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Elisabethinen: Führungswechsel in Nierenabteilung

Von nachrichten.at/rom, 01. August 2016, 14:15 Uhr
Daniel Cejka mit einer Watschinger-Dialysespule aus den 1960er-Jahren und einem modernen Dialyse-Gerät. Bild: Elisabethinen

LINZ. Daniel Cejka heißt der neue Leiter der Nephrologischen Abteilung des Elisabethinen-Krankenhauses in Linz. Der 37-Jährige ersetzt Universitätsprofessor Rainer Oberauer und hat viel vor.

"Mehr Leben für die Nierenpatienten" - Dieses Motto will sich Daniel Cejka für seine Arbeit bei den Elisabethinen vor Augen führen und sich in Linz vor allem den Nierenerkrankungen und Nierenersatztherapien widmen. Der gebürtige Steyrer ist deshalb nach dem Studium und einigen Jahren am AKH von Wien wieder zurück nach Oberösterreich gegangen.

Vor einem Monat hat er die Stelle als Abteilungsleiter der Elisabethinen von Rainer Oberbauer übernommen, der nach zehn Jahren in Linz nach Wien wechselt. Cejka setzt in seiner neuen Rolle auf zwei Strategien:

  • Um die Lebensqualität für Nierenerkrankte während der Therapie zu verbessern, sollen Patienten häufiger von der Bauchfelldialyse profitieren. Bei dieser Methode wird das Blut im Bauchraum des Erkrankten gereinigt.
    Vorteil: Der Patient übernimmt selbst die Dialyse und muss nicht - wie bei der "herkömmlichen" Dialyse - ständig im Krankenhaus sein. 
    Nachteil: Diese Behandlung ist nicht für jeden Patienten geeignet. "Ältere, gebrechliche Personen, die nicht so selbstständig sind, brauchen Hilfe, am besten von gut ausgebildetem Pflegepersonal", sagt Cejka. 
  • Wird ein Nierenspender benötigt, soll künftig die Quote der Lebendspenden erhöht und die Wartezeit bis zur Transplantation verkürzt werden. 

"Ziel muss sein, jedem Patienten, der an einer Nierenerkrankung leidet, die für ihn bestmögliche Behandlung zu geben", sagte Cejka am Montag bei einem Pressegespräch.

Derzeit gibt es in Österreich 4400 Dialysepatienten. Jedes Jahr kommen laut Cejka mehr als 1000 dazu. Das Krankenhaus der Elisabethinen verfügt über 48 Dialyseplätze und ist damit die größte Dialyse in Oberösterreich. "Die Dialyse kommt allerdings bei Weitem nicht an die Ergebnisse einer funktionierenden Niere heran, wie diese durch eine Nierentransplantation erreicht werden können", sagt der neue Abteilungsleiter.  

Die Zukunft der Transplantation 

Er sieht die Zukunft neben der Bauchfelldialyse in der Transplantation von Lebendspenden. Bei den Elisabethinen werden jährlich 60-70 Nieren transplantiert. In Österreich sind es pro Jahr etwa 400 - in den Universitätskliniken in Wien, Graz und Innsbruck und eben in Linz. Drei Viertel der Transplantationen sind Spenden Verstorbener, ein Viertel entfällt auf Lebendspenden. "Natürlich muss das gespendete Organ auch immer passen. Aber mit einer Lebendspende wird einerseits die Lebenserwartung des Erkrankten verlängert und andererseits die Wartezeit verkürzt." 

Ein Nierenkranker muss in Österreich im Schnitt 3,3 Jahre auf ein Spenderorgan warten. Doppelt so lange dauert es in Deutschland. Unterschiede gibt es bei der Gesetzeslage: In Österreich gilt die Widerspruchsregelung. Jeder kann nach dem Tod zum Organspender werden, solange er zu Lebzeiten nicht aktiv widersprochen hat. Das Umgekehrte gilt für die Deutschen: Dort können Toten nur dann Organe entnommen werden, wenn zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt worden ist. 

Nierenversagen

"Das Trügerische bei einer Nierenerkrankung ist, dass der Betroffene quasi keine Vorzeichen spürt", sagt Daniel Cejka, Leiter der Nephrologischen Abteilung im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Die häufigsten Ursachen sind Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen und Immunerkrankungen. Um einer Erkrankung vorzubeugen, rät Cejka zum regelmäßigen Gesundheitscheck samt Zucker- und Blutdruckmessen sowie Urinuntersuchung. 

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