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Gestohlene Meldedaten: Datenschutzbehörde rügt GIS

Von nachrichten.at/apa, 29. November 2023, 19:18 Uhr
(Symbolbild) Bild: VOLKER WEIHBOLD

WIEN. In der Causa um gestohlene Meldedaten rügt die Datenschutzbehörde das Gebühren Info Service (GIS).

Wie "Der Standard" und der "Kurier" am Mittwoch auf ihren Onlineportalen berichteten, hat die GIS laut Datenschutzbehörde gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen.

Konkret habe sie laut der Behörde gegen das Recht auf Geheimhaltung verstoßen, indem sie nicht ausreichend technisch und organisatorisch dafür gesorgt habe, dass die personenbezogenen Daten der Betroffenen geschützt blieben, hieß es auf derstandard.at. Der Hintergrund: Die GIS hatte ein Subunternehmen damit beauftragt, eine interne Datenbank der GIS neu zu strukturieren. Dieses stellte versehentlich im Rahmen seiner Tests die Adressen, Namen und Geburtsdaten von neun Millionen Menschen - also fast der gesamten Bevölkerung - ungeschützt ins Netz. Ein Hacker aus den Niederlanden holte sie sich und bot sie zum Verkauf an.

Legt GIS Beschwerde ein?

Erwartet wird, dass die GIS nun Beschwerde gegen den Bescheid erhebt. Das wohl aus gutem Grund: Die Rechtsanwälte Robert Haupt und Florian Scheiber führen ein Sammelverfahren gegen die GIS, dem sich laut "Standard" und "Kurier" mehr als 4.000 Menschen angeschlossen haben. Sie sehen ihre Chancen nun dadurch gestiegen. Die Datenschutzbehörde stellte den Berichten zufolge fest, dass die Meldedaten für Identitätsdiebstähle missbraucht werden könnten.

"Die gegen die GIS gerichteten Begehren wurden teils abgewiesen und ihnen teils stattgegeben. Hinsichtlich der stattgegebenen Fälle werden Rechtsmittel erhoben", hieß es auch am Abend in einer Stellungnahme des ORF.

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2  Kommentare
2  Kommentare
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kpader (11.506 Kommentare)
am 30.11.2023 07:28

Wo kann man sich auch an Klage beteiligen?

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kpader (11.506 Kommentare)
am 30.11.2023 07:31

Gefunden:
https://gis-datenleck.at

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