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In Norditalien soll wegen Dürre Ausnahmezustand ausgerufen werden

Von nachrichten.at/apa, 19. Juni 2022, 12:07 Uhr
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Bildergalerie ITALY-ENVIRONMENT-WEATHER-DROUGHT
ITALY-ENVIRONMENT-WEATHER-DROUGHT  Bild: PIERO CRUCIATTI (AFP)

ROM. Wegen der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren wollen die Regionen Norditaliens den Ausnahmezustand ausrufen.

Damit könnten sie freie Hand bei der Ergreifung von Notstandsmaßnahmen zur Bekämpfung der Wasserknappheit erhalten. Am Mittwoch treffen die Präsidenten der Regionen Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli. Dabei soll unter anderem über Maßnahmen diskutiert werden, um die Effizienz des italienischen Wasserversorgungssystems zu erhöhen.

Wasserversorgung in zehn Städten nachts komplett unterbrochen

Der Ausnahmezustand sei "unvermeidlich", sagte Patuanelli laut Medienangaben. "Es gibt ganze Landstriche in Italien und Europa, in denen es seit Monaten nicht mehr regnet." Der Präsident des Piemont, Alberto Cirio, kündigte an, dass 170 Gemeinden in seiner Region Wasser nur mehr für lebenswichtige Zwecke wie Trinken und Lebensmittelzubereitung verwenden dürfen. Die Wasserversorgung in zehn Städten, die meisten davon in der Provinz Novara, wird nachts komplett unterbrochen.

"Im Moment ist die Situation bei der Nutzung des Trinkwassers unter Kontrolle, aber wir erleben einen sehr ernsten Notstand in der Landwirtschaft. Das Volumen des Flusses Po ist um 72 Prozent niedriger als es sein sollte", berichtete Cirio. Es gebe ungenügend Schnee in den Bergen, der den Fluss speist.

Meuccio Berselli, Leiter der für die Aufsicht des Po zuständigen Umweltbehörde, sagte, dass einige nördliche Städte wegen der Dürre per Lkw mit Wasser versorgt werden müssten. Der Pegel des längsten Flusses in Italien ist drei Meter unter den Durchschnitt der vergangenen Jahre gesunken. Die Behörde wies darauf hin, dass die Wasserstände aller Seen mit Ausnahme des Gardasees weit unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt lägen.

Der Lago Maggiore befinde sich in der Nähe des historischen Tiefststands des Jahres 1946. Die Etsch weist eine um 60 Prozent reduzierte Fließgeschwindigkeit auf. Im Kraftwerk Ostiglia nahe der lombardischen Stadt Mantua wurde einer von drei Stromgeneratoren bereits abgeschaltet, weil das Wasser für die Kühlung der Anlage nicht ausreicht.

Die Landwirtschaft ist der am stärksten betroffene Sektor: Nach Angaben des Bauernverbands Cia wird in der Po-Ebene ein Rückgang der Obst- und Gemüseproduktion um 30 bis 40 Prozent erwartet, wobei die Spitzenwerte bei Getreide noch höher liegen und bei Mais und Soja bis zu 50 Prozent betragen. Der piemontesische Bauernverband Confagri hat die Ausrufung des Katastrophenzustands beantragt.

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8  Kommentare
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Rizzitelli20 (1.046 Kommentare)
am 20.06.2022 10:06

Regenwasser sammeln und gut ists

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elhell (2.017 Kommentare)
am 20.06.2022 15:00

Tja, wenn's denn regnen würde!

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Pegasus14 (676 Kommentare)
am 19.06.2022 18:37

Wenn es Mitte Juni schon weit über 30 Grad hat,was bringt erst der Kalendermässige Sommer?
Zum Glück dürfen wir mit Wasser gut versorgt sein .

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elhell (2.017 Kommentare)
am 20.06.2022 14:59

NOCH gut versorgt, wohl bemerkt.
Aber niederschlagsarme Winter kennen wir auch schon, Sommerhitze ebenso. Die Gletscher als Wasserspeicher schwinden auch hier. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es bei uns Einschränkungen gibt.

Dass manche Gemeinden Wasser für Poolbefüllungen rationieren, finde ich schon einmal gut, das betrifft aber nur ein Luxusproblem. Die Landwirtschaft leidet schon unter der Dürre. Da wird man entweder bewässern müssen oder die Art der Bewirtschaftung ändern. Eine Insel der Seligen mit endlosem Wasserreichtum ist Österreich aber heute schon nicht mehr.

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vinzenz2015 (45.565 Kommentare)
am 19.06.2022 16:18

Da werden sich die Angler aber freuen, wenn die riesigen Waller im Po sich im Niederwssser tummeln!!

Das Abwasserproblem am Po
erhöht die Konzentration der Gifte im Niederwasser gefährlich und
macht die Adria im Mündungagebiet des Po endgültig zur Kloake!!!

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Gugelbua (31.648 Kommentare)
am 19.06.2022 15:26

swird Zeit daß man daran geht aus Meerwasser Nutzwasser zu erzeugen,
wo ist da die Wissenschaft ?
die Saudis haben keine Probleme da sind alle Golfplätze bei 50 Grad grün😋

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mickeyknox (231 Kommentare)
am 19.06.2022 15:50

Das ist zwar machbar aber auch extrem energieaufwändig...der Klimawandel wird uns noch ordentlich zusetzen, von den nächsten Generationen ganz zu schweigen...aber selber Schuld...die Menschheit hat es verursacht und tut noch munter damit weiter..und ich meine damit uns alle...(aber erklär das mal dem durchschnittlichen Österreicher...Hauptsache billigen Sprit und Gas, Billigflüge und ein Schnitzel jeden Tag)

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Rizzitelli20 (1.046 Kommentare)
am 20.06.2022 10:10

Wir wissen alle dass wir schon lange mit Luftkompressoren Motoren betreiben können. Solange wir diesen korrupten Politikern das Geld hinten reinschieben wirds sicher nix. Welchen steuerfreien EU Politiker oder EZB Vorstand habt ihr gewählt? Ich keinen, und die bestimmen

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