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24 Studentinnen managten Mühlviertler Volksschule

Von Herbert Schorn, 24. März 2015, 00:04 Uhr
24 Studentinnen managten Mühlviertler Volksschule
Kristina Rauch (l.) und Stefanie Rammer brachten der 3b-Klasse das schriftliche Subtrahieren bei. Bild: Alex Schwarzl

ENGERWITZDORF/LINZ. Zwei Wochen Pause für Lehrerinnen – dafür Schulalltag hautnah für die Studierenden, vom Elterngespräch bis zum Klassenbuch.

Es ist still in der 3b. 16 Schülerinnen und Schüler sitzen vor ihren Heften und rechnen angestrengt. Addieren, subtrahieren, multiplizieren. Die Luft ist dick vom vielen Nachdenken. Stefanie Rammer schleicht von Tisch zu Tisch und beantwortet flüsternd Fragen, Kristina Rauch widmet sich derweil hinten einigen Ostereiern.

Seit 9. März sind die zwei Studentinnen der Pädagogischen Hochschule (PH) der Diözese für den Unterricht in dieser Klasse verantwortlich. Sie bringen den Kindern Lernwörter und das schriftliche Subtrahieren bei, singen mit ihnen Frühlingslieder, setzen Kressesamen in Eierschalen. Den Schülern macht die Abwechslung Spaß. "Wir haben Experimente mit einem Teebeutel gemacht", berichtet Julian. Roana erzählt von der Rakete, die sie im Werken gebastelt hat, Gregor von den neuen Turnübungen. Aber Hannah hat den ultimativen Vorteil der neuen Lehrmethoden herausgefunden: "Kristina und Stefanie geben am Freitag nie viel Hausübung auf. Das ist gut!"

Zwei Wochen lang managten bis gestern 24 Studentinnen die Schulklassen in der Volksschule Schweinbach in Engerwitzdorf (Bezirk Urfahr-Umgebung). Bei dem Pilotprojekt, das nach einem Vorbild aus Finnland entwickelt wurde, übernahmen je zwei Studierende die Aufgaben einer Lehrerin: von der Unterrichtsgestaltung bis zum Elterngespräch, vom Geldeinsammeln bis zum Konfliktmanagement.

"Schonraum für Studentinnen"

Ziel war es, den Schulalltag so realitätsnah wie möglich kennenzulernen. "Die Studentinnen konnten in einem Schonraum ausprobieren, wie es ihnen als Lehrerinnen geht", sagt Direktorin Susanne Kaltenböck, die das Projekt mitentwickelt hat. Die Lehrerinnen waren stets im Hintergrund auf Abruf bereit, halfen gezielt beim Turnen und bei der Pausenaufsicht. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer befürwortet diesen "pragmatischen Blick hinter die Kulissen des Lehrberufes", Emmerich Boxhofer, an der PH für die Schulpraxis zuständig, sieht ebenfalls großes Potenzial: "Ich hoffe, dass in einigen Jahren alle Studenten im letzten Semester diese Form der Praxis absolvieren können."

Die Studentinnen sind jedenfalls davon angetan. "Wir haben gelernt, einen Unterrichtstag zu gestalten und längerfristig zu planen", sagt Kristina Rauch. Stefanie Rammer wurde bewusst, wie gut eine Lehrerin im Organisieren sein muss. "Es war ein Glück, dass wir so viel Freiraum hatten und dass uns so vertraut wurde." Die Wochen in Engerwitzdorf haben ihnen gezeigt, was sie wirklich wollen: Lehrerin sein. "Wir wollen gar nicht mehr weg", sagen beide. "Am liebsten würden wir gleich da bleiben."

Nachgefragt: Wie gefällt Schülern und Lehrern das Studentenprojekt?

„Wir wollen gar nicht mehr weg. Am liebsten würden wir gleich in der Volksschule Schweinbach bleiben.“
Stefannie Rammer, Studentin, 6. Semester, 22, Ried/Riedmark

„Wir haben jetzt zwei Lehrerinnen. Das ist cool. Aber mit unserer Lehrerin ist der Unterricht auch gut. Mir gefällt beides.“
Moritz, Schüler der 3b-Klasse

„Die Studenten erleben, wie Schule tickt. Ich hoffe, dass in einigen Jahren alle Studenten im letzten Semester diese Form der Praxis absolvieren können.“
Emmerich Boxhofer, Leiter der Schulpraxis, PH der Diözese

„Die Studenten haben alle Aufgaben der Lehrer übernommen. Sie lernen, sich zu organisieren, belastbar und flexibel zu sein.“
Susanne Kaltenböck, Leiterin der Volksschule Schweinbach

 

 

 

 

 

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