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Sie ist rund um die Uhr für die Igel da

Von Gerhard Hüttner, 20. September 2012, 00:04 Uhr
Sie ist rund um die Uhr für die Igel da
Alle zwei Stunden muss das erst acht Tage alte Igelbaby mit einer Pipette gefüttert werden. Bild: gh

ST. LORENZ. Gabriele Reisinger leitet am Mondsee die Igelstation des einzigen Igelvereins in Österreich.

„Das Schönste für mich ist, wenn ich im Frühling so viele Tiere gesund der Natur zurückgeben kann“, sagt Gabriele Reisinger. Die ehemalige Volksschullehrerin leitet in ihrem Haus in St. Lorenz die Igelstation des Vereins „Igelhilfe Österreich“. 118 stachelige Tiere betreut sie derzeit.

Ein Igel sollte 600 Gramm Körpergewicht haben, um gut über den Winter zu kommen. Tiere mit derzeit weniger als 350 Gramm sind praktisch nicht lebensfähig und müssen aufgepäppelt werden.

Reisinger hat in ihrer Wohnung 70 Boxen aufgestellt, in denen sie stachelige Findelkinder aus ganz Österreich pflegt. Die Tiere werden gewogen und untersucht, ob sie von Parasiten wie Flöhen, Zecken oder Fliegeneiern befallen sind. Danach werden sie noch mit einem Mittel gegen Innenparasiten behandelt. „Der Igel bleibt bei mir in der Wohnung, bis er 800 Gramm hat, dann wandert er in die Garage in die Winterschlafschränke“, erläutert die Igelmutter aus St. Lorenz.

Auf den Igel gekommen ist sie vor 13 Jahren durch ein Inserat, in dem Adoptiveltern gesucht wurden, die einen Igel übernehmen wollen. Gabriele Reisinger hat sich gemeldet und hat sich ein umfangreiches Wissen durch die Mitarbeit in der Igelstation angeeignet. In ihrem ersten Jahr in der Pension hat sie daheim 185 Igel betreut. Im Vorjahr hat sie 265 Igel in ihrer Station aufgenommen, heuer rechnet sie mit rund 400 Tieren. Damit ist natürlich viel Arbeit verbunden: Auf 17 Stunden täglich kommt sie momentan. Ihre Sorgenkinder sind ein erst acht Tage altes Igelbaby, das sie mit der Pipette füttert, verletzte oder kranke Tiere.

Zur Unterstützung sucht die Lorenzer Igelmutter Mitarbeiter, die in der Woche drei Stunden in der Station anpacken oder die selbst einen Igel pflegen möchten. „Igel nicht mit Milch, Obst oder Gemüse füttern, denn sie sind reine Fleisch- und Insektenfresser“, klärt Reisinger auf. Eierspeise, Faschiertes oder Katzenfutter eignet sich als Igelnahrung.

Interessierte Igelfreunde melden unter Tel. (0664) 1115642, E-Mail reiga@gmx.at oder www.igelhilfe.at.tc

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3  Kommentare
3  Kommentare
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Frantisek71 (66 Kommentare)
am 20.09.2012 10:47

Jetzt habe ich wenigstens eine Ausrede, wenn meine Frau sagt ich soll Laub rechen. Ich bin nicht faul, ich bin tierlieb.

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rfre (144 Kommentare)
am 20.09.2012 09:29

Der Igel befindet sich leider auf der Liste der bedrohten Tierarten. Jeder Gartenbesitzer und jede Gemeinde ist aufgerufen ihren Beitrag zum Schutz dieses Tieres zu leisten.

Es muss nicht jedes Blatt, jeder Blätterhaufen, jedes Altholz im Herbst entfernt werden! Neben dem ökonomischen Unsinn werden damit auch Winterquartiere für Igel und andere Tiere zerstört!

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profiler7 (3.317 Kommentare)
am 20.09.2012 08:33

eine gute sache !!! zwinkern

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