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Ars Electronica: 15.000 stürmten Tabakfabrik bei Tag der offenen Tür

Von apa/nachrichten.at   04. September 2010 18:45 Uhr

ARS ELECTRONICA 2010 | repair - sind wir noch zu retten

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Bild 1/12 Bildergalerie: Ars Electronica Festival

LINZ. Beim Tag der offenen Tür am Samstag haben sich 15.000 Menschen die Linzer Tabakfabrik und die dort stattfindende Ars Electronica angeschaut.

Das seien an einem Tag fast halb so viele Besucher wie in einem Normaljahr am ganzen Festival, freute sich Ars-Sprecher Christopher Ruckerbauer. Viele Leute strömten wegen der interaktiven und Medienkunst in die alten Hallen, ebenso viele aber um des Gebäudes selbst willen.

Riesiges Areal

Auf dem 80.000 Quadratmeter großen Areal merkte man die Menschenmassen nicht. Nur kurz, als der Regen kam und alle hinein flüchteten. Doch zu groß und weit sind die Hallen, zu viel Raum gibt die Fabrik her, als dass sich 15.000 Leute darin auf die Zehen steigen könnten. "Super, dass es problemlos funktioniert, so was in einem Industriebau zu machen", war ein Schwanenstädter Familienvater begeistert. Er fotografierte die Tochter, die sich samt Freund im ÖAMTC-Auto auf den Kopf stellen ließ, um dann gekonnt herauszukriechen - der Unfallsimulator war nur eines der Dinge, die Besucher ausprobieren konnten.

Fahrzeuge als Kunstobjekte

"Wie geht denn des?" war die meist gestellte Frage in der Ausstellung "Proben". Zu sehen sind hier funktionsfähige Fahrzeuge von Hamburger Designstudenten im Maßstab 1:1. Die Palette reicht von Schlitten zu Concept-Cars, von Mopeds bis hin zu Tretrollern, von Fahrrädern mit Akkuschrauber-Antrieb bis hin zu fahrenden Kreisen. Aber auch das Papplab erfreute sich großen Zulaufs. Die Möbel aus Karton waren sehr begehrt als Sitzmöbel und die E-Mail-Liste vor dem Lab wurde immer länger - eine "Repair"-Idee, die noch Schule machen könnte.

Linzer gingen "Tschickbude" schauen

Der Festivalort als solcher beeindruckte sehr. "Wir kommen mehr wegen der Tabakfabrik, weniger wegen der Ars", gab ein älteres Linzer Paar frei heraus zu. Sie wollten einfach einmal in die "Tschickbude" hineinschauen, die sie schon ihr Leben lang von außen kennen, meinten die beiden. Das fiel auch einem japanischen Journalisten und mit bereits fünf Besuchen altem Ars-Hasen auf: "Alle kommen zusammen, kleine Kinder und alte Leute, weil jeder denkt: Das ist unser Platz, den wir kennen." Außerdem reflektiere der Ort das heurige Thema "Repair" sehr gut.

Kreativwirtschafter sieht viel Potenzial in Fabrik

"Das entspricht dem, wie heute im Kulturbereich gestaltet werden sollte", war der Vorsitzende der Creativwirtschaft Austria, Roland Alton, von der Fabrik als Festivalschauplatz angetan, besonders davon, dass Leute Raum bekamen, um ihre Ideen zu präsentieren wie bei den "Digital Communities. "Jeder sollte herkommen und etwas vorstellen können. In diesem Gebäude ist genug Platz dafür, das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Alton. Zudem solle Linz sich als Kreativstadt positionieren. Der Prozess der Gentrification, "dass alte Gebäude von Künstlern belebt werden und der Stadtteil dann hip wird" könne am Areal der Tabakfabrik leicht passieren.

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