Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Kraftwerk Riedl: Fischereiverband befürchtet ökologisches Desaster

Von Alfons Krieglsteiner, 18. März 2011, 00:04 Uhr
Kraftwerk Riedl: Fischereiverband befürchtet ökologisches Desaster
Die Donau bei Engelhartszell: „Der Fluss verkommt zum Schifffahrtsweg und Energiespeicher“, warnt der Landesfischermeister. Bild: Lindorfer

LINZ. Mit Info-Veranstaltungen wirbt die „Austrian Hydro Power“ für das geplante Pumpspeicherkraftwerk Riedl. Landesfischermeister Karl Wögerbauer wirft der Betreibergesellschaft jetzt bewusste Falschinformation vor.

An den Veranstaltungen, zuletzt an der BH Rohrbach, würden keine Fachleute teilnehmen, außerdem würde die auch von Umweltanwalt Martin Donat geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für Oberösterreich mit keinem Wort erwähnt. Laut Wögerbauer würden die Betreiber ein vom Gewässerökologen Gerald Zauner für den bayerischen Partner der „Austrian Hydro Power“ erstelltes Gutachten zu ihren Gunsten interpretieren.

Problematisch sind laut Wögerbauer vor allem die zu erwartenden Pegelschwankungen. Das bestätigt auch Zauner: „Wenn man die nicht im Bereich von maximal 10 cm halten kann und zusätzlich keine Ausgleichsmaßnahmen wie neue Schotterbänke und Anbindung an die Donau-Altarme schafft, ist die Umweltverträglichkeit nicht gegeben.“

„Die Bewertung des Gutachtens obliegt dem Land Oberösterreich“, sagt Verbund-Pressesprecher Florian Seidl. Er erwartet, dass auf bayerischer Seite das Raumordnungsverfahren im April abgeschlossen und das Projekt auch vor der bayerischen UVP bestehen wird. Man werde die Pegelschwankungen möglichst gering halten und eine Fischwanderhilfe installieren.

Wögerbauer verweist darauf, dass der Donauabschnitt in einem Europaschutzgebiet liegt und besonders schutzwürdig sei. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober müsse rasch eine UVP in Auftrag geben. Wögerbauer fürchtet um die Fischbestände, nicht zuletzt um das vom Fischereiverband forcierte Sterlet-Projekt. Dieser kleine Verwandte des Störs hat hier sein letztes Rückzugsgebiet.

Kraftwerk: Verfahren läuft

Der Bau des Pumpspeicherkraftwerks Riedl im Unterlauf des Kraftwerks Jochenstein soll 2014 beginnen, 2018 soll es in Betrieb gehen. Kostenpunkt: 350 Millionen Euro. Landesrat Rudi Anschober betont, dass in die bayerische UVP die oberösterreichischen Behörden „mit allen Parteistellungsrechten“ integriert sein werden. Wögerbauers Bedenken würden von Umweltanwalt und Naturschutzabteilung in das Verfahren eingebracht.

mehr aus Oberösterreich

Mehr Personen in Oberösterreich absolvieren Ausbildung für Altenpflege

Helmut Schmidinger: Ein Pionier für Kompositionspädagogik

Saharastaub und Südföhn: So wird das Wetter am Wochenende

SP kontert Steinkellner: "Strafgelder bereits für Pflegeheime zweckgewidmet"

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

6  Kommentare
6  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
( Kommentare)
am 18.03.2011 19:19

Stellt man die Titelseite und Seite 36 der OÖN vom 18.03. gegenüber, dann verschlägt es einem die Sprache: Schaut so der vielbescworne Ausstieg aus der Atomenergie aus? „Der Bund Naturschutz (BN) hat sich nach einer Sondersitzung Anfang April 2010 aus naturschutzfachlichen und landschaftsästhetischen Gründen gegen den Bau des geplanten Pumpspeicherwerks Riedl ausgesprochen.“ (Regiowiki: Energiespeicher Riedl). Auf diese Art wird die Energieversorgung in 10 Jahren gerade erst ihr erstes Projekt genehmigt, aber längst noch nicht umgesetzt haben.
DI Ernst Dorfner, Linz

lädt ...
melden
antworten
puchenauer (26 Kommentare)
am 18.03.2011 14:36

am besten mal in Ranna vorbeischauen und sich selbst ein Bild machen, unbedingt auch mal an der Südseite der Mauer runterschauen, der Blick sollte für die UVP Leute schon genügen ansonsten mal die "10cm" Schwankung genauer beobachten.

lädt ...
melden
antworten
theeye (43 Kommentare)
am 18.03.2011 09:36

hat glaube ich andere Probleme als so ein Kraftwerk ....

Erneuerbare Energie ist letztendlich ein sehr effektiver Umweltschutz.

Und zum Naivkommentar von Hrn. LustigLustig ....:

Die Wirtschaft sind wir irgendwie alle und der Konsument läuft halt mal recht häufig zu Lidl, Penny, Hofer und Co. ....

Viele davon werden´s auch müssen!

lädt ...
melden
antworten
KlausBrandhuber (2.053 Kommentare)
am 18.03.2011 09:24

Bekämpft doch das Jagdverbot auf Kormorane. Diese haben sich in den letzten 40 Jahren in Europa verviezigfacht! Und für das ökologische Gleichgewicht sind sie mehr als entbehrlich. Aber Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose.

lädt ...
melden
antworten
funfunfun (1.892 Kommentare)
am 18.03.2011 06:38

höre ich sehr wohl - aber verkommt die Donau dazu - nein sie ist es schon.

Es gäbe ja sehr wohl die Möglichkeit des Miteinanders Ökologie und Ökonomie - das ist aber teurer. Das will die Wirtschaft aber nicht (Ausrede: der Verbraucher will billige Produkte).

Wozu haben wir Politiker (für Lobbyisten, für Skandale, zum Schuldenmachen) - wären da nicht andere Aufgaben gewesen??

lädt ...
melden
antworten
puchenauer (26 Kommentare)
am 18.03.2011 02:02

am besten mal in Ranna vorbeischauen und sich selbst ein Bild machen, unbedingt auch mal an der Südseite der Mauer runterschauen, der Blick sollte für die UVP Leute schon genügen ansonsten mal die "10cm" Schwankung genauer beobachten.

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen