Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Polizei bekommt Spezialnasenspray gegen Fentanyl-Überdosen

Von nachrichten.at/apa, 11. Juni 2024, 10:36 Uhr
Polizei Blaulicht Einsatz
(Symbolbild) Bild: VOLKER WEIHBOLD

WIEN. Die Exekutive in den neun Landespolizeidirektionen wird bedarfsmäßig mit Naloxon-Nasensprays ausgestattet.

Der Arzneistoff wird als Gegenmittel bei Vergiftungen mit Opioiden wie Fentanyl eingesetzt und gehört zum fixen Ausrüstungsbestandteil von US-amerikanischen Polizeieinheiten. In Österreich bekommen nun die auf Drogenbekämpfung spezialisierten Dienststellen ebenfalls die Spray-Fläschchen, bestätigte das Innenministerium entsprechende APA-Recherchen.

Fentanyl gilt als rund 50-mal stärker als Heroin und der unbeabsichtigte Kontakt kann schwerwiegende Konsequenzen haben - bis hin zum Atemstillstand. "Vor allem das Einatmen von größeren Mengen stellt eine Gefahr dar", hieß es vom Ministerium. Aber auch der Hautkontakt birgt unter Umständen ein Risiko. In den von der Opioid-Krise geplagten USA ist das Rauschgift mittlerweile die häufigste Todesursache von Menschen zwischen 18 und 49 Jahren.

Unter anderem die New Yorker Polizei aber auch zahlreiche Behörden aus anderen US-Bundesstaaten verfügen darum bereits über jahrelange Erfahrung im Umgang mit Naloxon. Zwar sei die Lage in Österreich eine andere als in den USA, wie Daniel Lichtenegger, Drogenkoordinator im Innenministerium und Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität im Bundeskriminalamt, erklärte. "Aber wir wollen natürlich vorbereitet sein, um nicht nachzuhinken."

Österreichweit noch kein Einsatz

Es seien darum laut Innenministerium "bereits in allen Bundesländern" Naloxon-Sprays angeschafft worden oder befänden sich in Beschaffung. "Die Sicherheit der Polizei-Bediensteten hat im Außendienst Priorität", erklärte eine Sprecherin den Grund für das Ende 2023 gestartete Projekt. Die Sprays seien als sofortige Gegenmaßnahme bei einer reinen Opioid-Überdosierung wirksam, ihr Einsatz als Teil von Erste-Hilfe-Maßnahmen in Notfällen gedacht.

Die betreffenden Polizistinnen und Polizisten seien dafür auch bereits im vergangenen Sommer vom Chefärztlichen Dienst des Innenministeriums geschult worden. "Bei einem Einsatz des Nasensprays ist anschließend aber eine weitere Versorgung, bzw. Behandlung durch Rettungskräfte notwendig", hieß es. Konkrete Zahlen zu den Sprays wurden aufgrund "der bedarfsorientierten Beschaffung der einzelnen Landespolizeidirektionen" nicht genannt. Primär sollen jedoch Schwerpunkt-Dienststellen mit Naloxon ausgestattet werden.

Das Ministerium nannte in diesem Zusammenhang etwa die Ermittlungsbereiche Suchtgiftkriminalität in den Landeskriminalämtern (LKA) sowie im Bundeskriminalamt, die Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS), Dienststellen auf Bezirksebene, kriminaltechnische Untersuchungsstellen sowie Zugriffskräfte. "Das Mittel wird unter Beachtung entsprechender Lagerungshinweise auf den Dienststellen aufbewahrt und im Einsatz, je nach Bedarf, mitgeführt", so das Ministerium. Einen Einsatz gab es österreichweit bisher aber noch nicht.

mehr aus Chronik

"Fixe Basis statt Projektfinanzierung": Mädchenberatungsstellen wollen Planungssicherheit

Einschränkungen im Wahlarztsystem oder Attraktivierung des Kassensystems?

Polizei-Großeinsatz in Wien-Brigittenau: Offenbar Schüsse gefallen

Land Kärnten aktiviert erstmals heuer Hitzeschutzplan

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen