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Deutlicher Anstieg an selbstverschuldeten Unfällen: 41 tote Radfahrer im Jahr 2023

Von nachrichten.at, 22. Februar 2024, 06:26 Uhr
Radfahren
Experten fordern einen Ausbau der Infrastruktur Bild: VOLKER WEIHBOLD

WIEN/LINZ. Im Vorjahr sind 41 Radfahrer auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen, fast die Hälfte war mit E-Bikes unterwegs.

Auffällig hoch ist der Anstieg der selbst verschuldeten Unfälle, hieß es am Donnerstag in einer Analyse der ÖAMTC-Unfallforschung. Die neuen Zahlen markieren einen Höhepunkt, der sich schon die vergangene Jahre abzeichnete.

Rad-Unfälle mit Personenschaden stiegen von 2013 bis 2022 auf 69 Prozent an. Besonders die Anzahl der Unfälle ohne Fremdverschulden erhöhte sich in diesem Zeitraum um 149 Prozent. Jeder zweite Unfall, bei dem Radfahrer beteiligt sind, entsteht so durch die Radler selbst. Im gleichen Zeitraum stiegen Kollisionsunfälle (34 Prozent) und Kreuzungsunfälle (25 Prozent) nur verhältnismäßig wenig an.

Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss häufen sich

77 Prozent der Fahrradunfälle sind etwa nicht auf eine nicht eingehaltene Höchstgeschwindigkeit zurückzuführen. Die Hauptprobleme sind oftmals zu geringe Vorsicht im Straßenverkehr sowie nicht ausreichende Fahrfähigkeiten, betont ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Auch neigen überdurchschnittlich viele Radler zum Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Demnach stiegen "Alkohol, Drogen oder Medikamente" als Gründe für Unfälle um 255 Prozent an. Auch Unfälle, die nach der Missachtung von Ampeln oder Verkehrsschildern eintraten, erhöhten sich um 197 Prozent.

Ausbau von Infrastruktur gefordert

Der ÖAMTC-Verkehrstechniker fordert daher mehr Regelbewusstsein und sichereres Fahren von Radlern. Für die Erhöhung der Sicherheit braucht es aber auch einen Ausbau der Infrastruktur sowie verstärkte Kontrollen durch die Polizei.

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8  Kommentare
8  Kommentare
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detti (1.797 Kommentare)
am 22.02.2024 11:20

Das Alter wäre auch noch eine interessante Kategorie, oder wäre das Altersdiskrimminierung? Ich sehe immer wieder 80+ auf dem Rad, die bereits im Gehen von Schwindel geplagt sind. Die e bikes sind aber verlockend wieder mobil zu werden, auch wenns gefährlich ist .

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2good4U (17.615 Kommentare)
am 22.02.2024 09:33

Leider glauben viele Radfahrer, dass Stoppschilder, Sperrlinien und Ampeln nur für Autofahrer gelten und dass Zebrastreifen Radüberfahrten sind.

Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ein Radfahrer am Gehsteig fährt und plötzlich unvermittelt und ohne zu schauen auf die Straße wechselt.
Auch Fahrten ohne Licht in der Dunkelheit sind leider keine Seltenheit.

Um die Zahl der Verkehrstoten zu senken sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer in der Pflicht.

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betterthantherest (34.004 Kommentare)
am 22.02.2024 08:41

Behauptung:
Mindestens 2/3 der Radlerunfälle ließen sich mit vorschriftsmäßigem Fahren der Radfahrer erfolgreich verhindern.

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hn1971 (2.003 Kommentare)
am 22.02.2024 09:34

Ich bin ein sehr rücksichtsvoller Autofahrer sag ich mal, ich komme nicht selten in die Situation, dass Radfahrer ohne Rücksicht mit vollem Tempo über Zebrastreifen rasen - unter dem Motte Vorfahrt - und ich dann der Schuldige bin, wenn etwas passiert. Wenn ich als Fußgänger über eine Zebrastreifen gehe interessiert das den Radfahrer nicht, ich werde eher noch angemotzt aufzupassen... ich kann deine Aussage mal aus meiner Sicht bestätigen!

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tomk32 (933 Kommentare)
am 22.02.2024 07:57

Jetzt wollte ich schon schimpfen dass der ÖAMTC hier von "selbst verschuldet" anstatt "Alleinunfall" schreibt wie es auch das BMI in seiner Unfallstatistik tut, aber nein, es ist der OÖN-Redakteur der aus irgendeinenem Grund zu einer tendentiösen Sprache greift und suggeriert dass 41 Radfahrer aufgrund eigener Fehler gestorben sind. Alleinunfälle definieren sich allein dadurch dass kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt ist, die Ursache oder Schuld am Unfall (bei Radlern und Autofahrern ist der Prozentsatz an Alleinunfällen in etwa gleich hoch bei 40%, einzig die Motorradfahrer leben etwas gefährlicher) kann ein Fehlverhalten des Fahrers sein aber auch z.B. der Straßenbelag, Eis, Laub oder bei Autounfällen immer noch beliebt: Aquaplanning.

Die Quelle vom ÖAMTC https://www.oeamtc.at/thema/fahrrad/anzahl-der-fahrradunfaelle-in-den-vergangenen-zehn-jahren-stark-angestiegen-61040375
Und das BMI https://www.bmi.gv.at/202/Verkehrsangelegenheiten/unfallstatistik_vorjahr.aspx

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tomk32 (933 Kommentare)
am 22.02.2024 08:02

Noch ein Wort zu Drogen und Alkohol, 225% Steigerung klingt enorm, aber Alkohol im Straßenverkehr ist inzwischen ein recht kleines Problem dank der vielen Kontrollen und übermäßigen Berichterstattung. Wie die Unfallstatistik des BMI berichtet: 15 tödliche Unfälle bei denen Alkohol im Spiel war, aber ganze 42 (von 178 tödlich verunglückten PKW-Insassen) die nicht angeschnallt waren. Im Suff schnallt man sich anscheinend immer noch an. Immerhin. Die 4,2% alkoholisierte Fahrer bei Unfällen mit tödlichem Ausgang erhöht sich bei allen Unfällen nur auf 7,8%. Ablenkung und nicht-angepasste Geschwindigkeit sind weit häufiger die Unfallursache.

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CedricEroll (11.073 Kommentare)
am 22.02.2024 08:34

Radlobbyist tomk32 versucht natürlich abzulenken. Traurig genug, dass er das in FPÖ-Manier tun: What about the car drivers? Die Kernausage des ÖAMTC spielt er mit "Aber der Straßenbelag" herunter. Es hilft alles nichts. Diese bleibt "zu geringe Vorsicht im Straßenverkehr". Oder mit anderen Worten: Acht- und Rücksichtslosigkeit.

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tomk32 (933 Kommentare)
am 22.02.2024 10:49

na schau, Sam ist wieder aufgetaucht.

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