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Ein Drittel der Kinder ist schon vor der Geburt im Internet

Von nachrichten.at/apa, 06. Februar 2020, 13:14 Uhr
little boy and girl playing with mobile phones
Ab wann braucht ein Kind eine Smartphone? Bild: colourbox.de

WIEN. Knapp ein Drittel des österreichischen Nachwuchses ist schon vor der Geburt online zu finden.

30 Prozent der Eltern teilen laut einer aktuellen Untersuchung schon vor der Geburt Fotos bzw. Ultraschall-Bilder ihrer Sprösslinge. 72 Prozent der bis 6-Jährigen nutzen digitale Medien, ein Drittel mehrmals pro Woche, hieß es am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Insgesamt dürften rund 37 Millionen Bilder und Videos von österreichischen Kindern bis sechs Jahren im Netz kursieren, schätzten Experten anlässlich des 17. Safer Internet Day 17. am 11. Februar. Sie hatten den Internet-Konsum der Allerjüngsten und den Umgang der Bezugspersonen umfassend beleuchtet. Wie sich zeigte, gibt es in Haushalten mit Kindern unter sechs Jahren heute durchschnittlich vier bis fünf internetfähige Geräte. 81 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen nutzen internetfähige Devices zumindest gelegentlich - 2013 waren es noch 41 Prozent. Somit ist in dieser Altersgruppe eine Verdoppelung festzustellen. Von den bis Sechsjährigen schauen fast drei Viertel (73 Prozent) Videos, 61 Prozent Fotos, 58 Prozent hören Musik und die Hälfte (51 Prozent) spielt.

Immer öfter fungiert das Netz als "digitaler Schnuller": Durchschnittlich kommen Kinder im Alter von einem Jahr erstmals mit digitalen Medien in Kontakt. 72 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Sprössling sogar jünger war, als es zum ersten Mal ein internetfähiges Gerät verwendet hat. Für jeden zehnten Drei- bis Sechsjährigen ist Videoschauen vor dem Einschlafen unverzichtbar.

Die Hälfte nutzt das Gerät von Vater oder Mutter, 28 Prozent ein Familien-Gerät. 22 Prozent der Kinder unter sechs Jahren haben mittlerweile ein eigenes Gerät zur Verfügung. 44 Prozent der Eltern setzen auf zeitliche Beschränkungen, 42 Prozent limitieren den Zugang auf bestimmte Seiten und Apps. 57 Prozent gaben an, stets bei der Nutzung dabei zu sein. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) findet es schwierig, geeignet Inhalte ausfindig zu machen. 17 Prozent der Kids wurden schon mit ungeeigneten Online-Inhalten konfrontiert.

Neun von zehn Elternteilen treffen konkrete Vorkehrungen, bevor die Kleinen internetfähige Geräte nutzen dürfen. Am häufigsten beschäftigen sich Kinder online via Tablet (32 Prozent ), Smartphone (30 Prozent ) und internetfähigem Fernseher (21 Prozent ). Kaum eine Rolle spielen Computer und Laptop spielen mit vier Prozent. 24 Prozent der Kinder benutzen täglich das Internet. 33 Prozent mehrmals pro Woche, 15 Prozent seltener und 28 Prozent gar nicht. Von jenen Kindern, die insgesamt das Internet benutzen, tun dies ein Drittel täglich. 46 Prozent der Eltern gaben an, dass sich ihr Nachwuchs mehrmals pro Woche mit einem internetfähigen Gerät beschäftigt.

Im Vergleich zu 2013, als dies noch für noch 15 Prozent täglich und 30 Prozent mehrmals pro Woche zutraf, ist hier eine deutliche Steigerung in der Nutzungshäufigkeit zu beobachten.

400 Eltern von Kindern bis sechs Jahren waren im November 2019 telefonisch und online vom IFES im Rahmen der Studie "Die Allerjüngsten und digitale Medien" zur Mediennutzung ihrer Sprösslinge befragt worden. In Auftrag gegeben hatte dies das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und der ISPA (Internet Service Providers Austria) im Rahmen der Initiative Saferinternet.at. Es zeigte sich unter anderem, dass der Nachwuchs immer früher mit digitalen Medien in Kontakt kommt. Das aktuelle Einstiegsalter für den Erstkontakt mit internetfähigen Geräten liegt dem zufolge bei einem Jahr.

Zu den damit verbundene Herausforderungen für Familien in Sachen digitale Mediennutzung zählt auch das Verhalten des Umfelds: 17 Prozent der Kinder beschweren sich, das die Erwachsenen zu viel Zeit mit digitalen Geräten verbringen würden. Drei Viertel sind sich ihrer Vorbildwirkung bewusst. Jeder fünfte Elternteil gestand ein schlechtes Gewissen ein, weil sie ihr Kind zu oft mit dem Internet still beschäftigen.

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9  Kommentare
9  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
reibungslos (14.801 Kommentare)
am 06.02.2020 23:54

Früh übt sich, wer ein guter ferngesteuerter Konsumsklave werden will.

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franz.rohrauer (1.145 Kommentare)
am 06.02.2020 21:45

Hat zwar eh niemand was zu verbergen, aber falls jemand doch wider erwarten den Denkmuskel anwerfen sollte, hier ein interessanter Beitrag: https://www.heise.de/foto/meldung/Polizei-Keine-Kinderfotos-auf-Facebook-posten-2849133.html

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franz.rohrauer (1.145 Kommentare)
am 06.02.2020 21:08

Haben derzeit unsere 7-jährige Enkelin zu Besuch (sie geht in NÖ zur Schule und hat derzeit Semesterferien). Natürlich mit funkelnagelneuem Elektronikschrott namens "Tablet". Ist ja sooowas von uuuurwichtig!

- daraufhin habe ich den guten alten Matador (für diejenigen, die das nicht kennen: ist ein auch heute noch erhältlicher Holzbaukasten) geholt und mit ihr gebastelt und gebaut. Tablet war vergessen.
- spielen gemeinsam Karten - Tablet ist vergessen
- fahren gemeinsam Schlitten - Tablet ist vergessen
- bauen gemeinsam einen Schneemann - Tablet ist vergessen
- wandern und verfolgen gemeinsam Tierspuren - Tablet ist vergessen
usw.

Seit Tagen liegt das uuuurwichtige Ding in einer Ecke und wird nicht angeschaut!

Und dann hat meine Frau ihr erzählt, was mit Fotos auf Instagram, WhatsApp, Facebook etc. passiert. Jetzt ist das Trumm endgültig passé. Bin gespannt, wie lange...

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Sign (89 Kommentare)
am 06.02.2020 19:33

futurezone.at Super Artikel zum Problem der wischenden Kleinkinder!

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PippilottaOma (1.219 Kommentare)
am 06.02.2020 19:15

Die wahre Tragik sehe ich darin,
dass die große weite Welt und alle
anderen Menschen scheinbar
wichtiger sind als das eigene Kind.

Ein ganz "wichtiger" Platz für
Medienkonsum ist die Tischplatte
von Babyhochstühlen -
kein Essen ohne Handy-Bespaßung ! 🤦‍♀️!

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.466 Kommentare)
am 06.02.2020 18:21

Wie der Herr/die Dame, so das G'scherr...

Gestern wieder in der Bim: Ein Bub im Kindergartenalter mit Bewegungsdrang und Langeweile und Frau Mama, die in Ruhe am Handy fratzenbooken will...

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powerslave (1.163 Kommentare)
am 06.02.2020 16:01

Ich fordere eine Handyhalterung für jeden Kinderwagen!

Da züchten wir eine Generation von hochkurzsichtigen ADHS - Menschen heran. Dafür waren sie schon im 2. Schwangerschaftsmonat auf Instagram. Wieso eigentlich nicht auch schon auf Tinder?

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pepone (60.622 Kommentare)
am 06.02.2020 14:35

voi guad wia der Bua zuschaut wos die kloane mocht 👍👍😊😊

aber bald wird sich die Gesellschaft nicht mehr Mündlich unterhalten ,sondern nur noch per Internet. Es wird Schaden nehmen wenn sich Menschen NICHT MEHR unterhalten , miteinander sprechen und lachen . So werden sie zu Einzelgänger/in

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Ramses55 (11.126 Kommentare)
am 06.02.2020 18:56

"So werden sie zu Einzelgänger/in"

Ach was, die haben 500-600 Freunde, Wir nur so um die 4-5 Freunde. 😉

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