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Thomas Hochleitner: Weil weniger in Wahrheit mehr ist

Von Edmund Brandner, 10. Februar 2024, 05:47 Uhr
Thomas Hochleitner, Lehrer an der HTL Vöcklabruck Bild: privat

Der 47-jährige Verfahrenstechniker fährt das ganze Jahr mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Wenn es um den Klimaschutz geht, vermisst Thomas Hochleitner in der Debatte einen Begriff: Sparsamkeit. "Wir könnten so vieles verbessern, wenn wir uns nur ein wenig einschränken würden", sagt der 47-jährige Verfahrenstechniker, der an der HTL Vöcklabruck Gebäude- und Energietechnik unterrichtet. "Außerdem habe ich als Lehrbeauftragter eine besondere Verantwortung. Ich kann von meinen Schülern kein Engagement für den Klimaschutz einfordern, wenn ich selbst mit einem dicken Auto zur Schule komme."

Deshalb begann Hochleitner vor drei Jahren, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Elf Kilometer sind es von seinem Heimatort Haunolding zur Schule. Macht zusammen 22 Kilometer und 50 Minuten Radfahren jeden Tag. Der Techniker fährt fast das ganze Jahr hindurch, nur bei Schnee und Eis lässt er das Rad stehen und setzt sich in sein Elektroauto. "Aber Radfahren ist deutlich schöner", sagt er. Denn der Witz an der Sache sei doch der: "Wer das Klima schützt, verliert nicht. Er gewinnt an Lebensqualität."

Man könnte Hochleitner als Klimaschutz-Freak bezeichnen. In den Urlaub fährt die sechsköpfige Familie mit der Bahn, auch bei der Ernährung spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle – und natürlich setzt der HTL-Professor sein technisches Wissen ein, um etwas für das Klima zu tun. Er hat in Haunolding eine der ersten Erneuerbaren Energiegemeinschaften Oberösterreichs gegründet und reicht den Strom, den er mit seiner großen Photovoltaikanlage (20 kWp) produziert, günstig an seine Nachbarn weiter. Und auch bei den Bestrebungen, in der Region Vöckla-Ager Wasserstoff aus Sonnenstrom zu produzieren und für den Winter einzuspeichern, hat er seine Finger im Spiel.

"Jammern ist zu wenig", sagt der promovierte Techniker. "Es geht darum, etwas zu tun." Nach dem Interview radelte Hochleitner zum Offenen Kulturhaus Vöcklabruck: Er arbeitet dort ehrenamtlich im Repair-Café und reparierte gestern einen Regenschirm.

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Autor
Edmund Brandner
Lokalredakteur Salzkammergut
Edmund Brandner

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5  Kommentare
5  Kommentare
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Floh1982 (2.332 Kommentare)
am 10.02.2024 11:08

Wenn man mit dem Rad in die Arbeit fährt, und mit der Bahn in den Urlaub, gilt man also schon als "Freak"?

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il-capone (10.275 Kommentare)
am 10.02.2024 10:50

Zu gefährlich, wenns keine durchgehend gute Radlstrassen gibt.
Es gilt noch immer das Diktat der egoistischen Blechwölfe.
Tagtäglich auf meiner Arbeitsstrecke erlebbar.
MTB auf Abseits-und Waldstrecken ist dagegen ein Genuss.

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Kodiak (1.130 Kommentare)
am 12.02.2024 07:55

Und im Wald gilt offenbar das Diktat der Amokfahrenden downhill-oder sonstiger MTB-Egoisten auf Forstwegen mit Fahrverbot. Oder einfach gleich direkt quer durch die Botanik.
Erlebbar bei regelmäßigen Beinah-Zusammenstößen meiner Familie bei div. Spaziergängen. (Falls man es überlebt)

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rprader (308 Kommentare)
am 10.02.2024 07:53

Bei Schnee und Eis fahre ich mit Winterreifen. Etwas mehr Rollwiederstand, aber sehr gute Haftung.
Viel wichtiger sind Abstellplatz im Haus, damit Salzeisklumpen vom Rad abtauen können und ein zukunftsorientierter Arbeitgeber, der Garderobe und Dusche zur Verfügung stellt.
Den habe ich und bin dem sehr dankbar

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Puppihaxi (63 Kommentare)
am 10.02.2024 06:21

Ein Vorbild für uns alle,Hut ab!!!

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