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US-Firma gelingt erste kommerzielle Mondlandung

Von nachrichten.at/apa, 23. Februar 2024, 05:52 Uhr
Mondlandung
Es ist die erste US-Mondlandung seit den legendären Apollo-Missionen vor mehr als 50 Jahren. Bild: (APA/AFP/NASA/DAVID SWANSON)

HOUSTON. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist eine kommerzielle Landung auf dem Mond geglückt.

Der Lander "Nova-C" des US-Unternehmens Intuitive Machines setzte in der Nacht zu Freitag in der südlichen Region des Erdtrabanten auf, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Es ist die erste - wenn auch unbemannte - US-Mondlandung seit den legendären Apollo-Missionen vor mehr als 50 Jahren. Nasa-Chef Bill Nelson sprach von einem "Triumph".

Schwache Signale

In welchem Zustand sich "Nova-C" nach der Landung befand, war zunächst nicht klar. Es seien zunächst nur schwache Signale empfangen worden, hieß es aus dem Kontrollzentrum. Man arbeite daran, stärkere Signale zu bekommen und mehr über den genauen Zustand des Landers zu erfahren.

Video: Der unbemannte Mondlander namens "Odysseus" hat die Mond-Oberfläche erreicht:

Der "Nova-C"-Lander mit dem Spitznamen "Odysseus" ist etwa so groß wie eine altmodische britische Telefonzelle, hat Aluminium-Beine, wiegt rund 700 Kilogramm und kann etwa 130 Kilogramm Ladung befördern. Einen großen Teil davon hat die Nasa mit Forschungsgeräten und anderem Material belegt, den Rest haben sich vor allem kommerzielle Unternehmen für ihre Vorhaben gesichert. Zudem hat der US-Künstler Jeff Koons 125 Miniaturskulpturen aus rostfreiem Stahl mitgeschickt.

"Nova-C" war vor rund einer Woche vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Transportmittel war eine "Falcon 9"-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Technologie-Milliardär Elon Musk. Die Mission ist Teil des Nasa-Programms "CLPS" (Commercial Lunar Payload Services). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem eigenen Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen ansammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet. Insgesamt sind für das "CLPS"-Programm bis 2028 rund 2,6 Milliarden Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro) veranschlagt.

Intuitive Machines bekam für die "Nova-C"-Mission rund 77 Millionen Dollar. Das Unternehmen mit Sitz im texanischen Houston war 2013 unter anderem vom US-iranischen Unternehmer Kam Ghaffarian gegründet worden, der auch hinter der Firma Axiom Space steht, die gerade erst wieder mit einer kommerziellen Mission Raumfahrer zur Internationalen Raumstation schickte.

Gescheiterte Missionen

Mondlandungen gelten als technisch höchst anspruchsvoll und gehen häufig schief. Allein in diesem Jahr liefen schon zwei geplante Landungen anders als erhofft: Das US-Unternehmen Astrobotic mit Sitz in Pittsburgh schickte im Januar die "Peregrine"-Kapsel los - ebenfalls Teil des "CLPS"-Programms der Nasa. Schon kurz nach dem Start gab es jedoch Probleme aufgrund einer Störung des Antriebssystems. Den Ingenieuren gelang zwar zeitweilig eine Stabilisierung der Kapsel, das Ziel einer Mondlandung musste aber aufgegeben werden. Wenige Tage später verglühte "Peregrine" in der Erdatmosphäre.

Kurz darauf setzte der Lander "SLIM" (Smart Lander for Investigating Moon) der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa zwar sanft auf dem Mond auf, hatte allerdings zunächst Probleme mit der Energieversorgung. Erst nach tagelangem Stromausfall konnte "SLIM" dann doch noch in Betrieb gehen. Damit ist Japan - nach den USA, Russland, China und Indien - das fünfte Land, das erfolgreich eine unbemannte Landung auf dem Mond vollbracht hat. Im April vergangenen Jahres war eine japanische Firma mit einer ähnlichen Mission gescheitert.

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4  Kommentare
4  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Philantrop_1 (172 Kommentare)
am 23.02.2024 08:29

Am Mond ist nichts zu holen, das vergeudet nur Ressourcen UNSERES Planeten, die begrenzt sind.

Schluss mit diesen Spielchen von komplexbeladenen, vielleicht autistischen Technikern, die sich u. uns etwas beweisen wollen!

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diwe (2.358 Kommentare)
am 23.02.2024 09:26

Doch Philantrop, da ist einiges zu holen! "Neben den seltenen Erden gibt es noch andere Mineralien wie Basalt, Eisen, Quarz, Silizium, Platin, Palladium, Rhodium und Titan." (aus businessinsider.de). Die Privatunternehmen, die sich jetzt für den Mond interessieren, haben den Abbau dieser Ressourcen im Hinterkopf. Bis das wirtschaflich möglich ist, werden zwar noch mindestens 50 Jahre vergehen, aber die Leute denken halt langfristiger. Die Diskussionen über einen Mond-Bergbau existieren schon einige Jahrzehnte. Derzeit sind aber unsere technischen Möglichkeiten noch nicht annähernd so weit. Der Transport würde heute pro Kilogramm geschätzte 80.000 Euro kosten, aber das wird sich ändern.

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Philantrop_1 (172 Kommentare)
am 23.02.2024 11:12

Der Transport von dort zu uns frisst in REALITÄT soviel an Ressourcen, dass es so lukrativ wird, wie Käse aus Griechenland zu uns zu bringen und Rindfleisch von uns nach Argentinien, obwohl es in beiden Zielländern genug von diesen Produkten gibt, wenn man nicht von (Lebens-)Gier zerfressen ist.

Die 80.000 Euro por kg sind eine Schätzung von Leuten, die wieder auf Kosten der Allgemeinheit eine absurde Idee verfolgen wollen. Solche Privatunternehmen kennen wir zur Genüge - neulich zeigte ja SIGNA, wie dann die Allgemeinheit wieder für ihre "Visionen" einspringen muss.

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diwe (2.358 Kommentare)
am 23.02.2024 14:08

Sie sollten einfach mal selber recherchieren, ehe Sie irgendwelche Absurditäten schreiben. Die geschätzten 80.000 Euro stammen von Tilman Spohn, Direktor des Instituts für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Und ganz nebenbei sollten Sie ein Unternehmen eines Schulabbrechers, weil er nicht zur Matura zugelassen wurde, nicht mit Unternehmen, um die es hier geht vergleichen. Zu Ihrer Annahme, was Ressourcen angeht, empfehle ich Ihnen diesen leicht verständlichen Artikel: https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/forschung/article107234405/Helium-3-die-Energiequelle-vom-Mond.html

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