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Datenschutz im Fokus der Computermesse CeBIT

HANNOVER. Vorhang auf für die runderneuerte CeBIT 2014: Ihr Motto "Datability" zielt auf den Trend zu immer größeren Datenmengen und die Verantwortung im Umgang damit. Bis Freitag werden 230.000 Fachbesucher erwartet.

CeBIT

Auf der CeBIT präsentieren sich 3400 Unternehmen den Fachbesuchern. Bild: Reuters

Der Datenschutz steht fest im Mittelpunkt der weltgrößten Computermesse in Hannover. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel rief bei der Eröffnung zu mehr Datensicherheit auf. Der britische Premier David Cameron betonte wie Merkel, dass beide Länder in der IT-Branche eng zusammenarbeiten sollten. Der deutsche Volkswagen-Chef Martin Winterkorn schlug eine Allianz der Autobauer gegen Datenmissbrauch in vernetzten Fahrzeugen vor. Der Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom, Dieter Kempf, bekannte sich ebenfalls zur Datensicherheit.

Die Entwickler der Technik für die abhörsicheren Handys der Bundesregierung kündigten einen Dienst mit verschlüsselten Telefongesprächen für Unternehmen und Verbraucher an. Die Düsseldorfer Firma Secusmart mit ihrer Technologie für sichere Sprachtelefonie geht dafür eine Kooperation mit dem Telekom-Riesen Vodafone ein. Der Dienst "Secure Call" soll über eine App auf verschiedenen Smartphone-Plattformen laufen. Die Idee sei "ein Kanzler-Handy für alle", sagte Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle. Zielgruppe seien zunächst Unternehmen. Vodafone bietet zusätzlich Verschlüsselung für alle Daten mithilfe der SIM-Karte an. Auch die Deutsche Telekom bewirbt auf der CeBIT ihre Verschlüsselungs-Dienste.

Keine Privatbesucher mehr

Die CeBIT richtet sich in diesem Jahr erstmals ausschließlich an professionelle Anwender, es gibt keine Besuchertage für private Nutzer mehr. Impulsgeber, Netzwerker-Plattform, Drehscheibe für den Wissenstransfer: Die Computermesse CeBIT will diesmal vor allem Begegnungs- und Konferenzbasis für Profis sein. Rund 230.000 Fachbesucher werden erwartet - so viele wie 2013. Damals kamen allerdings noch 43.000 Privatbesucher dazu, weil die CeBIT auch eine Publikumsmesse war. Das ist nun vorbei.

Partnerland Großbritannien

Zum Auftakt ihrer Neuausrichtung als reine Fachmesse wollen die Organisatoren mit Großbritannien als Partnerland punkten. Zum einen, weil der britische IT-Markt ein starkes Wachstum aufweist und die Briten den Ausbau sogenannter intelligenter Stromnetze ("smart grids") vorantreiben, also auch an entsprechendem Know-how interessiert sind. Zum anderen sicherlich auch, weil Hannover eh im Großbritannien-Fieber ist: Im Mai stehen die Feiern zum 300. Jahrestag einer Epoche an, in der Hannovers Herrscher in Personalunion gleichzeitig als Könige von Großbritannien ein Weltreich lenkten. Der Union Jack ist im Stadtbild deutlich sichtbar. Größtes Ausstellerland neben Deutschland ist China mit 500 Betrieben. Insgesamt präsentieren sich 3400 Standbetreiber. Erstmals seit 2008 kommt wieder mehr als die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland.

Prominente Gäste

Mit ihrem neuen Konzept hat die Messe nun eine ganze Halle mit drei Bühnen sowie diversen Treff- und Debattierecken speziell für Veranstaltungen und Konferenzen bereitgestellt. Für den Besuch eines der rund 1500 Fachvorträge, Seminare und Workshops wird anders als früher die Registrierung diesmal jedoch nicht reichen: Sie sind diesmal zahlungspflichtig. Die Organisatoren haben sich daher um zugkräftige Namen bemüht und haben etwa den russischen Virenjäger Eugene Kaspersky, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak und Wikipedia-Gründer Jimmy Wales im Programm.

Offizielle Webseite: www.cebit.de

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Artikel nachrichten.at/apa 10. März 2014 - 11:00 Uhr
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