Lade Inhalte...

Society & Mode

Alles Walzer: Die OÖN beim Wiener Opernball

Von OÖN, APA   20. Februar 2020 08:42 Uhr

WIEN. Abschied mit der Königin der Nacht: Zum letzten Mal ist am Donnerstagabend der Wiener Opernball unter der Organisation von Maria Großbauer und Staatsoperndirektor Dominique Meyer über die Bühne gegangen. Die OÖN waren mit dabei.

Gemäß ihrem Motto "Alles Oper" rückte Großbauer auch bei ihrem Abschied die Kunst in den Mittelpunkt - und zwar in der Form der mystisch-dunklen Figur aus der Mozart-Oper "Die Zauberflöte".

  • Bildergalerie: Die prominenten Opernball-Gäste:

Bildergalerie ansehen

Bild 1/32 Bildergalerie: Opernball: Die prominenten Gäste, die schönsten Roben

 

Die Eröffnung stand ganz im Zeichen der Königin der Nacht. Nach dem Einzug der 144 Debütanten-Paaren - darunter erstmals ein gleichgeschlechtliches weibliches Paar - verdunkelte sich der Ballsaal während der Eröffnung kurzfristig zum Nachtgarten der dunklen Märchenfigur. Beleuchtet wurde der Garten von sternförmigen Logengestecken im großen Ballsaal, in die insgesamt 15.000 Lämpchen eingearbeitet wurden. Auch die Blumensträuße der Debütanten waren mit kleinen Leuchten ausgestattet. Umrahmt wurde das Schauspiel von zwei ausladenden leuchtenden Mond-Skulpturen der Bühnenbildnerin Agnes Hasun.

Unter der musikalischen Leitung von James Conlon, der für den verhinderten Daniel Harding einsprang, ging es dann mit der Ouvertüre aus der Mozart-Oper weiter. "Ich freue mich, helfen zu können", sagte Conlon. Viel Zeit hatte Conlon aber nicht, da er am nächsten Tag schon wieder zu einer Aufführung nach Rom eilen musste.

Viel Applaus gab es für die Starsänger Aida Garifullina und Piotr Beczala: Beczala sang am Ball die Arie "E Lucevan Le Stelle" aus der Oper "Tosca", mit der er in der vergangenen Saison in Staatsoper umjubelt debütiert hat. Die Sopranistin Garifullina gab "Sempre libera" aus "La traviata" zum Besten.

Bevor der Ballsaal mit einem gemeinsamen "Alles Walzer"-Ruf freigegeben wurde, zeigten die Debütanten noch ihre fleißig einstudierte Eröffnungschoreografie - samt der textlich machbaren "Lalalala"-Gesangseinlage bei der Bauernpolka von Johann Strauß. Dies absolvierten sie bravourös und bekamen den verdienten Applaus der Ballgäste sowie großes Lob von der Ballorganisatorin Großbauer.

  • Bildergalerie: Bilder der Eröffnung 

Bildergalerie ansehen

Bild 1/20 Bildergalerie: Opernball: Die glanzvolle Eröffnung

 

  • Die OÖN berichten vom Ball der Bälle in Wien: Kulturredakteur Helmut Atteneder war vorschriftsgemäß im eleganten Frack mit dabei: 
  • Video: Für die Organisatorin, Maria Großbauer, war es der vierte und letzte Ball. Die OÖN haben sie vor der Eröffnung getroffen:

Prominente Gäste

Trotz prominenten Absenzen war auch das offizielle Österreich ganz ordentlich am Ball vertreten. Zwar fehlte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wegen des EU-Budgetgipfels, doch sorgte Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Staatsoberhaupt für höchste Repräsentanz in der Staatsoper. Zahlreiche türkise Minister brachten hochrangige Gäste aufs Parkett. Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kam in die Oper. Den prominentesten Gast hatte sich die als tanzfreudig bekannte Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) geangelt, nämlich den griechischen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Margaritis Schinas. Die höchste Vertreterin der Grünen war Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek, die die Künstler auf dem Ball im Vordergrund sah.

Die Promidichte hielt sich in Grenzen: Richard Lugner strahlte mit seinem "sehr unkomplizierten und wirklich sehr netten" Star Ornella Muti und in der Loge des Unternehmers Klemens Hallmann und seiner Frau, dem Model Barbara Meier, nahmen "Terminator"-Shootingstar Gabriel Luna ("Wien ist so schön"), der muskelbepackte Schauspieler und Opernball-Debütant Ralf Moeller - zum ersten Mal im Frack -, die niederländische Moderatorin Sylvie Meis, das Model Franziska Knuppe und die Moderatorin Katja Burkard mit gebrochener Schulter Platz.

Muti zeigte sich in einem schlichten engen Kleid ganz in schwarz und begeistert über ihren Gastgeber: "Lugner ist so sympathisch", sagte sie und gab zu Protokoll, dass sie "vielleicht" auch das Tanzparkett beehren will. Auch des Baumeisters Begeisterung über seinen Gast hielt an: "Sie ist super."

Video: Muti wagte mit Lugner ein Tänzchen

Stark vertreten waren die Künstler: Neben dem zahlreich erschienenen Opern-Ensemble tanzten unter anderen auch Nicholas Ofczarek, Cornelius Obonya, Maria Happel, Nina Proll - die auch einen Auftritt als Sängerin am Ball hatte - Gregor Bloeb, Stefan Ruzowitzky, Christian Ludwig Attersee, Florian Teichtmeister und Sunnyi Melles an.

  • Video: Maria Großbauer begrüßte Innenminister Karl Nehammer, der gemeinsam mit den zum Schutz abgestellten Polizisten die Stellung vor dem Haus am Ring hält:
  • Video: Der Auftritt der Debütanten-Paare lag heuer zum zweiten Mal ganz in der Hand der Welser Tanzschule Santner. Im Interview erzählt die Chefin der Tanzschule, Maria Santner, über die Gesangseinlage der jungen Tänzerinnen und Tänzer und eine weitere Premiere:
  • Bildergalerie: Ein Blick hinter die Kulissen

Bildergalerie ansehen

Bild 1/16 Bildergalerie: Die OÖN beim 64. Opernball
  • Video: Jetzt muss alles sitzen: In dem Kurzvideo sind die 144 Debütanten bei ihrer letzten Probe zu sehen.
  • Highlights vom Opernball nachzulesen im Liveblog:

 

Zahlen und Fakten zum Ballereignis des Jahres

315 Euro kostet eine Eintrittskarte, mit 5.150 Ballgästen ist das Haus am Ring ausverkauft. 144 Paare eröffnen als Debütanten den Opernball, über den weltweit berichtet wird. Die Staatsoper lukriert durch das Fest einen Gewinn von 1,1 Millionen Euro.

Es ist der vierte und letzte Ball von Organisatorin Maria Großbauer, auch Direktor Dominique Meyer verabschiedet sich mit seinem zehnten Fest. Rund um den Opernball herrscht Ausnahmezustand an der Wiener Staatsoper. Der Umbau des Zuschauerraums in den Ballsaal erfolgt innerhalb von 30 Stunden. Der Rückbau der Räumlichkeiten für den normalen Spielbetrieb beginnt am Freitag um 5.00 Uhr und dauert 21 Stunden - mit einer Unterbrechung für "Die Zauberflöte für Kinder". Der Ballsaal selbst hat eine Länge von 50 Meter.

Insgesamt sind am Opernballabend 7.230 Personen in der Staatsoper - darunter 350 Mitarbeiter in der Gastronomie und 250 Sicherheitskräfte. Für die Dekoration der Logen sorgen 171 Blumenarrangements und rund 500 Blumengestecke auf den Tischen. Eine Loge kostet zwischen 13.300 und 23.600 Euro, ein Tisch zwischen 420 und 1.260 Euro (exklusive Eintrittskarte und Kulinarik).

Für die Bewirtung der Gäste kommen 1.000 Sektkübel52.600 Gläser und 9.200 Besteckteile zum Einsatz. Zu den 144 Paaren des Jungdamen- und Jungheeren-Komitees kommen 16 als Reserve hinzu. In diesem Jahr sind Debütanten aus elf verschiedenen Ländern vertreten. Für gute Stimmung sorgen 150 Musiker in zwölf verschiedenen Ballbereichen.

Beim Opernball gilt folgende Kleiderordnung: Damen müssen großes, langes Abendkleid tragen, die Herren einen Frack. Von diesem Gebot sind auch die Berichterstatter nicht ausgenommen, wie das Pressebüro des Balles ausdrücklich unterstrich. Bei Missachten der Kleiderordnung wird man von den Billeteuren nicht in die Oper gelassen.

Vergangenes Jahr waren 2,653 Millionen Zuschauer beim Opernball-Abend auf ORF 2 dabei. Die Eröffnung sahen im Schnitt 1,357 Millionen bei einem Marktanteil von 50 Prozent.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Society & Mode

22  Kommentare expand_more 22  Kommentare expand_less