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Linz

Ein Dank im Kornfeld

Von Reinhold Gruber   28. August 2017 00:04 Uhr

Ein Dank im Kornfeld
Vor dem 1299 erstmals erwähnten Ansitz Auhof wurde der Dank in das Feld getreten.

ANSFELDEN/KREMSMÜNSTER. Für 1000 Facebook-Fans haben sich die Chefs der Guts- und Forstverwaltung Schreiberhuber auf kreative Art bedankt

Wenn der hinlänglich bekannte Facebook-Daumen in überdimensionaler Größe von einem Feld buchstäblich in den Himmel grüßt, dann ist das außergewöhnlich und wirft Fragen auf.

Vor der malerischen Kulisse des Ansitz Auhof in Kremsmünster, bewirtschaftet von der Guts- und Forstverwaltung Alfred Schreiberhuber mit dem Stammsitz in Ansfelden (Plassgut), war das "Like-Zeichen" für ein paar Wochen mehr als deutlich zu sehen. Das bedeutete am Boden Schwerstarbeit. Aber dieser Aufwand war es Ideengeber Clemens Schreiberhuber und seinem Vater Alfred wert.

Idee schon länger im Kopf

Zwei Jahre lang schon spielte sich der Sohn des Hauses mit dem Gedanken eines Kornkreises mit digitaler Botschaft. Doch die Fruchtfolge auf dem größten Feld der Gutsbesitzer ließ noch zwei Jahre ins Land ziehen, ehe aus der Idee Realität werden konnte. "Heuer hat es gepasst", so Clemens Schreiberhuber zu den OÖN.

Alles hat natürlich mit dem "wirklichen Facebook" zu tun. Dem digitalen Zeitalter kann sich auch ein landwirtschaftlicher Großbetrieb nicht dauerhaft entziehen. Zumal die von Schreiberhuber bewirtschafteten Betriebe (Plassgut, Ansitz Auhof und Sumerauerhof in St. Florian) auch beliebte kulturelle Treffpunkte sind.

Dank Konzerten oder – wie vor kurzem – der Fernsehsendung "Mei liabste Weis" gibt es auch abseits der Landwirtschaft einiges zu berichten. Und damit ist das Fanpotenzial größer.

"Das Interesse der Menschen an unserer Facebook-Seite ist immer mehr gewachsen", sagt Schreiberhuber. Als die 1000er-Schallmauer der Likes überschritten war, schien es für ihn mehr als angebracht, Danke zu sagen. Aber nicht einfach nur mit einem kleinen Posting. "Ich wollte kreativ Danke für die mehr als 1000 Fans unserer Facebook-Seite sagen."

Wie sagt ein traditioneller landwirtschaftlicher Betrieb am besten Danke?

Mit einem Kornkreis. Was Vater und Sohn Schreiberhuber sowie ein Gärtner in das riesige Feld vor dem Ansitz Auhof im wahrsten Sinne des Wortes getreten haben, verdient sich Anerkennung.

"Ja, das war schon Schwerarbeit", plaudert Schreiberhuber aus der Schule. Allein die Planung nahm zwei Tage in Anspruch. Vier Tage lang hat das Trio dann die Botschaft in das Feld getreten. Mit hilfreichen Linien. Beobachtet von vorbeigehenden Menschen, die nicht so recht wussten, was sie mit den drei Männern und ihren festen Tritten anfangen sollten.

Schweißtreibende Aktion

Bei relativ kühlem Wetter wurde es eine schweißtreibende Angelegenheit. Mit Drohnen wurde das Ergebnis gefilmt und fotografiert. Dokumente für die Ewigkeit.

Mittlerweile ist die Botschaft schon wieder verschwunden, das Feld ist abgeerntet und die Normalität wieder eingekehrt.

Wird es eine Fortsetzung geben? "Bei den nächsten 10.000 Likes können wir darüber reden", sagt Clemens Schreiberhuber im OÖN-Gespräch und lacht.

Vielleicht kommt dieser Moment schneller als er jetzt noch glaubt. Denn die Bilder vom "Danke für 1000 Likes" könnten durchaus die Fanschar der Guts- und Forstverwaltung deutlich größer werden lassen.

Nähere Informationen zum Betrieb: www.schreiberhuber.eu

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