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Oberösterreich

Schwarze Wolken bei Brand in Firma Nemak

Von OÖN   18. April 2016 20:45 Uhr

Die Löscharbeiten waren schwierig. Dennoch konnte die Feuerwehr nach zwei Stunden "Brand aus" geben.

LINZ. Montagfrüh gegen sieben Uhr wurden die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Linz zu einem Brand in die Zeppelin Straße alarmiert.

Spektakuläre Szenen spielten sich Montagfrüh im Linzer Stadtteil Kleinmünchen ab: Von weitem war gegen 7 Uhr eine schwarze Rauchsäule zu sehen. In dem Metallverarbeitungsbetrieb Nemak in der Zeppelinstraße war ein Brand ausgebrochen. Offenbar hatte Isoliermaterial eines Lüftungsrohres im Keller des Betriebs Feuer gefangen, die Rauchschwaden konnten durch einen Schlot ins Freie gelangen. Die Berufsfeuerwehr Linz und die Freiwilligen Feuerwehren Ebelsberg und Pichling rückten mit zwei Löschzügen und 51 Einsatzkräften an.

"Massiver Löschangriff"

Die Löscharbeiten gestalteten sich allerdings schwierig. "Wir mussten einen massiven Löschangriff starten", schilderte Branddirektor Christian Puchner. "Das war aber nicht einfach, weil der Rauch im Kellerbereich sehr stark war und sich eine enorme Hitze entwickelte." Deshalb mussten sich die Vier-Mann-Löschtrupps in ihren Atemschutzanzügen regelmäßig zurückziehen und ihre Kollegen weiterarbeiten lassen.

Erst der Einsatz eines Lüfters machte ein schnelleres Vorrücken zum Brandherd möglich. Nach knapp zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Gefahr für die Anrainer habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, versicherte Branddirektor Puchner. "Die Rauchschwaden sind glücklicherweise über den hoch gelegenen Kamin abgezogen, deshalb war es ungefährlich für die direkte Nachbarschaft."

Trotzdem blieben aus Sicherheitsgründen noch ein Löschfahrzeug und ein Hubrettungsgerät auf dem Firmengelände. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Vermutlich ist das Feuer durch Überhitzung ausgebrochen.

Schadenssumme noch unklar

Wie hoch die Schadenssumme angesetzt werden muss, wollte gestern die Nemak-Standortleitung nicht bekannt geben. Auch nicht, ob es brandbedingt zu einem Produktionsausfall kommen wird. Das Unternehmen mitten in Kleinmünchen ist eine der produktivsten Gießereien für Motorteile der Welt. Auf der Kundenliste stehen unter anderem namhafte Automobil-Hersteller. Nemak Linz (ehemals Mandl & Berger) gehört seit 2007 zur mexikanischen Alfa-Gruppe, einem börsennotierten Mischkonzern.

 

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