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Luger zieht Wahlvorschlag für Shoah-Gedenkverein zurück

Von nachrichten.at/apa, 23. Februar 2024, 10:34 Uhr
Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP)
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) Bild: Weihbold

LINZ. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) zieht den Wahlvorschlag für einen neuen Vorstand der Gedenkorganisation "Freunde von Yad Vashem" zurück.

Das teilte er dem amtierenden Vorstand des Vereins am Freitag mit. Auf der Liste war auch der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl vertreten. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) hatten das zuletzt heftig kritisiert.

Für die "Freunde von Yad Vashem" kandidierten zunächst zwei Gruppierungen mit jeweils sechs Kandidaten und Kandidatinnen. Politisch besetzt war dabei eher die zweite Liste, für die nicht nur Luger und Rabl antreten wollten. Auch drei weitere SPÖ-Politiker, darunter der oberösterreichische Dritte Landtagspräsident Peter Binder, waren dort vertreten. Sie begründeten die Entscheidung für eine gemeinsame Liste damit, dass es zunächst so ausgesehen habe, dass es gar keine Bewerbungen für den Vorstand gebe, womit die Auflösung des Vereins gedroht hätte. Wäre von Anfang an bekannt gewesen, dass es jemanden gebe, der die Arbeit fortführen wolle, wäre man gar nicht angetreten.

Rabl: "Formfehler bei Einreichung"

Laut dem Welser Bürgermeister habe es ohnehin einen Formfehler bei der Einreichung der Liste gegeben: "Yad Vashem hat bekannt gegeben, dass die Gedenkstätte alle Vorschläge vorab approbieren muss. Das ist bei beiden Listen nicht passiert." Da formal die Bewerbungen ohnehin zurück an den Start gehen würden, würden die oberösterreichischen Politiker nicht mehr kandidieren und der zweiten Liste den Vortritt lassen. Mit der Kritik an seiner Person habe das Zurückziehen der Liste nichts zu tun. 

Kritik an Rabl

MKÖ und IKG hatten insbesondere die Kandidatur Rabls kritisiert. Sie sei eine "Zumutung", der FPÖ-Politiker habe mit seiner Kandidatur die Holocaust-Opfer verhöhnt. Bei jenen, die mit ihm kandidierten wurde "antifaschistische Sensibilität" vermisst. Zuletzt hatte die Gedenkstätte Yad Vashem selbst laut ORF gefordert, die Wahl vorübergehend auszusetzen.

"Unsere Absicht lag stets darin, den Fortbestand des Vereins, der noch Ende Jänner gefährdet war, durch eine Verknüpfung demokratisch legitimierter öffentlicher Funktionsträger mit Vorstandspositionen nachhaltig abzusichern," erklärt Luger in einer schriftlichen Stellungnahme den Rückzug. "Dies erscheint nun nicht mehr notwendig, weshalb wir unser Angebot zurücknehmen können", so Luger. Dem Verein sowie dem vermutlich im März gewählten neuen Vorstand wünsche "das Team rund um die Bürgermeister Luger und Rabl" alles Gute.

Luger: "Kritik ist indiskutabel"

Die Kritik an Rabl bezeichnet Luger im OÖN-Gespräch als "indiskutabel". Die Verunglimpfung von Herrn Mernyi (Willi, Vorsitzender des MKÖ, Anm.) sei untergriffig. "Da hört sich die Diskussionskultur auf", sagt Luger. Antisemitismus werde man weder bei ihm, noch bei Rabl finden. Rabl ist seit zehn Jahren Mitglied des Vereins, Luger sogar Ehrenmitglied. 

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10  Kommentare
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GunterKoeberl-Marthyn (17.939 Kommentare)
am 23.02.2024 15:54

Dem Verein sowie dem vermutlich im März gewählten neuen Vorstand wünsche "das Team rund um die Bürgermeister Luger und Rabl" alles Gute. Wir müssen Vorbilder für den Frieden und für die Gemeinschaft sein und werden, denn wenn wir nach 79 Jahren keine gemeinsame Holocaust Gedenkfeier schaffen, dann stimmt etwas nicht in den sturen Köpfen! Es erinnert mich an meine Großmutter, die ich bereits mit 8 Jahren überzeugen konnte, doch mit uns nach Verona über Genua und die Schweiz zu fahren, denn sie hat meine Bitte abgeschlagen, denn ich wollte den Sitzplatz im Auto meiner Eltern noch für die Urlaubswoche besetzen. Sie fährt nicht zu den Mördern ihres Vaters, der 1914 in Rovereto gefallen ist! Ich habe ihr gesagt, dass diese Generation gar nicht mehr lebt und einmal auch verzeihen muss! Sie hat sich von mir überzeugen lassen und ist mitgefahren, bin mit meiner Oma in Verona im Hotel geblieben, die Heimweh bekommen hatte, weil sie noch nie im Ausland war, aber erstmalig das Meer sehen konnte!

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HumpDump (4.870 Kommentare)
am 23.02.2024 13:41

Anstatt MKÖ könnte man besser gleich ÖGB schreiben.
Dann wird die "Kritik" und ständige Hetze transparenter.

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gutmensch (16.657 Kommentare)
am 23.02.2024 13:47

MKÖ - ÖGB ? Sind sie sicher, dass sie im richtigen Thread gelandet sind ?

Ein bisschen wirr ihr Kommentar.

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funfunfun (1.907 Kommentare)
am 23.02.2024 18:29

Wenn man sich nicht auskennt soll man schweigen gutmensch:

https://www.oegb.at/der-oegb/organisation/vorstand/willi-mernyi

Aber stimmt ja - andere kritisieren dürfen nur die links-woken Schwurbler.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.172 Kommentare)
am 23.02.2024 13:32

Praktisch, dieser "Formfehler". Er bewahrt vor Ges(ch)ichtsverlust.

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Linz2013 (3.195 Kommentare)
am 23.02.2024 11:55

Rabl mag eine positive, bürgerliche Ausnahme innerhalb der FPÖ sein. Ich schätze ihn zumindest teilweise.

Aber die FPÖ ist mit Kickl und den Identitären in die rechtsradikale Ecke gewandert - mit Zustimmung einer breiten FPÖ-Basis.

Wenn Rabl etwas bewegen möchte, dann soll er zuerst innerhalb der FPÖ aufräumen. Seine Kandidatur für diese Stelle wäre ein Weißwaschen der FPÖ gewesen und eine Zumutung an die Opfer des Faschismus.

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funfunfun (1.907 Kommentare)
am 23.02.2024 18:29

Böödsinn

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Floh1982 (2.354 Kommentare)
am 23.02.2024 11:27

Die Politik sollte sich aus diesem Thema heraus halten. Das gilt für ALLE Parteien!

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Gugelbua (31.890 Kommentare)
am 23.02.2024 11:49

meine ich auch Politik hat in religiösen Einrichtungen nichts zu suchen,
die sollten endlich mal privatisiert werden und auch nicht subventioniert

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StefanieSuper (5.153 Kommentare)
am 23.02.2024 10:41

Gut so!

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