare)
am 25.05.2024 09:12

Die FPÖ hetzt gegen Europa und bezeichnet es als "Kriegstreiber".

Gleichzeitig überfällt Putin völkerrechtswiedrig die Ukraine, lässt Kinder verschleppen, begeht Kriegsverbrechen und lässt zuletzt Atomwaffenübungen an den Grenzen zur Ukraine durchführen.

Jetzt legt auch China los - motiviert durch den gespaltenen Westen.

Wo bleibt hier der Aufschrei der FPÖ? Es gibt keinen! Die rechten Parteien in Europa werden durch Russland und China mitfinanziert, haben Partnerschaftsabkommen oder leisten Spionage-Tätigkeiten.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.995 Kommentare)
am 25.05.2024 22:01

#5. Kolone. Wer zahlt, schafft an - und da wird das Interesse Österreichs (der EU) zur Nebensache.

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spoe (13.901 Kommentare)
am 26.05.2024 08:13

Billige Hetze

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keinexperte (19 Kommentare)
am 26.05.2024 09:19

Die Uk Schlächter und Folterer tragen natürlich einen Heiligenschein. Die korupte Selensky Regierung lässt morden und foltern. Das ist Demokratie vom feinsten . Das solltest Du nachmachen

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Peter2012 (6.375 Kommentare)
am 25.05.2024 08:24

Der nächste Hotspot für die USA!!!

Ukraine, Gaza-Streifen, .....

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Paul44 (1.015 Kommentare)
am 25.05.2024 08:30

... eher Hotspot für die ganze Welt.

Chinas und Russlands Nationalismus und Imperialismus haben Auswirkungen auf die ganze Welt.

Sie respektieren kein internationales Recht mehr und setzen Kriege ein, um Grenzen zu verschieben.

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Natscho (4.863 Kommentare)
am 25.05.2024 18:39

Wie verbohrt muss man sein um bei einem imperalistisch und aggresiv auftretenden China (nicht nur gegen Taiwain, gegen alle Nachbarn im Pazifik) auch auf die USA hinzuhauen?
Bist du wirklich so eindimensional und einfältig?

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kirchham (2.315 Kommentare)
am 25.05.2024 07:10

Nächster Krieg? Wie blöd ist der Mensch geworden. Wir wissen von den beiden Weltkriegen was da pasiert ist. Die Affen lernen dazu die Menschen gehen wieder rückwärts.

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