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Ciara Moser versteht sich mit dem E-Bass blind

Von Hannes Fehringer, 09. November 2016, 00:04 Uhr
"Es mag ein Vorteil sein, dass ich als blinde Musikerin gar nie in Versuchung kam, Noten zu lesen. Es geht gar nicht anders, als Töne zu verinnerlichen." - Ciara Moser, Musikerin und Filmheldin aus Aschach an der Steyr Bild: Hannes Fehringer

Die junge Musikerin, die seit Geburt nur Schatten sieht, ist Heldin eines Filmes.

Das Gesicht ihres Freundes wird die 21-jährige Ciara Moser nie sehen können, aber sie hat ein geistiges Bild von ihrem Schatz. Seit ihrer Geburt liefern ihre Augen wegen einer erblich bedingten Netzhautkrankheit eine Mattscheibe, von der sich nur ganz starke Kontraste abheben. Ciara findet sich trotzdem in der Welt zurecht als wäre ihr Sehvermögen intakt.

Ihre Eltern, die Kirchenwirtsleute von Aschach an der Steyr, Hannes und Terry Moser, haben ihr behindertes Kind so erzogen, dass es zu keiner Heulsuse wurde. Ein paar blaue Flecken waren Vater und Mutter lieber als das kleine Mädchen nicht durch die Stube krabbeln zu lassen, wo es sich hin und wieder an Tischbeinen den Kopf anschlug. Damit das Kind nicht in die Sonderschule musste, sondern mit dem Taststock ganz normal zur Volksschule ging, vertrauten die Eltern auf die Gebefreudigkeit der Aschacher Vereine, die 17.000 Euro für einen Blindencomputer sammelten. „Ciara ist ein Mensch mit einem Handicap, der zum Glück nicht behütet aufgewachsen ist“, beschreibt sie Regisseurin Carola Mair. Die Filmemacherin hat für „ORF“ und „3sat“ eine Doku gedreht über eine junge Frau, die in ihren Kinderschuhen auf eigene Füße gestellt wurde und sich als junge Erwachsene zu einem Kreativitätsbolzen entwickelt hat.

Ciara räumte schon auf der Violine in der Pflichtschule Preise bei „Prima la Musica“ ab, als Tochter einer Irin hat die Geigenspielerin auch Jigs und Reels im Blut. Die „vielsaitige“ Musikstudentin ist in Wien bei Jazz-Jam-Sessions eine der gefragtesten E-Bassistinnen. Regisseurin Mair hat die junge Oberösterreicherin vor die Kamera geholt, weil sie bei ihr eine Musikerinnenkarriere voraussieht und eine Künstlerin, die in ihrem Leben noch viel Eigenständigkeit hervorbringen wird. Das Blindenschicksal ist dabei Nebensache, auch Ciara „sieht“ das so. Bei der Filmpremiere morgen, um 19 Uhr, im Steyrer Citykino, werden die Cineasten nach dem Abspann den Groove miterleben, wenn die Bassistin mit ihrer improvisierten Jazzcombo loslegt.

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