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Missbrauch: Zeugin führte Tagebuch im Behindertenheim Zams

Von apa/nachrichten.at, 30. März 2010, 14:12 Uhr

INNSBRUCK. Missbrauchsfälle in einem Behindertenheim der Barmherzigen Schwestern Zams sind heute bekanntgeworden. Eine 1980 im „Soziales Zentrum St. Josef“ in Mils bei Innsbruck als Hilfspflegerin tätige Frau hatte die „Erziehungsmethoden“ miterlebt und Tagebuch geführt.

„Es gab kalte Duschen, Zwangsjacken, Beschimpfungen, Fußtritte und die Insassen wurden stundenlang im Klo eingesperrt“, erzählte die Zeugin gegenüber „ORF Radio Tirol“. Habe ein Kind erbrochen, habe es das Erbrochene wieder aufessen müssen, schilderte sie. Die damals 22-Jährige habe sich an das Jugendamt und das Land Tirol gewendet, aber niemand habe ihr damals Gehör geschenkt. Sie sei als Lügnerin und Nestbeschmutzerin beschimpft und aufgefordert worden, ihre Aufzeichnungen zu verbrennen.

„Nur mehr tröpfelweise“ würden die Kontaktaufnahmen in der Ombudsstelle des Landes Tirol eingehen. Rund 70 Fälle seien bis dato bekanntgeworden. „Die meisten Übergriffe waren psychischer und körperlicher Gewalt im massiven Ausmaß“, sagte Elisabeth Harasser, Kinder- und Jugendanwältin. Sie seien sowohl von Männern als auch von Frauen in ehemaligen Kinder- und Jugendheimen des Landes sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den 1960er und 1970er Jahren ausgeübt worden. Sexuelle Übergriffe seien „relativ wenige“ bekanntgeworden.

MIssbrauch in sechs Klöstern

Auch das Zisterzienserkloster Stift Stams im Tiroler Oberinntal ist von Missbrauchsfällen betroffen. Neben fünf bereits bekannten kirchlichen Einrichtungen ist dies die sechste involvierte Institution. 115 Kontakte habe es in Bezug auf Missbrauchsfälle in der Ombudsstelle der Diözese Innsbruck heuer gegeben. “49 Fälle betreffen den sexuellen Missbrauch, 53 sind Gewaltübergriffe und 13 Infokontakte“, teilte Diözesansprecher Franz Stocker mit. Sämtliche Vorfälle seien vor dem 1. Oktober 1993 passiert und würden bis in die 1950er Jahre zurückgehen.

Keine Zahlen aus Südtirol

Nach dem Verdachtsfall der sexuellen Gewalt an Minderjährigen im Südtiroler Vahrn bei Brixen, verübt von einem 28-jährigen Ministrantenausbildner, zeigte sich der Generalvikar Josef Matzneller in einer Stellungnahme „tief betroffen“ und „beschämt“. Keine Zahlen wollte man dort allerdings über die Kontaktaufnahmen in der Ombudsstelle der Diözese Bozen-Brixen nennen. „Jeder Missbrauch ist einer zu viel und jeder Fall wird ernst genommen“, begründete der Diözesansprecher. In den vergangenen Wochen habe die Frequenz aber zugenommen.

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1  Kommentar
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( Kommentare)
am 30.03.2010 18:29

Wieder ein Fall mehr, der zeigt, dass Jugendämter ausgemachte Feinde der Kinder sind. Was muss noch alles geschehen, bevor man diese kinderfeindliche Behörde abschafft?! Kranke, halb verhungerte, missbrauchte oder gar tote Kinder sind in Österreich anscheinend völlig egal. Das Jugendamt darf ungebremst weiter schaden.

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