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Hagenberg: "Wir holen keinen Facility-Manager"

LINZ/HAGENBERG. Warum JKU-Rektor Lukas den Softwarepark neu konzipiert.

Update für Hagenberg? "Man kann den Bruno Buchberger nicht klonen"

Rektor Meinhard Lukas: „JKU und Hagenberg verzahnen“ Bild: Weihbold

Verärgert reagiert der Rektor der Johannes Kepler Universität (JKU), Meinhard Lukas, auf die Vorwürfe, die JKU würde zu wenig, das Falsche oder beides für den Ruf des Softwareparks Hagenberg tun. "Wenn Hagenberg mehr als ein Technologiepark sein soll, braucht es die Spitzenforschung der JKU", sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten und kündigt an, die JKU und Hagenberg stärker miteinander zu vernetzen.

Allerdings anders, als Hagenberg-Gründer Bruno Buchberger das wollte. Denn einer Lösung mit einem Leiter, der gleichzeitig Wissenschafter und Manager sein soll, wie Buchberger das selbst gemacht hat, stehe ein potenziell jahrelanger Rechtsstreit entgegen.

Wie berichtet, hat Buchberger seinerzeit durchgesetzt, dass dieser Posten genau so ausgeschrieben werden sollte. Als dann ein Münchener Wissenschafter erstgereiht wurde, wehrte sich die Zweitgereihte aus Wien und klagte wegen Geschlechterbenachteiligung. Das Verfahren zieht sich schon drei Jahre und droht noch länger zu dauern.

"Expertise an der JKU"

Daher will die JKU nun einen Manager bestellen. "Wir holen keinen Facility Manager, sondern einen hochqualifizierten Manager für Forschung und Entwicklung", sagt Lukas. Dieser solle mit dem neuen Professor für IT-Security Hagenberg nach oben ziehen und die Reputation steigern. Das Thema Cyber-Security sei ein extrem wichtiges und breites Thema, weil es alle Betriebe und Institutionen betreffe. Und weil es auch an der JKU im Bereich Chip und Hardware entsprechende Expertise gebe, sagt Lukas. "Das ist eine strategische Partnerschaft, an der die JKU sichtbar sein soll. Und Hagenberg ist das Wissenstransferzentrum."

"Ein virtuelles Hagenberg"

Der JKU-Rektor plädiert dafür, Hagenberg weniger als Standort, sondern als Marke zu begreifen. "Es geht nicht darum, vielleicht noch die eine oder andere Firma in Hagenberg anzusiedeln. Es muss auch ein virtuelles Hagenberg geben, das für Spitzen-IT-Forschung steht und in eine vierte Dimension führt. Dann hat Hagenberg eine echte Perspektive", sagt Lukas.

Daneben halte er auch das Doktoranden-Programm für sehr wichtig. Die US-Westküste mit dem Silicon Valley sauge viele Leute aus Europa ab. "Wir müssen daher unsere Spitzenkräfte selbst ausbilden."

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Artikel Dietmar Mascher 14. Februar 2018 - 00:05 Uhr
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