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Oberösterreich

36 Prozent - JKU mit schlechtester Abschlussquote

Von nachrichten.at   15. Oktober 2015 14:00 Uhr

Dr. Kurt Pieslinger (Institut Wirtschaftsstandort OÖ), Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider (JKU Linz), Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas (JKU Linz / Rektor), Univ.-Prof. Dr. Andreas Janko (JKU Linz / Vizerektor für Lehre und Studierende). (von links)

LINZ. Professor Friedrich Schneider von der JKU behandelte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz das Thema Studienabbrecher. Im Schnitt liegt die Abschlussquote bei 56 Prozent - auf der JKU schließen allerdings nur 36 Prozent der Studenten ihr Studium auch ab.

Im Auftrag des Instituts Wirtschaftsstandort Oberösterreich (IWS) hat Professor Friedrich Schneider von der JKU 21 Hochschulen im Zeitraum vom Wintersemester 2001/2002 bis zum Wintersemester 2014/2015 untersucht. Diese Zahlen wurden am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Linz präsentiert und analysiert.

766.362 Studenten haben sich in diesen 27 Semestern an Österreichs Hochschulen eingeschrieben - fast 400.000 Studierende haben in diesem Zeitraum ihr Studium nicht beendet.

"Im Schnitt weisen die 21 Hochschulen eine Abschlussquote von nur 56,18 Prozent auf", sagt Schneider.
Diese alarmierenden Zahlen kosten Geld. Ein Studienabbrecher muss Einkommensverluste durch geringere Ausbildung hinnehmen, aber auch der Staat Österreich verliert Einnahmen. 

Ausgehend vom durchschnittlichen Bruttogehalt eines Universitätsabsolventen (2014 bei 2727 Euro brutto) wurde durch ein eigens entwickeltes Simulationsmodell der volkswirtschaftliche Schaden berechnet. Im untersuchten Zeitraum über 27 Semester gingen der Volkswirtschaft durch Studienabbrecher sage und schreibe 2,5 Milliarden Euro verloren. 

"Damit geben wir uns nicht zufrieden"

"Mit einer Studienabschlussquote von 36 Prozent an der JKU geben wir uns nicht zufrieden", sagte  Meinhard Lukas, neuer Rektor an der JKU. Lukas will mit seinem Team unter anderem die Studieneingangsphase verändern, einen persönlicheren Umgang mit Studenten pflegen, ein Frühwarnsystem bei sinkender Prüfungsaktivität einführen. 

Der neue Vizerektor für die Lehre Andreas Janko konkretisiert: "Wir wollen ein Studienverlaufsmonitoring einführen, um schon früh gegensteuern zu können, wenn alarmierende Signale beim Studienfortschritt auftauchen."

Ein hochschuldidaktisches Zentrum soll aufgebaut werden um die Qualität der Lehre zu verbessern, moderne Vermittlungsmethoden in die Hörsäle zu bringen und die Bewertung der Lehrenden und Lehrinhalte effektiver zu gestalten. 

Studienabbrecher

 

766.362 Studenten haben sich laut einer Studie von Friedrich Schneider zwischen 2001 und 2015 an 21 österreichischen Hochschulen eingeschrieben. Fast 400.000 Studierende
haben in diesem Zeitraum ihr Studium nicht beendet.

2,5 Milliarden Euro gingen volkswirtschaftlich dem Staat im Beobachtungszeitraum durch das Abbrechen des Studiums verloren.

36 Prozent beträgt die Studienabschlussquote an der JKU in Linz. Damit liegt die Universität an der letzten Stelle. Das Ranking führt die Medizin-Uni Wien an, die eine Abschlussquote von 81 Prozent aufweist.

 

(Tabellen: Schneider)

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