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Nach den vielen Proben grassiert in Frankenburg der Würfelspiel-Virus

FRANKENBURG. Mit der Vorpremiere beginnt heute um 20.30 Uhr die Würfelspiel-Saison 2011. 400 Laiendarsteller spielen unter der Regie von Alois Pillichshammer einen Teil ihrer eigenen Geschichte nach.

Nach den vielen Proben grassiert in Frankenburg der Würfelspiel-Virus

Seit 2005 inszeniert der Lehrer Alois Pillichshammer (55) als Regisseur alle zwei Jahre das Frankenburger Würfelspiel. Bild: gh

In den vergangenen Tagen hat Alois Pillichshammer den Wetterbericht besonders aufmerksam verfolgt, muss der Regisseur des Frankenburger Würfelspiels doch zwei Proben in der Woche unterbringen. „Mit den 24 Sprechrollen probe ich seit Ende Mai“, berichtet der 55-jährige Deutsch- und Turnlehrer an der Polytechnischen Schule in Vöcklamarkt.

Die Identifikation mit dem Schauspiel von Karl Itzinger ist in Frankenburg nach wie vor groß. „Für uns hat das eine Bedeutung, vor einer Masse von Leuten zu spielen, was mit der eigenen Geschichte zu tun hat“, sagt Pillichshammer, der seit 2005 die Regie führt.

Die schwierigste Arbeit für den Regisseur bildet das vierte Bild der Würfelszene mit allen 400 Mitwirkenden auf der Freilichtbühne. Es liegt in Pillichshammers Hand, dass alle Gruppen zur richtigen Zeit auftreten und sich entsprechend in Szene setzen.

„Für die alteingesessenen Spieler ist das Würfelspiel ein Teil ihrer Persönlichkeit geworden“, beschreibt der Regisseur die Bindung der Darsteller an das Stück, das seit 1925 in Frankenburg aufgeführt wird. „Aber auch die Neuen sind vom Würfelspiel-Virus infiziert“, berichtet Pillichshammer. Nach der Probenzeit sei jetzt der Gusto zum Spielen wieder da. „Jeder ist gespannt, wieder vor Publikum zu spielen.“

Bis 15. August sind elf Aufführungen geplant, je nach Witterung kommen bis zu 20.000 Zuschauer pro Saison. „Der Großteil des Publikums kommt aus der näheren Umgebung“, weiß der Spielleiter. Aber auch aus Bayern sind immer wieder einige Gäste in der Natur-Freilichtbühne zu begrüßen. Heuer haben sich sogar drei Zuschauer aus Russland angesagt, die fürs Würfelspiel nach Frankenburg reisen.

Die Spielsaison endet traditionellerweise mit einem Gemeinschaftsessen. Denn der Lohn ist für alle Darsteller gleich: „Ob Statist oder Hauptrolle, es gibt für jeden ein Essen, laut Statuten ein kälbernes Bratl und vier Getränke“, erzählt Pillichshammer.

Informationen über den Kartenvorverkauf und das Stück findet man unter www.wuerfelspiel.at

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Artikel Gerhard Hüttner 27. Juli 2011 - 00:04 Uhr
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