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Besuch in der Heimat der "Bettler von Vöcklabruck"

VÖCKLABRUCK. Bittere Armut inmitten Europas: Die Arbeitslosigkeit in den Roma-Dörfern liegt bei fast 100 Prozent.

Besuch in der Heimat der "Bettler von Vöcklabruck"

Vöcklabrucker Reisegruppe mit Roma Robert und dessen Familie. Bild: Privat

Eine Gruppe aus Armutsnetzwerk und Mauthausenkomitee besuchte kürzlich zum zweiten Mal die Heimat der "Bettler von Vöcklabruck", um sich über deren Lebenssituation zu informieren. Arbeitslosigkeit, Krankheiten, desolate Häuser, schmutziges Trinkwasser, offene Diskriminierung – das sind die Lebensbedingungen der Roma in der Südost-Slowakei.

"Die bittere Armut und Perspektivlosigkeit für viele der Roma in der Südost-Slowakei ist erschütternd", berichtet Bert Hurch-Idl, Sprecher des Armutsnetzwerkes. Die Not ist im Vergleich zum letzten Besuch vor zwei Jahren noch größer geworden. Da das Einkommen kaum zum Leben reicht, werden viele Häuser immer desolater. Undichte Dächer, fehlende Fenster, löchrige Wände sind Standard. Dazu kommt die schlechte hygienische Situation. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 30 Prozent, in den von Roma besiedelten Dörfern bei nahezu 100 Prozent.

Neben Besuchen der Familien informierten sich die Reiseteilnehmer auch über Projekte von "direkthilfe:roma" sowie Wohnungen, die mit EU-Fördergeldern errichtet wurden. "Den Bettlern das Betteln verbieten, weil das keine nachhaltige Lösung ist, ist das Gleiche, wie einem Ertrinkenden den Rettungsring zu verweigern, weil es nachhaltiger ist, schwimmen zu lernen", betont Frederik Schmidsberger vom Mauthausenkomitee.

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Artikel 31. März 2017 - 00:04 Uhr
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